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	<title>Andreas Friedrich</title>
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		<title>Gaza: Israels willkürliches Töten geht weiter</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/gaza-israels-willkuerliches-toeten-geht-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2026 12:40:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 11.09.2026 Wie diverse online Portale heute berichten, wurde bei einem weiteren Luftangriff der Arme des jüdischen Staates gegen die Menschen im Gaza (diesmal im Norden des Küstenstreifens) am Donnerstag eine ganze Familie, u.a. zwei Kinder im Alter von 8 und 12 Jahren, ausgelöscht. Die Leichen der Familie wurden offenbar in Stücken [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 11.09.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie diverse online Portale heute berichten, wurde bei einem weiteren Luftangriff der Arme des jüdischen Staates gegen die Menschen im Gaza (diesmal im Norden des Küstenstreifens) am Donnerstag eine ganze Familie, u.a. zwei Kinder im Alter von 8 und 12 Jahren, ausgelöscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leichen der Familie wurden offenbar in Stücken gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem hat es diverse weitere Luftangriffe gegeben, so z.B. auf das Flüchtlingslager Dschabalia und auf Krankenwagen und Zelte, in den Zelten haben sich Geflüchtete aufhielten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israels Armee spricht bei den getöteten, unabhängig vom Alter, wie immer von „Kämpfern“ und versucht, so diese Vorkommnisse reinzuwaschen, bzw. zu rechtfertigen und so vom Völkermord im Gaza abzulenken.</p>
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		<title>Trumps Friedensrat und „Erklärungen“ aus Berlin nur Augenwischerei</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/trumps-friedensrat-und-erklaerungen-aus-berlin-nur-augenwischerei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 14:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 08.09.2026 Wie diverse online Portale am Montag berichteten, hat Trumps Friedensratschef Nikolaj Mladenow  den Abzug Israels aus dem Gazastreifen gefordert und das wohlwissend, dass Trump und Netanjahu bereits eine dauerhafte Präsenz des israelischen Militärs im Gaza abgesegnet haben und bereits jetzt die Besatzungsmacht mehr als 50% des Gaza kontrolliert. Auch zu [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 08.09.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie diverse online Portale am Montag berichteten, hat Trumps Friedensratschef Nikolaj Mladenow  den Abzug Israels aus dem Gazastreifen gefordert und das wohlwissend, dass Trump und Netanjahu bereits eine dauerhafte Präsenz des israelischen Militärs im Gaza abgesegnet haben und bereits jetzt die Besatzungsmacht mehr als 50% des Gaza kontrolliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zu denken gibt die Aussage von Nikolaj Mladenow, dass die zunehmende Gewalt im Westjordanland eine „Zwei- Staaten- Lösung“ verhindern kann und „angesichts all dessen, was gerade im Westjordanland geschieht, es keinen glaubwürdigen Weg zu einer politischen Lösung des Konflikts“ gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also weiterhin freie Hand für den Siedlerterror oder wie darf die Aussage des Herrn Nikolaj Mladenow verstanden werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem ignoriert Herr Mladenow ganz bewusst, dass die sog. „Zwei- Staaten- Lösung“ schon jetzt nur noch Geschichte ist, da sowohl die radikalen jüdischen Siedler wie auch die israelische Besatzungsarmee in Kooperation mit der Regierung des jüdischen Staates dran arbeiten, einen Staat Palästina unmöglich zu machen indem nicht nur der sog. Bauplan „E1“ in den Startlöchern steht, sondern auch immer mehr illegale jüdischen Siedlungen entstehen und bereits vorhandene ausgebaut werden, dafür die palästinensische Bevölkerung sowohl von den radikalen Siedlern wie auch vom israelischen Militär vertrieben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Kontext ist es auch nicht verwunderlich, dass die Bundesregierung sich immer wieder hinter ihrer Erklärung, man „stehe zur Zwei Staaten Lösung“, versteckt, wohlwissend, dass diese ohnehin obsolet ist, aber aufgrund der Erklärung müssen keine Sanktionen gegen den jüdischen Staat in die Wege geleitet werden und man kann die Hände in den Schoss legen und dem vom israelischen Militär unterstützten Siedlerterror weiter beruhigt zusehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer mehr wird der Eindruck erweckt, dass der sog. „Friedensrat“ wie auch diverse Erklärungen aus Berlin nur ganz billiges Theater sind.&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Israels Minister für Nationale Sicherheit Itamar Ben Gvir enthüllt Plan zur Umsiedlung aller Palästinenser aus Gaza</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israels-minister-fuer-nationale-sicherheit-itamar-ben-gvir-enthuellt-plan-zur-umsiedlung-aller-palaestinenser-aus-gaza/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 11:44:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Seine Ankündigung erfolgte einen Tag, nachdem der israelische Verteidigungsminister die ethnische Säuberung als einzige „wahre Lösung“ für Gaza bezeichnet hatte. Dave DeCamp, 04.09.2026 Ben Gvir präsentierte am Donnerstag einen Plan zur ethnischen Säuberung der palästinensischen Bevölkerung in Gaza. Er und andere israelische Minister bezeichnen dies als „freiwillige Migration“. Dies geschah einen Tag, nachdem der israelische [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seine Ankündigung erfolgte einen Tag, nachdem der israelische Verteidigungsminister die ethnische Säuberung als einzige „wahre Lösung“ für Gaza bezeichnet hatte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dave DeCamp</strong>, 04.09.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben Gvir präsentierte am Donnerstag einen Plan zur ethnischen Säuberung der palästinensischen Bevölkerung in Gaza. Er und andere israelische Minister bezeichnen dies als „freiwillige Migration“. Dies geschah einen Tag, nachdem der israelische Verteidigungsminister Israel Katz die Umsiedlung der Palästinenser als einzige „wahre Lösung“ für Gaza bezeichnet hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben Gvir nannte seinen Plan „Disengagement 710“ und erklärte, er sehe die Umsiedlung von 250.000 Palästinensern aus Gaza im ersten Jahr, 1,11 Millionen innerhalb von drei Jahren und schließlich 1,86 Millionen innerhalb von sieben Jahren vor. Er kündigte an, seine Partei „Jüdische Macht“ werde die Einrichtung eines „Auswanderungsministeriums“ in der nächsten israelischen Regierung nach den anstehenden Wahlen im Oktober fordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein nationaler Aktionsplan für die freiwillige Auswanderung aus dem Gazastreifen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Stellungnahme zu dem Plan erklärte Ben Gvir, er sei für „wahnhaft“ gehalten worden, weil er die ethnische Säuberung des Gazastreifens anstrebte, bis Präsident Trump Anfang letzten Jahres die Palästinenser zum Verlassen des Gebiets aufrief.