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		<title>Wie Deutschland und die EU jüdische Faschisten unterstützen</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/wie-deutschland-und-die-eu-juedische-faschisten-unterstuetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 12:45:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 12.05.2026 Die 27 Außenminister der europäischen Union &#8211; EU &#8211; haben am 11.05. neue Sanktionen gegen jüdische Extremisten in den Westbank beschlossen. Jedoch hat dieser Beschluss einen mehr als faden Beigeschmack, ist er im Enddefekt ohne Wirkung, da die faschistischen Siedler von der Regierung des jüdischen Staates gedeckt und beschützt, sowie zu [&#8230;]]]></description>
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<p>Von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 12.05.2026</p>



<p>Die 27 Außenminister der europäischen Union &#8211; EU &#8211; haben am 11.05. neue Sanktionen gegen jüdische Extremisten in den Westbank beschlossen.</p>



<p>Jedoch hat dieser Beschluss einen mehr als faden Beigeschmack, ist er im Enddefekt ohne Wirkung, da die faschistischen Siedler von der Regierung des jüdischen Staates gedeckt und beschützt, sowie zu Terroranschlägen gegen Palästinenser angestachelt werden. &nbsp;</p>



<p>So forderten Schweden und Frankreich die Einführung von Zöllen auf Waren und Importe für Produkte aus den jüdischen Siedlungen sowie die Aussetzung der Forschungszusammenarbeit zwischen der EU und dem jüdischen Staat.</p>



<p>Besonders der Umgang des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu mit den faschistischen Siedlern und der Siedlerfrage als solche sorgt für erheblichen Unmut, so ein EU- Diplomat.</p>



<p>Der luxemburgische Außenminister Xavier Bettel erklärte am Montag, das ihm beim Thema Israel „Die Worte fehlen“, da die EU bislang nicht in der Lage ist, etwas in die Wege zu leiten um den Druck auf Israel zu erhöhen. Weiter erklärte Bettel, dass man „nicht weiter einfach die Augen verschließen kann“, zudem fehlt ihm &#8211; Bettel &#8211; das Verständnis für jene Partner (gemeint ist Deutschland), die „aufgrund der Vergangenheit und der Geschichte Israels auf ewig zu einer besonderen Verpflichtung gehalten sind“.</p>



<p>In diesem Kontext machte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gunther Kirchbaum (CDU) deutlich, das Deutschland „weiterhin im direkten Dialog mit Israel bleibt“ um auf die Regierung einzuwirken, was in einigen Hauptstädten Europas vor allem den Frust über Deutschland steigen lässt.</p>



<p>Besonders besorgniserregend ist, das erst vor einigen Tagen diverse Aussagen des israelischen Armeekommandeurs in den Westbank, Avi Bluth, diese wurden durch die israelische Tageszeitung „Haaretz“ bekannt gemacht, nach denen „Israels Truppen töten würden wie seit 1967 nicht mehr“. Auch gab Bluth zu, dass jüdische Terroristen &nbsp;in den Westbank (dieses stehen unter dem Schutz der Netanjahu Regierung) anders behandelt werden als Palästinenser.</p>



<p>Unter anderem Spanien, Irland und Slowenien verlangen nun wegen der eskalierenden Gewalt in den Wesbank, dem Gaza sowie im Libanon die Aussetzung des sog. „EU- Israel- Assoziierungsabkommens“ und Deutschland entwickelt sich immer mehr zu dem Hindernis einer Lösung in der Siedler- und Siedlungsfrage.     </p>
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		<item>
		<title>Palästina/Israel: Der EU-Rat und die Doppalmoral</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/palaestina-israel-der-eu-rat-und-die-doppalmoral/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 07:11:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 10.05.2026 Am 11. Mai tagt&#160; der EU-Rat für „Auswärtige Angelegenheiten“ und soll u.a. über Sanktionen gegen das zionistische Netanjahu- Regime entscheiden. Hintergrund ist in erster Linie der völkerrechtswidrige Siedlungsbau in den besetzten Westbank, wo ganz aktuell der Bau des Bauplans „E1“ realisiert werden soll indem Ost- Jerusalem über die Anhöhe „Skopus- Berg“ [&#8230;]]]></description>
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<p>Von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 10.05.2026</p>