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Zuerst wurde ich als wahnhafter Extremist behandelt“, sagte Ben Gvir laut der Times of Israel. „Dann änderte sich eines Tages alles: Präsident Trump erklärte öffentlich, dass die Förderung der Auswanderung eine Lösung für die Gaza-Frage sei. Plötzlich wurde Ben Gvirs Plan legitim. Plötzlich waren alle wie Ben Gvir.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Katz hatte einen Tag zuvor erklärt, Trump habe den Plan zur Entfernung der Palästinenser aus Gaza nicht „abgesagt“, sondern lediglich „eingefroren“, und Länder seien bereit, die Bevölkerung Gazas aufzunehmen, wenn sie die Unterstützung der USA hätten. „Die Verzögerung entsteht dadurch, dass die teilnehmenden Länder die Unterstützung der USA wollen. Jedes Land, das dazu bereit ist, wünscht sich amerikanische Unterstützung. Präsident Trump hat das Abkommen nicht abgesagt, sondern auf Eis gelegt. Alle arabischen Länder sind aufgrund des Drucks in dieser Angelegenheit an ihn herangetreten“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben Gvir bezog sich am Donnerstag auch auf Rehavam Ze’evi, genannt „Gandhi“, einen israelischen Abgeordneten, der 2001 ermordet wurde und dafür bekannt war, sowohl den Gazastreifen als auch das Westjordanland von der gesamten palästinensischen Bevölkerung säubern zu wollen. „Wie schade, dass sie nicht auf Gandhi gehört haben“, sagte er. „Es ist an der Zeit, es zuzugeben: Gandhi hatte Recht!“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perfide Meldungen zur „Umsiedlung“ der Bevölkerung aus dem Gaza</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/perfide-meldungen-zur-umsiedlung-der-bevoelkerung-aus-dem-gaza/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 14:09:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 03.09.2026 Ein Teil der deutschen Medien treiben momentan, unter Umständen unbewusst, ein ganz übles Spiel mit der Bevölkerung im Gaza und gibt dabei offenbar ohne eine einzige Recherche übelste israelische Propaganda wieder. Doch worum geht’s? Der jüdische Staat in Person von Verteidigungsminister Israel Katz, hat laut eines Berichts u.a. des „Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 03.09.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der deutschen Medien treiben momentan, unter Umständen unbewusst, ein ganz übles Spiel mit der Bevölkerung im Gaza und gibt dabei offenbar ohne eine einzige Recherche übelste israelische Propaganda wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch worum geht’s?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der jüdische Staat in Person von Verteidigungsminister Israel Katz, hat laut eines Berichts u.a. des „Der Spiegel“ vom 02.09. Erklärungen abgegeben, wonach die Bevölkerung des Gaza „herausgeholt“ und danach in die Verantwortung der USA übergeben werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So soll Katz auf einer Konferenz sinngemäß gesagt habe, dass es „ohne diese Migration keine wirkliche Lösung für den Gaza gibt“ und Israel „bereit sei“, die Menschen aus dem Gaza herauszuholen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen verweisen die US- Botschaft im jüdischen Staat und das US- amerikanische Außenministerium im Kontext von Anfragen auf die jeweils andere Stelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Krönung liefert Israels Verteidigungsminister, welcher nicht nur der Hamas die Verantwortung zuschiebt, weil diese die Menschen (angeblich wollen nahezu 80 % den Gaza verlassen) wollen, angeblich daran hindert, den Gaza zu verlassen sondern auch noch vergisst, das es der jüdische Staat ist, welcher die Menschen daran hindert, das Küstengebiet zu verlassen und zudem eine „gelbe Grenze“ zieht und jeder Palästinenser, der sich dieser Grenze nähert, erschossen wird.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Kontext ist außerdem die Frage zu stellen, wann es eine solche Umfrage, in der die Bevölkerung des Gaza nach einem „Verlassen“ befragt wurde, gegeben haben soll und wie diese Umfrage von welchem Institut durchgeführt wurde (online, mit Fragebogen, Interviews?).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder ist es nicht eher so, dass Herr Katz der Bevölkerung aus dem Gaza irgendetwas in den Mund legt und den Rest der Welt bewusst täuscht, um die „Vertreibung“ zu rechtfertigen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem vergisst Israels Verteidigungsminister zu erwähnen, das radikale jüdische Siedler schon jetzt mit den Hufen scharren um den Gaza zu besetzen und jüdische Siedlungen dort zu errichten, was gegen die IV. Genfer Konvention spricht (Des weiteren hat Katz persönlich bereits im Dezember 2025 den Siedlern versprochen, im Norden des Gaza neue jüdische Siedlungen errichten zu lassen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die von Katz angedachte Zwangsumsiedlung gilt gemäß der Genfer Konvention als Kriegsverbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Plänen des jüdischen Staates mehr Gewicht zu verleihen, besuchte dessen Ministerpräsident Netanjahu Besatzungssoldaten im Gaza, schloss dabei einen Rückzug aus, sicherte zu, weiterhin die Kontrolle über das Gebiet auszuüben und versprach, die „gelbe Linie zu halten“.&nbsp;</p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Qusra – eine Warnung: Israels Plan für das Westjordanland</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/qusra-eine-warnung-israels-plan-fuer-das-westjordanland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 13:58:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Ramzy Baroud, 31.08.2026 Wer die düstere Zukunft des besetzten Westjordanlandes verstehen will, darf nicht wegschauen. Beobachten Sie nur die Ereignisse in der kleinen palästinensischen Stadt Qusra südlich von Nablus. Hier beginnt die Geschichte der Zukunft des Westjordanlandes. Viele Medien behandeln die Berichte aus der Region als bloße Episode von „Siedlergewalt“, doch das ist weit mehr. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ramzy Baroud</strong>, 31.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die düstere Zukunft des besetzten Westjordanlandes verstehen will, darf nicht wegschauen. Beobachten Sie nur die Ereignisse in der kleinen palästinensischen Stadt Qusra südlich von Nablus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier beginnt die Geschichte der Zukunft des Westjordanlandes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Medien behandeln die Berichte aus der Region als bloße Episode von „Siedlergewalt“, doch das ist weit mehr. Qusra steht für etwas viel Bedeutsameres: einen Einblick in den neuen Plan Dalet, den Israel für die Palästinenser bereithält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Plan Dalet war der militärische Plan, mit dem zionistische Streitkräfte während der Nakba große Teile des historischen Palästina, Dorf für Dorf, eroberten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Plan entstand nicht plötzlich im Jahr 1948. Er baute auf militärischen Plänen auf, die bis ins Jahr 1945 zurückreichten, und entwickelte sich zu einer Strategie zur Eroberung palästinensischer Städte und Dörfer, zur Zerstörung von Gemeinschaften und zur Vertreibung ihrer Bewohner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bedeutung dieser Geschichte ist heute nicht nur symbolischer Natur. Die Nakba war ein schrittweiser Prozess. Dasselbe gilt für die Annexion des Westjordanlandes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist keine bloße intellektuelle Auseinandersetzung. Israelische Offizielle haben offen eine neue Nakba als beabsichtigtes Ergebnis angekündigt. Im November 2023 erklärte Avi Dichter: „Wir führen jetzt die Gaza-Nakba ein“ und fügte hinzu: „Gaza-Nakba 2023. So wird es enden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Getreu dem Muster weist diese neue Nakba viele Merkmale der alten auf: koordinierte Gewalt, Massaker, ethnische Säuberungen, Vertreibung und Landenteignung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Völkermord in Gaza stellt den Höhepunkt dieser Gewalt dar – eine noch verheerendere Ausprägung, aber eine Fortsetzung der Erbsünde, auf der der israelische Staat gegründet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich ab dem 7. Oktober 2023 alle Augen auf Gaza richteten, wurde das Westjordanland weitgehend ignoriert, wodurch Israel die Möglichkeit erhielt, die Gewalt in all ihren Formen auf ein seit Jahrzehnten nicht mehr gesehenes Ausmaß zu eskalieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis ist erschreckend. Seit dem 7. Oktober 2023 haben israelische Streitkräfte und Siedler im Westjordanland mehr als 1.100 Palästinenser getötet, darunter über 240 Kinder, und Tausende weitere verletzt. Zehntausende wurden festgenommen, und allein in den Flüchtlingslagern Jenin, Tulkarem und Nur Shams bleiben über 33.000 Palästinenser vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun zurück nach Qusra.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. August umstellten bewaffnete israelische Siedler drei palästinensische Häuser in Ras al-Ain am Stadtrand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie blockierten die Zufahrten, errichteten Zelte davor und kappten die Wasser- und Stromversorgung. Familien, darunter auch kleine Kinder, waren praktisch eingeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das israelische Militär erklärte das umliegende Gebiet daraufhin zur militärischen Sperrzone und schränkte den Zugang für Palästinenser, Aktivisten und Journalisten ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es entstand nicht nur Gewalt durch Siedler, sondern eine Arbeitsteilung: Die Siedler verursachen die Krise; das Militär verhängt die Einschränkungen. Die Bewegungsfreiheit der Palästinenser ist eingeschränkt; die Betroffenen selbst werden unter Druck gesetzt, ihre Häuser zu verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Belagerung dauerte an. Während ich diese Zeilen schreibe, ist die Belagerung der Häuser in Qusra in ihre zweite Woche gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Qusra ist kein unbedeutendes Element dieser Strategie. Israel hat bereits Land für die Siedlung Migdalim beschlagnahmt, und nahegelegene Außenposten wie Esh Kodesh werden seit Langem mit Angriffen und Versuchen zur Aneignung palästinensischen Ackerlandes in Verbindung gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontrolle über solche Gebiete ist unerlässlich für das größere Projekt, Siedlungsblöcke zu verbinden, palästinensisches Territorium zu zersplittern und palästinensische Gemeinden in isolierte Enklaven zu verwandeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einigen Jahren tat die israelische Regierung so, als sei ihr Plan zur formellen Annexion großer Teile des Westjordanlandes auf Eis gelegt. Doch seit dem 7. Oktober hat sich die Annexion – in Worten wie in Taten – von einem Wunsch zur Obsession entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, überwachte nach dem 7. Oktober die Massenverteilung von Waffen und rüstete Tausende Mitglieder ziviler Sicherheitskräfte mit Gewehren aus – inmitten einer bereits stark bewaffneten Siedlerbevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig arbeitete Finanzminister Bezalel Smotrich systematisch daran, die Zuständigkeiten für das Westjordanland von der Militärverwaltung auf israelische Zivilbehörden zu übertragen – einer der deutlichsten institutionellen Mechanismen der Annexion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun fügt sich ein weiteres Puzzleteil zusammen: Verteidigungsminister Israel Katz hat die Vorbereitungen für die Übertragung der Zuständigkeit für die Strafverfolgung israelischer Siedler im Westjordanland vom Militär an die israelische Polizei angeordnet – ein weiterer entscheidender rechtlicher Schritt in Richtung Annexion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild wird immer vollständiger: Siedlermilizen, staatliche Finanzierung, Waffen, Armee, Polizei, zivile Behörden, Gerichte und politische Entscheidungen, die ihren Ursprung in den höchsten Kreisen des israelischen Staates haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im größeren Kontext betrachtet, wird Qusra zu einem Mikrokosmos – und möglicherweise zu einem Testfeld – für die Mechanismen, mit denen eine großflächige Annexion umgesetzt werden kann. Diese Realitäten erinnern an die Vergangenheit. Die Nakba geschah nicht einfach so, sondern war das Ergebnis jahrelanger Planung und schrittweiser militärischer Operationen. Deshalb ist Qusra so wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Regierungen warnen vor einer beschleunigten Annexion; andere bestrafen einzelne Siedler, als ob die Verfolgung einiger weniger Extremisten einen vom gesamten Staatsapparat umgesetzten Plan zunichtemachen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Palästinenser im Westjordanland sind sich der bevorstehenden Herausforderung vollkommen bewusst. Die Palästinensische Autonomiebehörde, die die Sicherheitskoordination mit Israel aufrechterhält, aufzufordern, plötzlich eine „Strategie“ zu entwickeln, ist schmerzlich überflüssig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch für uns alle, die wir die Schrecken der Nakba – und die Nachwirkungen dieser Katastrophe von Deir Yassin bis zum Völkermord im Gazastreifen – verstehen, reicht die bloße Anerkennung nicht mehr aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Preis des Schweigens zahlen bereits alle Bewohner Gazas, die inmitten der Trümmer des Gazastreifens leben, und alle Palästinenser im Westjordanland, die der Gewalt der Siedler und ihrer militärischen Verbündeten ausgesetzt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit muss jetzt Schluss sein, bevor Qusra zum Vorbild für das wird, was als Nächstes kommt: heute Qusra, morgen das gesamte Westjordanland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Israels Vertreibungsdoktrin</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israels-vertreibungsdoktrin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 13:52:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Gideon Levy, 31.08.2026 Israel glaubt, es könne die Briten vertreiben, die Spanier demütigen und die ganze Welt bestrafen, ohne Vergeltung zu erfahren. Bislang hatte es Recht. Doch der Tag naht, an dem Israel die Augen öffnen und erkennen muss, dass es tatsächlich eine Welt gibt, von der es sich – wie auch von sich selbst [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gideon Levy</strong>, 31.