<p>Am 11. Mai tagt&nbsp; der EU-Rat für „Auswärtige Angelegenheiten“ und soll u.a. über Sanktionen gegen das zionistische Netanjahu- Regime entscheiden.</p>



<p>Hintergrund ist in erster Linie der völkerrechtswidrige Siedlungsbau in den besetzten Westbank, wo ganz aktuell der Bau des Bauplans „E1“ realisiert werden soll indem Ost- Jerusalem über die Anhöhe „Skopus- Berg“ mit dem völkerrechtswidrigen Siedlungsblock Maale Adumim verbunden und so das endgültige Aus für die sog. „Zwei- Staaten Lösung“ beschlossen wird.</p>



<p>Die Westbank wird durch diesen Schritt in für die Palästinenser nicht mehr zugängliche zwei voneinander getrennte Gebiete aufgeteilt. &nbsp;</p>



<p>Bislang zeichnete sich insbesondere Deutschland dadurch aus, das das EU- Israel Assoziierungsabkommen nicht ausgesetzt wird, was einer Unterstützung der völkerrechtswidrigen Politik Israels durch Deutschland gleichkommt.</p>



<p>Jedoch hat auch Außenminister Wadephul eine moralische Verpflichtung, die er bislang in keinster Weise nachgekommen ist, d.h. entweder die Menschenrechte und das Völkerrecht zu beachten oder, und das ist bislang der Fall, weiterhin das Missachten von Menschen- und Völkerrecht sowie das Aushöhlen internationalen Rechts durch den jüdischen Staat zu negieren, bzw. zu unterstützen. &nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Ich reiste ins Westjordanland, um die dortige Zerstörung mit eigenen Augen zu sehen</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/ich-reiste-ins-westjordanland-um-die-dortige-zerstoerung-mit-eigenen-augen-zu-sehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 10:28:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Israelis wissen, wie man auf die Straße geht, um zu protestieren; es ist an der Zeit, dass wir uns der jüdischen Gewalt gegen die Palästinenser entgegenstellen. Ilana Blumberg, 07.05.2026 Vor Kurzem verbrachte ich einen Tag im Jordantal, nachdem ich monatelang die Nachrichten über die zunehmende tödliche Gewalt im Westjordanland verfolgt hatte. Diese Angriffe sind, [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Die Israelis wissen, wie man auf die Straße geht, um zu protestieren; es ist an der Zeit, dass wir uns der jüdischen Gewalt gegen die Palästinenser entgegenstellen.</strong></p>



<p><strong>Ilana Blumberg</strong>, 07.05.2026</p>



<p>Vor Kurzem verbrachte ich einen Tag im Jordantal, nachdem ich monatelang die Nachrichten über die zunehmende tödliche Gewalt im Westjordanland verfolgt hatte. Diese Angriffe sind, auf schreckliche Weise, mörderisch geworden und nicht nur verletzend. Soweit ich weiß, wird die Gewalt größtenteils ungestraft von jüdischen Jugendlichen aus den Hügeln und von den Bauernhöfen verübt, die stolz verkünden, ihr Ziel sei es, den Palästinensern in der Region das Leben so zur Hölle zu machen, dass sie ihr Land freiwillig verlassen, damit es „jüdisch“ wird.</p>



<p>Der Wunsch, das Westjordanland und das Jordantal von Arabern zu befreien (was mich an das Ziel der Nazis erinnert, das ich als Kind lernte: <strong><em>„Judenrein“</em></strong>, frei von Juden), verfolgt mit Gewalt und Angst, ist für mich unvereinbar mit allem, was ich als jüdisch kenne.</p>



<p>Bei meinem Besuch in der Gegend war ich erschüttert über die vielen Dinge, die ich nicht wusste,</p>