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israel glaubt, es könne die Briten vertreiben, die Spanier demütigen und die ganze Welt bestrafen, ohne Vergeltung zu erfahren. Bislang hatte es Recht. Doch der Tag naht, an dem Israel die Augen öffnen und erkennen muss, dass es tatsächlich eine Welt gibt, von der es sich – wie auch von sich selbst – losgesagt hat, und dass es einer neuen Realität gegenübersteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Vereinigte Königreich ist in höchster Alarmbereitschaft. Nach der Vertreibung der Niederlande und Spaniens aus dem internationalen Koordinierungszentrum für den Gazastreifen nach dem Krieg in Kiryat Gat erwägt Israel nun, auch die britischen Vertreter auszuweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nakba Großbritanniens steht bevor, und das Ganze wäre beinahe zum Lachen, wenn die zugrundeliegende Realität nicht so offensichtlich alles andere als lustig wäre. Israel verhängt Sanktionen gegen die Welt. Ja, Sie haben richtig gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anstatt umgekehrt. Ein Land, dessen Völkermord und Apartheid fast allgemein anerkannt sind und gegen das bisher kaum wirksame Sanktionen verhängt wurden, bestraft die Welt. Der Angeklagte fungiert als Ankläger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies entspricht vollkommen der israelischen Denkweise. Die Welt trägt die Schuld (am Antisemitismus), also wird die Welt dafür bezahlen. Alles wegen dieser muslimischen Migranten – so lautet die ständige Behauptung der Medien und Politiker. Hier spielen Größenwahn und Blindheit eine entscheidende Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das internationale Koordinierungszentrum für Gaza ist eine Einrichtung von geringer Bedeutung. Es befindet sich im Industriegebiet von Kiryat Gat. Fast ein Jahr nach seiner Einrichtung liegt Gaza genauso in Trümmern wie zuvor. Israel tötet dort weiterhin fast genauso viele Menschen wie vor dem Waffenstillstand. Die Ausweisung der Delegierten Seiner Majestät wird in Gaza nichts ändern. Das Problem ist Israels Arroganz und Chuzpe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Europa endlos über den geplanten Bau in Zone E1 debattiert, der das Westjordanland in zwei Teile spalten würde, bestraft Israel es bereits. Der illegale Bau in E1 ist nicht das Problem. Die Hunderttausenden Hektar Land, die die Siedler in den letzten zwei Jahren besetzt haben, störten Europa nicht. Doch nun hat Europa ein Scheinobjekt errichtet, für das es bereit ist, Barrikaden zu errichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Westjordanland ist jedoch schon lange geteilt und de facto noch viel länger annektiert. Europa droht als Strafmaßnahme mit Sanktionen gegen Produkte aus jüdischen Siedlungen im Westjordanland, und das Vorhaben steht kurz vor dem Zusammenbruch. Angesichts dieser hohlen und peinlichen europäischen Lippenbekenntnisse präsentiert sich Israel arrogant und demonstriert seine Realitätsferne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Israel sendet eine Botschaft an Europa – Großbritannien könnte einen Preis zahlen“, lautete eine groteske Schlagzeile, die tausendfach die Realitätsferne und Arroganz verdeutlichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israel glaubt, es könne die Briten vertreiben, die Spanier demütigen und die ganze Welt bestrafen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Bislang hatte es damit recht. Doch der Tag rückt näher, an dem Israel die Augen öffnen und erkennen muss, dass es tatsächlich eine Außenwelt gibt, von der es sich – wie auch von ihr – losgesagt hat, und dass es einer neuen, ungewohnten Realität gegenübersteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeiten, in denen Israel der Liebling des Westens war und ihm alles erlaubt war, sind vorbei. Großbritannien aus Kiryat Gat zu vertreiben, um die Likud-Wähler zu besänftigen, mag zwar schön sein, und Außenminister Gideon Sa&#8217;ar dürfte vor Stolz platzen, doch die Rechnung wird kommen, selbst wenn sie aus unerfindlichen Gründen auf sich warten lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amerika verändert sich, und Europa wartet nur noch auf grünes Licht von der anderen Seite des Atlantiks, um mit Israel abzurechnen, das jahrzehntelang ungehindert agieren und tun konnte, was es wollte – etwas, das sich kein Land, das keine globale Supermacht ist, erlaubt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israel und der Rest der Welt entfernen sich immer weiter voneinander. Israel rühmt sich seiner Kriegsverbrechen; das ist ein Wahlkampfinstrument. Doch die Vorstellung, Israel könne weiterhin arrogant gegenüber der ganzen Welt auftreten und seinen Kurs beibehalten, ist die gefährlichste für seine Zukunft – weitaus gefährlicher als die Gelder, die an die Hamas oder das iranische Atomprogramm fließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abkopplung von der Welt wird ihren Preis haben, den jeder Israeli zahlen muss. Die meisten Regierungen weltweit wollen die Beziehungen zu Israel nicht wirklich abbrechen und setzen ihre Hoffnungen auf den erwarteten Regierungswechsel als (illusorischen) Ausweg aus diesem Schlamassel. Doch Israel wird sich nicht ändern, schon gar nicht ausreichend, und die Welt wird ihre Haltung ihm gegenüber ändern müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Land, das jahrzehntelang jede Resolution der internationalen Gemeinschaft ignoriert und Europa aus Kiryat Gat vertrieben hat, wird nicht ungeschoren davonkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines Tages wird die Welt endlich in den Gazastreifen gelangen können. Nach dem Anblick der dortigen Gräueltaten wird es unmöglich sein, weiterhin zu Israel zu schweigen. Die „Vertreibung“ aus Kiryat Gat wird auch in London in Erinnerung bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>Israels Minister Itamar Ben Gvir: Wenn Kritik zur Comedy verkommt</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israels-minister-itamar-ben-gvir-wenn-kritik-zur-comedy-verkommt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 13:44:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 27.08.2026 Israels rechtsextremer Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, wurde für seine Aussagen zu gezielten Tötungen von Palästinensern (Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, forderte Israel auf, jede Nacht 30 bis 40 Palästinenser im Gazastreifen zu töten, und sagte, es gäbe Menschen im Gazastreifen, „die des Lebens [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 27.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israels rechtsextremer Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, wurde für seine Aussagen zu gezielten Tötungen von Palästinensern (Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, forderte Israel auf, jede Nacht 30 bis 40 Palästinenser im Gazastreifen zu töten, und sagte, es gäbe Menschen im Gazastreifen, „die des Lebens nicht würdig sind“.) zu Recht kritisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wer hat sich nicht alles geäußert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Presse, Politiker:innen, selbst unser BK Herr Merz und der Präsident des Zentralrat der Juden gaben ihren Kommentar ab, diese allerdings mit einem ganz faden Beigeschmack, ist Herr Ben Gvir einer der stärksten Siedlerlobbyisten des jüdischen Staates.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da genau das ist das Problem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Normalerweise hätte ein Minister, selbst in Israel, nach solch menschenverachtenden Aussagen seinen Hut nehmen müssen, aber da die Israelis an sich wenig dran interessiert sind, was in den Westbank vor sich geht und noch weniger am Leid der Palästinenser, sei es im Gaza noch in der Westbank, bleiben die Aussagen des Herrn Ben Gvir ohne Folgen und die Kritiker dürfen sich die Frage nach dem Warum überhaupt Kritik und den Folgen stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die israelische völkerrechtswidrige Politik wird mit oder ohne Herrn Ben Gvir fortgesetzt und Herr Ben Gvir selbst wird weiterhin als Siedlerlobbyist tätig sein und weiter mit den radikalen Siedlern daran arbeiten, das die Palästinenser:innen die Westbank verlassen, da ändert die Kritik rein garnichts, außer das sich o.g. eventuell ihr Gewissen zumindest etwas erleichtert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es schaut danach aus, dass Herr Ben Gvir als Bauernopfer herhalten durfte, um mal Kritik loszuwerden. Doch was nutzt Kritik, gerade bei einer völkerrechtswidrigen Politik wie die des jüdischen Staates gepaart mit menschenverachtenden Aussagen, wenn dies alles folgenlos bleibt?</p>
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		<title>Israel verwandelt den Libanon in eine verbrannte Hölle, und die USA zahlen dafür</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israel-verwandelt-den-libanon-in-eine-verbrannte-hoelle-und-die-usa-zahlen-dafuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 13:51:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit amerikanischen Waffen und Material werden systematisch Dörfer gesprengt, Herbizide versprüht, weißer Phosphor eingesetzt und Waldbrände gelegt. Janet Abou-Elias, 25.08.2026 Seit zwei Jahren wird Israels Krieg im Libanon hauptsächlich an den menschlichen Opfern gemessen: an der Anzahl der Toten, der Verwundeten, der Vertriebenen. Weitaus weniger Beachtung findet die Zerstörung des Landes selbst. Im gesamten Südlibanon [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit amerikanischen Waffen und Material werden systematisch Dörfer gesprengt, Herbizide versprüht, weißer Phosphor eingesetzt und Waldbrände gelegt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Janet Abou-Elias</strong>, 25.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit zwei Jahren wird Israels Krieg im Libanon hauptsächlich an den menschlichen Opfern gemessen: an der Anzahl der Toten, der Verwundeten, der Vertriebenen. Weitaus weniger Beachtung findet die Zerstörung des Landes selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gesamten Südlibanon hat eine Kombination aus Brandmunition, systematischen Sprengungen und nun auch Herbizid-Sprühangriffen aus der Luft weite Teile des libanesischen Territoriums so stark verwüstet, dass Landwirtschaft kaum noch möglich, das Wohnen unsicher und vielerorts die Landschaft unkenntlich geworden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast all dies wird durch amerikanisches Geld und amerikanische Waffen verursacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Eskalation der Angriffe auf den Libanon Ende 2024 setzen israelische Streitkräfte im Süden des Libanon massiv Munition mit weißem Phosphor ein. Die israelische Armee begründet den Einsatz von Phosphorgranaten damit, dass diese als Nebelwände dienen, um Truppenbewegungen zu verschleiern und Hisbollah-Kämpfern Deckung zu verweigern. Offizielle Stellen bestreiten, sie absichtlich zur Brandstiftung einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Begründung hält jedoch dem tatsächlichen Einsatzmuster nicht stand. Recherchen von Medien wie Al Jazeera dokumentieren Phosphorgranatenangriffe, die Eichen- und Kiefernwälder in Brand setzten, jahrzehnte- und jahrhundertealte Olivenhaine zerstörten und Böden mit Blei und anderen Schwermetallen verseuchten. Diese Auswirkungen bleiben lange bestehen, nachdem jeglicher taktische Bedarf an Tarnung entfallen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der libanesische Nationale Rat für Wissenschaftliche Forschung schätzt die Umweltschäden durch Angriffe allein zwischen 2023 und 2024 auf 25 Milliarden US-Dollar, darunter Tausende Hektar zerstörter Wälder und Obstplantagen. Berichte aus dem Grenzort Ayta ash-Shaab dokumentierten die Zerstörung des Mönchswaldes, eines der letzten intakten Waldrefugien im Grenzgebiet, durch Phosphorbeschuss und Planierraupen. Satellitenbilder zeigen weiße Krater, die sich über die ehemals geschlossene Waldfläche erstrecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo Munition Grenzdörfer nicht vollständig dem Erdboden gleichmachte, erledigten israelische Streitkräfte die Zerstörung oft mit ferngezündeten Sprengsätzen, die ganze Viertel in Sekundenschnelle dem Erdboden gleichmachten. Israels offizielle Begründung ist weniger schlüssig als die Phosphor-Argumentation: Die Hisbollah habe über Jahrzehnte militärische Infrastruktur – Tunnel, Waffenlager, Kommandoposten – in zivilen Gebäuden versteckt. Doch das Ausmaß, die Methode und die Dauerhaftigkeit der darauffolgenden Zerstörung lassen diese Begründung haltlos erscheinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Guardian sichtete Aufnahmen von Massendetonationen in den Dörfern Taybeh, Naqoura und Deir Seryan. In jedem Fall wurden ganze Dörfer mit einer einzigen Explosion dem Erdboden gleichgemacht, anstatt einzelne Gebäude zu treffen. Weitere Massendetonationen wurden vom israelischen Militär in Mhaibib und Majdal Zoun gefilmt und veröffentlicht. In einem Fall ist zu sehen, wie Soldaten die Zerstörung eines Dorfes vor laufender Kamera feiern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Adaisseh und Kfar Kila berichteten libanesische Staatsmedien von Explosionen, die so gewaltig waren, dass eine einzige unterirdische Detonation in Israel Erdbebenwarnsysteme auslöste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte unmissverständlich, dass alle Häuser in den libanesischen Grenzdörfern zerstört würden. Er verglich den Plan mit der Zerstörung von Rafah und Beit Hanoun im Gazastreifen, wo das israelische Militär rund 90 % der Häuser dem Erdboden gleichmachte. Die Journalistin Lylla Younes berichtete aus der Region ihrer Familie nahe Bint Jbeil, dass ganze Dörfer zu „Mondlandschaften“ geworden seien. Das Gelände sei so stark verwüstet und eingeebnet, dass die Bewohner Satellitenbilder kaufen müssten, um überhaupt festzustellen, ob ihre Häuser noch existieren, da sie die Dörfer nicht persönlich erreichen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Detonationen setzen das Land zudem in Brand, unabhängig von dem oben beschriebenen Phosphorbeschuss. „Unsere Dokumentation zeigt zunehmend, insbesondere in den letzten zwei Monaten, einen starken Anstieg von Bränden, die mit großflächigen israelischen Sprengungen und der Zerstörung ganzer Stadtviertel einhergehen oder diesen folgen, vor allem in den besetzten Grenzgebieten und deren unmittelbarer Umgebung“, sagte Dr. Hisham Younes, Präsident von Green Southerners, einer libanesischen Umweltorganisation, die sich für den Schutz des Naturerbes im Südlibanon einsetzt. „Doch die Zerstörung beschränkt sich nicht auf diese Gebiete; sie erstreckt sich weiter in andere Teile des Südlibanon.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israelische Militärkarten, die im Frühjahr veröffentlicht wurden, markierten eine rote Linie durch 21 Dörfer und verboten den Bewohnern die Rückkehr in über 50 weitere. Eine Auswertung von Satellitenbildern durch CNN identifizierte neu errichtete israelische vorgeschobene Operationsbasen auf libanesischem Gebiet. Ein Bericht des US-amerikanischen Radiosenders NPR aus dem Dorf Mansouri beschrieb ein in Schutt und Asche gelegtes Stadtzentrum – aufgerissene Geschäfte, zerstörte Häuser, eine Moschee niedergebrannt, deren Minarett in zwei Teile gespalten war –, nur zehn Kilometer von der Grenze entfernt, aber nun innerhalb der militarisierten „gelben Linie“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Menschenrechtsexperten beschrieben das Muster flächendeckender Evakuierungsanordnungen und systematischer Hauszerstörung als vergleichbar mit den Ereignissen im Gazastreifen. Menschenrechtsgruppen erklärten, die massenhaften Fernzündungen, im Gegensatz zu gezielten Abrissen, könnten nach dem Kriegsrecht als mutwillige Zerstörung gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 2026 fügte Israel eine dritte Taktik hinzu: den Einsatz von Glyphosat, einem umstrittenen Herbizid, aus der Luft entlang einer etwa 18 Kilometer langen Strecke entlang der südlichen Grenze. Israelische Beamte beschrieben dies gegenüber der libanesischen UN-Friedensmission als routinemäßige Vegetationspflege mit „zugelassenen Substanzen“, die dazu dienen sollte, dichtes Gestrüpp zu entfernen, das das Eindringen von Pflanzenschutzmitteln verdecken könnte. Das libanesische Landwirtschaftsministerium stellte jedoch Werte fest, die 20- bis 50-mal höher waren als die übliche landwirtschaftliche Anwendung. Dies könne den Boden sterilisieren und das Nachwachsen über Jahre verhindern. Die unabhängige niederländische Forschungsorganisation PAX schätzte, dass allein auf der syrischen Seite der Grenze zwischen 1.000 und 1.600 Hektar Land betroffen waren. Hinzu kamen weitere Sprühaktionen auf libanesischer Seite, die auf Satellitenbildern nicht vollständig erfasst wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israel teilte den UN-Friedenstruppen zunächst mit, die versprühte Substanz sei „ungiftig“. Labortests bestätigten später den Einsatz von Glyphosat durch Israel. Die Krebsforschungsorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen ein, was erklärt, warum es sowohl im Libanon als auch in der Europäischen Union vollständig verboten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Herbizid bedeckt Böden, die bereits seit Jahren durch Phosphor- und Schwermetallbelastung geschwächt sind, und verschärft die Schäden an Boden, Bestäubern und der Landwirtschaft, von der rund 80 % der Bevölkerung im Südlibanon abhängen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnete die Besprühung als „eklatanten Verstoß gegen die libanesische Souveränität und ein Umwelt- und Gesundheitsverbrechen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede dieser drei Taktiken wird von Israel offiziell begründet und klingt für sich genommen plausibel: Nebelwände, Tunnelverweigerung, Rodung von Buschwerk. Schwerer zu erklären ist jedoch, warum das tatsächliche Ausmaß und die Dauer des Schadens in jedem Fall die vorgebrachten Begründungen bei Weitem übersteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Schwere Bombardierungen, Brandangriffe, darunter mit weißem Phosphor, Sprengungen und der Einsatz von Chemikalien haben diese Landschaften zerstört, verseucht und geschädigt, während der massive Einsatz von Sprengstoffen das Gelände selbst verändert hat“, sagte Younes. Zusammengenommen sehen wir darin einen systematischen Prozess der Zerstörung und Auslöschung von Orten, der die ökologischen und physischen Grundlagen, die Rückkehr, Erholung und ein Weiterleben ermöglichen, schrittweise demontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die praktische Folge ist ein Südlibanon, in den schätzungsweise 600.000 Einwohner – laut Israels Verteidigungsminister – nicht zurückkehren dürfen. Ihre Dörfer existieren teilweise nicht mehr, zumindest nicht in der Form, die ihre Bewohner anhand von Satellitenbildern identifizieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist nicht das Vorgehen einiger weniger abtrünniger Einheiten. Es ist das, was das gesamte von den USA unterstützte israelische Militär seit zwei Jahren systematisch tut, und es erfordert eine systemische Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das meiste, was zerstört wird, wird sich zu unseren Lebzeiten nicht erholen, wenn überhaupt. Die Reaktion muss dem Ausmaß der Zerstörung entsprechen: Die militärische Hilfe, die sie aufrechterhält, muss eingestellt werden, bevor es zu spät ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>„Blutrünstiger Psychopath“ Ben-Gvir preist Zuschauerkabinen am Galgen für Palästinenser an</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/blutruenstiger-psychopath-ben-gvir-preist-zuschauerkabinen-am-galgen-fuer-palaestinenser-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 13:40:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments verurteilte das, was sie als „grauenhaftes Spektakel, das die Todesstrafe zur Show macht“, bezeichnete. Brett Wilkins, 23.08.2026 Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, der für seinen genozidalen Aufruf zur täglichen Tötung Dutzender Gaza-Bewohner weiterhin international in der Kritik steht, sah sich am Donnerstag erneut scharfer Kritik ausgesetzt, nachdem [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments verurteilte das, was sie als „grauenhaftes Spektakel, das die Todesstrafe zur Show macht“, bezeichnete.