<p><strong>Das Ausmaß der Armut</strong></p>



<p>Die Palästinenser auf diesen angegriffenen Farmen leben in bitterer Armut. Sie wohnen in provisorischen Zelten. Sie betreiben Landwirtschaft oder hüten Schafe. Es ist ein Leben am Existenzminimum. Sie möchten, dass ihre Kinder zur Schule gehen, aber die Lebensbedingungen in einem von der israelischen Armee kontrollierten Gebiet machen dies oft unmöglich. Eine Mutter erzählte mir, dass fünf Kinder sich ein einziges Handy für den Zoom-Unterricht teilen müssen – wenn überhaupt Empfang besteht. Was sich einige der Hirten in dieser Gegend wünschen und was ihnen die Siedler verweigern wollen, ist die Freiheit, ihre Schafe über die heutige Autobahn zu treiben, um auf den saftigen Weideflächen zu grasen, die von einem jüdischen Clan beansprucht werden.</p>



<p><strong>Palästinenser werden &#8230;</strong></p>



<p>&#8230; durch Feuer, Schüsse, sadistische Tierschlachtungen und die Androhung von Schlimmerem von dem ihnen zustehenden Land vertrieben. Ich sah verlassene Gebiete, die menschenleer dalagen, als hätte dort nie jemand gelebt. In Hamam Al Maliah, das ich besuchte, hatten jüdische Israelis am Morgen nach meinem Besuch an einem verlassenen Ort einen Gottesdienst abgehalten. In den sozialen Medien wurde ein Video veröffentlicht, das die Rückgabe des Landes von ismaelitischen Händen an jüdische Hände feierte.</p>



<p>Die Menschen sangen Hallel und begingen damit sowohl das Ende von Pessach als auch ihren Nacht „Sieg“. Tage später wurde das kleine Schulhaus des Ortes über abgerissen. Alles darin, einschließlich des Kinderbilderbuchs Hebräischen, „Dirah Lehaskir“ („Wohnung zu vermieten“), einer arabischen Übersetzung aus dem wurde zerstört. Das Armeelager auf der&nbsp;gegenüberliegenden Straßenseite meldete, nichts gesehen zu haben.</p>



<p><strong>Es gibt Helden unter uns.</strong></p>



<p>Eine kleine Minderheit jüdischer Israelis ist zutiefst beunruhigt über die jüdische Gewalt gegen palästinensische Hirten und gegen jüdische Israelis, die sich mit den Hirten solidarisieren. Eine noch kleinere Minderheit jüdischer Israelis ist noch beunruhigter, so sehr, dass sie bereit ist, stundenlang durch die grünen Hügel zu wandern, Schafe zu hüten und zuzusehen, wie die Armee sie beim Hüten der Schafe beobachtet. Einige dieser Menschen leben im Jordantal und glauben, dass dieses Land uns alle aufnehmen kann. Sie haben ihr Leben dort verbracht, den Staat und die Bevölkerung geliebt und ihnen gedient, und es sich zur Aufgabe gemacht, die Palästinenser, die sie als ihre Nachbarn betrachten, mit Leib und Seele zu schützen. Andere aus ganz Israel haben sich ihnen angeschlossen. Freiwillige erscheinen im Wechsel, Tag für Tag und Nacht für Nacht, zu einer undankbaren Arbeit, ohne die Unterstützung des jüdischen Staates. Nur allzu oft werden auch sie von ihren israelischen Mitbürgern geschlagen und ins Krankenhaus gebracht – von jenen Siedlern, die sie nicht mehr als „Brüder“ oder „Schwestern“, sondern als „Feinde“ sehen.</p>



<p>* * *</p>



<p>Ich sollte erwähnen, dass ich Angst hatte, ins Jordantal zu fahren, um an dieser Tour mit den Jordan Valley Activists teilzunehmen (auch bekannt als zwei grauhaarige, wettergegerbte israelische Kibbuznikim und eine kleine israelische Frau mit faltiger Haut, einer scharfen Zunge und Kartoffelchips für alle). Ich hatte Angst, Auto zu fahren, während Raketen aus dem Iran und dem Norden einschlugen, und ich hatte Angst, zwei Stunden von zu Hause entfernt zu sein, wo meine Kinder waren. Ich hatte Angst, von jugendlichen Siedlern angegriffen oder verhaftet zu werden, weil ich etwas ansah, was ich nicht sehen sollte (ein Armeefahrzeug hielt an, um uns beim Schafehüten zu beobachten), oder in eine brenzlige Situation zu geraten. Ich hatte Angst, dass ich die Gefahr in der Region nicht ausreichend eingeschätzt hatte. Ich weiß genug über Israel, um zu wissen, dass die Entfernungen gering sind und dass die Orte, die in Flammen und unter Beschuss standen, nur wenige Minuten von meinem Ziel entfernt waren.</p>



<p>Gleichzeitig weiß ich, dass Jerusalem, das Jordantal, das Westjordanland, der Gazastreifen, Kiryat Shmonah und Ramat Gan eng miteinander verbunden sind, da die Entfernungen gering sind. Unsere Lebensbedingungen sind nicht dieselben – ganz im Gegenteil –, aber es bedeutet, dass wir uns bewusst sein müssen, dass nichts an einer auferlegten oder imaginären Grenze Halt macht. Wir alle leben in dieser Welt des Terrors und der Gewalt, ob wir es nun so empfinden oder nicht.</p>



<p>Als Bürger dieses Staates sind all diese Orte in gewisser Weise mein Zuhause. Nicht im Sinne von Besitz, sondern im Sinne von Verantwortung.</p>



<p>Deshalb verfehlt Itamar Ben Gvirs Ansatz, jedem klarzumachen, wem das Land gehört – wer die Macht hat –, sein Ziel. Souveränität bedeutet nicht, dass die Machthabenden jeden nach Belieben zwingen, unterdrücken, verletzen oder töten können. <strong><em>Diejenigen, die souverän sind, tragen auch die Verantwortung.</em></strong></p>



<p>Wenn wir so auf die Straße gehen wollten, wie wir es getan haben, um von unserer Regierung die Freilassung der Geiseln zu fordern, könnten wir das tun. In großer Zahl. Mit israelischen Flaggen. Mit Schildern. Immer wieder. Einige Israelis tun dies, doch ihre Zahl beschränkt sich in der Regel auf Hunderte, vereinzelt auch auf Tausende. Selbstverständlich kann jeder, der möchte, an diese Orte kommen, sich selbst ein Bild machen und die jüdischen Israelis und Palästinenser vor Ort unterstützen (siehe die Organisationen Bnei Avraham und <a href="https://www.facebook.com/JordanValleyActivists/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jordan Valley Activists</a>, die gerne Führungen anbieten und Freiwillige suchen).</p>



<p>Auf die Straße zu gehen bedeutet nicht, dass die Regierung reagieren würde. Das wäre höchstwahrscheinlich ausgeschlossen. Im Fall der Geiseln reagierte sie nicht auf eine lautstarke, beharrliche Mehrheit des israelischen Volkes, sondern lediglich auf Trumps Diktat.</p>



<p>Doch wenn wir, wie wir es tun sollten und wie wir es können, auf die Straße gingen, würde die Botschaft der Israelis weltweit und in ganz Israel gehört werden: <strong><em>Wir tolerieren keine rassistische Gewalt als Ausdruck jüdischer Souveränität</em></strong>. Es wäre ein Anfang.</p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die westliche Illusion über Israel – und über sich selbst – platzt endlich</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/die-westliche-illusion-ueber-israel-und-ueber-sich-selbst-platzt-endlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 15:38:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Völkermord in Gaza und die ethnischen Säuberungen im Libanon haben die moralische Legitimität des Westens aufgebraucht. Nun untergräbt der Iran langsam die militärische Vormachtstellung des Westens. Jonathan Cook, 05.05.2026 Jahrzehntelang existierten zwei unvereinbare Narrative über Israel und seine Motive parallel nebeneinander. Auf der einen Seite zeichnet das offizielle westliche Narrativ das Bild eines tapferen, [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Der Völkermord in Gaza und die ethnischen Säuberungen im Libanon haben die moralische Legitimität des Westens aufgebraucht. Nun untergräbt der Iran langsam die militärische Vormachtstellung des Westens.</strong></p>



<p><strong>Jonathan Cook</strong>, 05.05.2026</p>



<p>Jahrzehntelang existierten zwei unvereinbare Narrative über Israel und seine Motive parallel nebeneinander.</p>