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Brett Wilkins</strong>, 23.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, der für seinen genozidalen Aufruf zur täglichen Tötung Dutzender Gaza-Bewohner weiterhin international in der Kritik steht, sah sich am Donnerstag erneut scharfer Kritik ausgesetzt, nachdem er die Baustelle eines Galgens besucht hatte, an dem Palästinenser, die wegen der Tötung von Israelis verurteilt wurden, gehängt werden sollen. Ausgewählte Israelis hatten sich als Zuschauer versammelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben-Gvir, Vorsitzender der rechtsextremen Partei „Jüdische Macht“, veröffentlichte ein Video in den sozialen Medien, in dem er sich über den Bau des Galgens brüstete, der an einem nicht genannten Ort in Zentralisrael errichtet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe versprochen, die Haftbedingungen für Terroristen zu verschlechtern – und wir haben Wort gehalten“, sagt Ben-Gvir in dem Video. „Ich habe versprochen, das Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen zu verabschieden – und das haben wir getan. Auch der Hinrichtungstrakt und die Hinrichtungsstätte nehmen nun Gestalt an.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Ben-Gvir erwähnte Gesetz wurde im März von der Knesset – dem israelischen Parlament – ??verabschiedet und trat im Folgemonat in Kraft. Es ändert die Regeln für israelische Militärgerichte im illegal besetzten Westjordanland, sodass die Todesstrafe faktisch nur für Palästinenser gilt, die Israelis töten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtsextreme Knesset-Abgeordnete, darunter auch Ben-Gvir, trugen Anstecknadeln in Form einer Schlinge, um ihre Unterstützung für das Gesetz zu demonstrieren. Ben-Gvir verteilte nach der ersten Lesung Süßigkeiten an seine Knesset-Kollegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben-Gvir erklärte, die Hinrichtungsstätte werde Zuschauerkabinen umfassen, in denen die Angehörigen der Opfer den Hinrichtungen beiwohnen könnten. Dies sei in verschiedenen Ländern üblich, insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Terroristen verdienen nur eines – den Tod durch den Strang“, sagte Ben-Gvir, der 2007 von einem israelischen Gericht wegen Anstiftung zum Rassismus und Unterstützung einer terroristischen Organisation verurteilt wurde, deren Anführer er offen ehrte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdullah al-Zaghari, Vorsitzender der Palästinensischen Gefangenenvereinigung, forderte als Reaktion auf Ben-Gvirs Äußerungen „wirksame internationale Maßnahmen“. Al-Zaghari erklärte gegenüber Anadolu, der Besuch des Ministers am Galgen sei Teil der „anhaltenden Entschlossenheit des israelischen Besatzungssystems“, Hetze gegen Palästinenser zu legalisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der linke israelische Knesset-Abgeordnete Ofer Cassif verurteilte Ben-Gvirs Verhalten aufs Schärfste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser kriminelle Schläger – ein Sympathisant von Palästinensermördern, ein Unterstützer des Terrors und ein pathologischer Rassist – ist zudem hoffnungslos kindisch“, sagte Cassif am Mittwoch gegenüber The New Arab. „Bald werden wir ihn aus der Regierung entfernen und ihn anschließend hinter Gitter bringen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Pina Picierno, warf Ben-Gvir vor, ein „grauenhaftes Spektakel“ zu inszenieren, das die Todesstrafe zu einer Show verkommen lasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die liberale, pro-israelische US-amerikanische Gruppe J Street fragte auf X: „Sollen wir etwa glauben, wie es manche im jüdischen Establishment gerne hätten, dass Ben-Gvirs Worte nichts über das Land aussagen, das er mitregiert?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Er ist Israels Minister für nationale Sicherheit und feiert nun eine Einrichtung, die zur Hinrichtung von Palästinensern gebaut wurde, während jüdische Extremisten vom Gesetz ausgenommen sind“, fügte die Gruppe hinzu. „Wie man so schön sagt: Wenn dir jemand sagt, wer er ist, glaub ihm. Wenn eine Regierung jemandem so viel Macht gibt, müssen wir uns ehrlich mit der Agenda auseinandersetzen, die sie verfolgt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben-Gvir, gegen den Sanktionen verhängt wurden und der unter anderem in Australien, Kanada, Neuseeland, Norwegen und Großbritannien Einreiseverbot hat, weil er zu Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland aufgerufen hat, wurde am Mittwoch erneut scharf kritisiert. Er befürwortete die täglichen Massentötungen von Palästinensern, darunter auch Zivilisten, im Gazastreifen. Dies geschieht inmitten eines fast dreijährigen Krieges, den Experten der Vereinten Nationen, Menschenrechtsgruppen, eine von Südafrika angeführte Klage vor dem Internationalen Gerichtshof und viele andere als Völkermord bezeichnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stéphane Dujarric, Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, erklärte am Mittwoch auf dem Welttag der humanitären Hilfe, Ben-Gvirs Äußerungen seien „entsetzlich, empörend, unmenschlich und gefährlich, und wir verurteilen sie aufs Schärfste.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sprecher von Bundeskanzler Friedrich Merz sagte am Mittwoch in Berlin: „Merz verurteilt die unmenschlichen Äußerungen von Minister Ben-Gvir, die gegen internationales Recht verstoßen, aufs Schärfste – sie sind inakzeptabel.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als Besatzungsmacht muss Israel die Palästinenser mit Würde behandeln, ihr Eigentum schützen und für eine funktionierende öffentliche Verwaltung und humanitäre Hilfe sorgen“, fügte der Sprecher hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot nannte Ben-Gvirs Äußerungen „unerträglich und unmenschlich“ und fügte hinzu, dass „weitere Sanktionen verhängt werden könnten und alle Optionen geprüft werden“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den USA sagte der Schauspieler und Aktivist Mark Ruffalo am Donnerstag im Radiosender BlueSky: „Ben-Gvir ist ein blutrünstiger Psychopath, ein Kriegsverbrecher und einer von Israels beliebtesten Völkermordführern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Amerika und die Welt sollten Israel mit Sanktionen, Desinvestitionen und Boykotten auf jede erdenkliche Weise belegen, bis dieses Apartheidregime fällt“, fügte er hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>„Rotes Warnsignal“ für Abgeordnete: Umfrage zeigt Ablehnung der US-israelischen Militärintegration</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/rotes-warnsignal-fuer-abgeordnete-umfrage-zeigt-ablehnung-der-us-israelischen-militaerintegration/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 08:40:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nahostpolitik.com/?p=11327</guid>

					<description><![CDATA[Brett Wilkins, 22.08.2026 Eine neue, am Dienstag veröffentlichte Umfrage unter US-Wählern warnt Kongressabgeordnete, die einen Plan zur Vertiefung der militärischen Beziehungen zwischen den USA und Israel unterstützen. Die Umfrage ergab, dass eine deutliche Mehrheit der Wähler den Vorschlag ablehnt – der von einigen Kritikern als „Verrat“ bezeichnet wird. Die von Data for Progress durchgeführte Umfrage [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Brett Wilkins</strong>, 22.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine neue, am Dienstag veröffentlichte Umfrage unter US-Wählern warnt Kongressabgeordnete, die einen Plan zur Vertiefung der militärischen Beziehungen zwischen den USA und Israel unterstützen. Die Umfrage ergab, dass eine deutliche Mehrheit der Wähler den Vorschlag ablehnt – der von einigen Kritikern als „Verrat“ bezeichnet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von Data for Progress durchgeführte Umfrage unter 1.217 potenziellen US-Wählern – vom 3. bis 7. August im Auftrag von Demand Progress und dem Policy Project des Institute for Middle East Understanding (IMEU) – zeigte, dass 61 % der Befragten die im National Defense Authorization Act (NDAA) für 2027 vorgesehene Gesetzesvorlage ablehnen, die eine stärkere Integration israelischer Rüstungsunternehmen in das Pentagon vorsieht als in jedem anderen Land. Bei Demokraten lag dieser Wert bei 78 % und bei Unabhängigen bei 73 %.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Umfrage ist ein deutliches Warnsignal für jedes Kongressmitglied, das den Verteidigungshaushalt unterstützt“, erklärte Cavan Kharrazian, leitender politischer Berater von Demand Progress, in einer Stellungnahme. „Eine klare Mehrheit der Wähler lehnt die weitere Integration des israelischen Militärs und israelischer Rüstungsunternehmen in das Pentagon ab, die der Verteidigungshaushalt vorsieht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von den Republikanern dominierte Repräsentantenhaus stimmte im vergangenen Monat mit 216 zu 212 Stimmen, weitgehend entlang der Parteilinien, für den Rekord-Verteidigungshaushalt von 1,15 Billionen US-Dollar. Der Gesetzentwurf enthält Abschnitt 219, eine Bestimmung zur Schaffung einer US-israelischen Initiative zur Zusammenarbeit in Verteidigungstechnologie. Diese soll die gemeinsame Forschung, Entwicklung, Erprobung und Integration von Technologien wie künstlicher Intelligenz, Raketenabwehrsystemen und Drohnenabwehrsystemen beschleunigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten Thomas Massie (Republikaner aus Kentucky) und Ro Khanna (Demokrat aus Kalifornien) brachten einen Änderungsantrag ein, um Abschnitt 219 aus dem Verteidigungshaushalt zu streichen. Der Antrag wurde abgelehnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kongressabgeordnete Ilhan Omar (Demokratin aus Minnesota), die gegen den National Defense Authorization Act (NDAA) stimmte, bezeichnete Abschnitt 219 als „eine ungeheuerliche Bedrohung für die Sicherheit und Autonomie unseres Landes“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Senatsversion des Gesetzes zur Genehmigung der Militärausgaben enthält eine ähnliche Bestimmung – Abschnitt 1217, den United States-Israel FUTURES Act – und die beiden Kammern müssen ihre NDAA-Gesetzgebung abstimmen, bevor die endgültige Fassung festgelegt wird. Eine Abstimmung wird frühestens im November erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist an der Zeit, dass der Kongress endlich auf das amerikanische Volk hört und nicht auf dieselben Stimmen, die Israel immer einen Blankoscheck ausstellen wollen“, sagte Kharrazian. Dieser „Blankoscheck“ beläuft sich seit der Gründung des modernen Staates Israel im Jahr 1948 auf insgesamt über 174 Milliarden US-Dollar an nicht inflationsbereinigter Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einer neuen Umfrage sind 57 % der Befragten der Meinung, dass das israelische Militär und israelische Rüstungsunternehmen keinen erweiterten Zugang zu US-Militärsystemen erhalten sollten. 51 Prozent gaben an, Israel profitiere stärker von den Beziehungen zwischen den USA und Israel, verglichen mit nur 12 Prozent, die der Meinung waren, die USA profitierten mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl republikanische Wähler die Pentagon-Klausel mit einem Vorsprung von 16 Prozentpunkten befürworten, zeigen sie sich, ohne weitere Erläuterungen, deutlich weniger begeistert von der Idee, ausländischen Militärs Sonderzugang zu gewähren. Sie lehnen diese mit 62 zu 27 Prozent ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">40 Prozent der befragten Wähler gaben an, die Beziehungen zwischen den USA und Israel seien „zu eng“, verglichen mit 42 Prozent, die sie für „angemessen“ hielten. Unter den Demokraten halten 56 Prozent die Beziehungen für zu eng, gegenüber nur 23 Prozent, die sie für angemessen halten. 22 Prozent der Republikaner und 43 Prozent der Unabhängigen gaben an, die Beziehungen zwischen den USA und Israel seien zu eng.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob sie Präsident Donald Trump für zu unterstützend gegenüber der israelischen Rechtsregierung halten, antworteten 49 % mit Ja, verglichen mit nur 33 %, die der Meinung waren, der Präsident unterstütze Israel angemessen, und lediglich 8 %, er unterstütze den wichtigen Verbündeten nicht ausreichend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ansichten der Befragten zu Israel selbst haben sich deutlich verschlechtert: 44 % gaben an, das Land heute weniger positiv zu sehen als vor drei Jahren – verglichen mit nur 17 %, die angaben, ihre Ansichten hätten sich angesichts des Vernichtungskrieges im Gazastreifen, den UN-Experten, Menschenrechtsgruppen und ein von Südafrika angeführtes Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof als Völkermord bezeichnen, sowie der umfassenderen israelischen Besatzung, Kolonisierung, ethnischen Säuberung und Apartheid in Palästina verbessert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrachtet man nur die letzten sechs Monate, gaben 41 % der Befragten an, ihre Sicht auf Israel sei negativer geworden, während 16 % angaben, sie sei positiver geworden. Unter den Demokraten liegt das Verhältnis bei 56 % zu 13 %. Bei den Unabhängigen liegt das Verhältnis bei 42 % zu 11 %.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Israel ist eine Nation, die Völkermord begeht und das amerikanische Volk in einen verheerenden Krieg hineingezogen hat, der uns noch immer finanziell belastet“, sagte Margaret DeReus, Geschäftsführerin des IMEU Policy Project, mit Blick auf den Iran-Krieg. „Die Senatoren schwören, vor allem das Beste für das amerikanische Volk zu tun; um diesem Eid gerecht zu werden, müssen sie diesen absurden Vorschlag verwerfen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist der Gipfel der Absurdität“, fügte DeReus hinzu, „dass der Kongress überhaupt einen Vorschlag erwägt, sich noch stärker mit dem israelischen Militär zu verstricken und unsere Steuergelder zur Subventionierung ihrer Waffenproduktion zu verwenden.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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