<p>Auf der einen Seite zeichnet das offizielle westliche Narrativ das Bild eines tapferen, belagerten „jüdischen“ Staates Israel, der verzweifelt versucht, Frieden mit seinen feindseligen arabischen Nachbarn zu schließen. Bis heute dominiert diese Erzählung die politische, mediale und akademische Landschaft.</p>



<p>Immer wieder, so wird uns erzählt, habe Israel „den Arabern“ die Hand gereicht, um Akzeptanz zu finden, sei aber stets zurückgewiesen worden.</p>



<p>Ein weitgehend unausgesprochener Subtext legt nahe, dass angeblich irrationale, blutrünstige, judenfeindliche Regime in der Region die Vernichtungsagenda der Nazis vollendet hätten, wenn der Westen nicht eine schutzbedürftige Minderheit human geschützt hätte.</p>



<p>Eine palästinensische Gegenerzählung, die in weiten Teilen der Welt anerkannt ist, wird im Westen als antisemitische „Blutbeschuldigung“ unterdrückt.</p>



<p>Sie stellt Israel als ethnisch-rassistischen, hochmilitarisierten Staat dar – bewaffnet von den Vereinigten Staaten von Amerika und Europa –, der auf Expansion, Massenvertreibungen und Landraub aus ist.</p>



<p>Demnach hat der Westen Israel als kolonialen Militärstützpunkt errichtet, um die einheimische palästinensische Bevölkerung zu unterwerfen und Nachbarstaaten durch unerbittliche und überwältigende Machtdemonstrationen zur Unterwerfung zu zwingen.</p>



<p>Die Palästinenser können keinen Frieden schließen oder irgendeine Art von Einigung erzielen, weil Israel nur Eroberung, Herrschaft und Auslöschung anstrebt. Ein Mittelweg ist unmöglich.</p>



<p>Der Beweis, so die Palästinenser, ist Israels langjährige Weigerung, seine Grenzen festzulegen. Mit dem über Jahrzehnte gewachsenen Militärapparat Israels traten immer extremere politische Agenden in Erscheinung. Diese fordern nicht nur die Übernahme der letzten palästinensischen Gebiete durch Israel, die es illegal besetzt hält, sondern auch die Expansion in Nachbarstaaten wie Libanon und Syrien.</p>



<p><strong>Machttrunken</strong></p>



<p>Hier stehen sich zwei gegensätzliche Narrative gegenüber, in denen sich jede Seite als Opfer der anderen darstellt.</p>



<p>Zweieinhalb Jahre nach Beginn einer Reihe israelischer Kriege gegen die Bevölkerung von Gaza, Iran und Libanon: Wie halten diese beiden Perspektiven stand?</p>



<p>Erscheint Israel wie der frustrierte Friedensstifter, der barbarischen Gegnern gegenübersteht, oder wie ein Schurkenstaat, dessen jahrzehntelange Aggression genau jene Vergeltungsgewalt provoziert hat, die als Rechtfertigung für seine ständigen Kriege dient?</p>



<p>Ist Israel ein kleiner, widerwilliger Festungsstaat, der sich verteidigt, oder ein westlicher Militärklient, der so machttrunken ist, dass er seine territorialen Ambitionen genauso wenig zügeln kann wie ein Weißer Hai das Schwimmen?</p>



<p>Die Wahrheit ist, dass die vergangenen 30 Monate nicht nur Israels wahres Wesen schon immer offenbart haben, sondern im weiteren Sinne auch, was unsere westlichen Staaten mit ihrem bevorzugten Klienten im Nahen Osten erreichen wollten.</p>



<p>In einem Moment der Unbesonnenheit ließ Christian Turner, Peter Mandelsons Nachfolger als britischer Botschafter in den USA, im vergangenen Monat die Realität durchblicken. Washington, das imperialistische Zentrum des Westens, so sagte er, hege keine tiefe Loyalität gegenüber seinen Verbündeten – außer einem.</p>



<p>Ohne zu ahnen, dass seine Worte aufgezeichnet wurden, sagte er zu einer Gruppe von Studenten: „Ich denke, es gibt wohl ein Land, das eine besondere Beziehung zu den Vereinigten Staaten hat, und das ist wohl Israel.“</p>



<p>Diese besondere Beziehung erfordert, dass die politische und mediale Elite in Washingtons anderen Klientelstaaten, wie etwa Großbritannien, das westliche Sparta im Nahen Osten vor kritischer Betrachtung schützt.</p>



<p>Die Gräueltaten Israels sind mittlerweile so eklatant, dass die britische Regierung letzten Monat die Schließung ihrer Abteilung im Außenministerium zur Erfassung von Kriegsverbrechen ankündigte – angeblich aus Kostengründen –, um einer weiteren Aufdeckung ihrer Verwicklung in diese Verbrechen zu entgehen.</p>



<p>Wenn die britische Regierung sich weigert, Israels Kriegsverbrechen zu dokumentieren, ist von den etablierten Medien nicht mehr zu erwarten.</p>



<p>Seit Monaten zerstört Israel im Südlibanon Dorf um Dorf und vertreibt Millionen von Einwohnern von dem Land, das seit Jahrtausenden von ihren Vorfahren bewohnt wurde. Und unsere Politiker und Medien nehmen das kaum wahr.</p>



<p>Israel zerstört die Wasserversorgung des Gazastreifens, wie zuvor schon die Krankenhäuser und das Gesundheitssystem des kleinen Gebiets, und begünstigt so die weitere Ausbreitung von Krankheiten. Und unsere Politiker und Medien schweigen fast darüber.</p>



<p>Woche für Woche, Monat für Monat tötet Israel Journalisten und Rettungskräfte im Gazastreifen und im Libanon, und die politische und mediale Elite reagiert kaum.</p>



<p>Israel zieht in Gaza und im Libanon „gelbe Linien“ und markiert damit erweiterte Grenzen, die den Landraub an anderen Völkern formalisieren. Dies wird umgehend zur neuen Normalität.</p>



<p>Israel bricht fortwährend die Waffenstillstände in Gaza und im Libanon, verbreitet Elend und schürt noch mehr Wut und Verbitterung. Und wieder einmal verschließen unsere Politiker und Medien die Augen davor.</p>



<p>Welche westlichen Medien weisen auf eine erschreckende Tatsache hin: Israel besetzt mittlerweile einen größeren Teil des Libanon als Russland von der Ukraine.</p>



<p><strong>Einseitige Medien</strong></p>



<p>Eine Analyse der Medienbeobachtungsgruppe Newscord bestätigte im vergangenen Monat frühere Forschungsergebnisse: Britische Medien vermeiden es beharrlich, ethnische Säuberungen und Völkermord zu benennen, wenn Israel – und nicht Russland – dafür verantwortlich ist.</p>



<p>Die Studie verglich die Berichterstattung der renommiertesten britischen Nachrichtenagenturen – BBC, Guardian und Sky – mit der von Al Jazeera und stellte fest, dass britische Medien Israels Verantwortung für seine Verbrechen systematisch verschleiern.</p>



<p>Nur in etwa der Hälfte der britischen Nachrichtenberichte wurde Israel als Täter von Angriffen im Gazastreifen genannt, im Gegensatz zu fast 90 Prozent der Berichte von Al Jazeera. Newscord merkte an: „In der Hälfte der Fälle erfahren BBC-Leser nicht, wer die Person im jeweiligen Bericht getötet hat.“</p>



<p>Dies wurde in einer berüchtigten BBC-Schlagzeile deutlich: „Hind Rajab, 6, Tage nach Hilferufen tot im Gazastreifen aufgefunden“.</p>



<p>Tatsächlich beschoss ein israelischer Panzer ein stehendes Auto, obwohl das israelische Militär seit Stunden wusste, dass sich darin ein palästinensisches Mädchen befand – die einzige Überlebende eines früheren Angriffs –, zu dem Rettungskräfte verzweifelt versuchten, zu gelangen. Israel tötete auch das Rettungsteam.</p>



<p>Eine weitere aufschlussreiche Erkenntnis von Newscord: Vier von fünf BBC-Berichten über Opfer israelischer Angriffe verwendeten den verschachtelten Passiv – statt des Aktivs –, offensichtlich mit der Absicht, Israels Schuld und Brutalität herunterzuspielen.</p>



<p>Die britischen Medien spielten die enorme Zahl der palästinensischen Todesopfer im Gazastreifen aktiv herunter, indem sie die Zahlen regelmäßig einem „Hamas-nahen“ Gesundheitsministerium zuschrieben – obwohl die Zahlen, die derzeit weit über 70.000 Palästinenser liegen, mit ziemlicher Sicherheit massiv zu niedrig sind, angesichts der frühen Zerstörung der israelischen Regierung im Gazastreifen und der damit verbundenen Unfähigkeit Israels, die Toten zu zählen.</p>



<p>Die Tatsache, dass die Vereinten Nationen die Zahlen aus Gaza als glaubwürdig eingestuft haben, wurde nur in 0,6 Prozent der Berichte erwähnt.</p>



<p><strong>Völkermordabsicht</strong></p>



<p>Auch die BBC und der Guardian entschieden sich dafür, israelische Gefangene der Hamas doppelt so oft als Menschen darzustellen wie palästinensische Gefangene des israelischen Staates.</p>



<p>Die Unangemessenheit dieser Doppelmoral wird durch die anhaltenden Andeutungen von Politikern und Medien unterstrichen, die Hamas habe am 7. Oktober 2023 „Babys enthauptet“ und systematische Vergewaltigungen begangen – mehr als zwei Jahre, nachdem diese Behauptungen völlig widerlegt wurden.</p>



<p>Im Gegensatz dazu wurde der Bericht von EuroMed Monitor vom letzten Monat über die abscheuliche Praxis des israelischen Militärs, palästinensische Gefangene mit eigens dafür abgerichteten Hunden zu vergewaltigen, von den Medien weitgehend ignoriert.</p>



<p>Es gibt zahlreiche Berichte von Palästinensern in israelischer Gefangenschaft über systematische Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch, bestätigt von Menschenrechtsgruppen und durch die Aussagen israelischer Soldaten und Sanitäter. In den westlichen Medien findet dies kaum Beachtung.</p>



<p>Newscord weist auf ein weiteres, verschleiertes Problem hin, das die westliche Berichterstattung verzerrt: das Verschweigen unbequemer, aber unbequemer Fakten, die Israel in einem verwerflichen – und damit zutreffenden – Licht darstellen würden.</p>



<p>So hat die BBC, wie Newscord anmerkt, bis auf eine Ausnahme alle Hunderte von eindeutig genozidalen Äußerungen israelischer Beamter, angefangen bei Premierminister Benjamin Netanjahu, unerwähnt gelassen.</p>



<p>Das ist leicht nachzuvollziehen. Rechtsbehörden tun sich in der Regel schwer, einen Völkermord zweifelsfrei festzustellen, da dies entscheidend von der Ermittlung der Absicht abhängt, die von den Tätern typischerweise verschleiert wird.</p>



<p>Im Fall Israels sehen die Aktionen im Gazastreifen nicht nur wie Völkermord aus, sondern die israelische Führung hat unmissverständlich klargemacht, dass diese Aktionen genozidal sein sollen. Ein solches Verhalten findet sich nur bei Menschen, die sich in ihrer eigenen Straflosigkeit wiegen.</p>



<p>Wieder einmal haben die britischen Medien es sich zur Aufgabe gemacht, Israel vor jeglicher rechtlicher Verfolgung zu schützen – natürlich alles im Interesse objektiver Berichterstattung.</p>



<p><strong>Eine alte Leier</strong></p>



<p>Das ist nichts Neues. Es ist dieselbe Geschichte, seit Israel 1948 gewaltsam auf dem Land der Palästinenser gegründet wurde und 80 Prozent der einheimischen Bevölkerung aus dem neuen, selbsternannten „jüdischen“ Staat vertrieben wurden. Oder, um es mit den Worten westlicher politischer, medialer und akademischer Eliten zu sagen, als rund 750.000 Palästinenser „flohen“.</p>



<p>Ziel war und ist es, für die westliche Öffentlichkeit eine Illusion zu schaffen und aufrechtzuerhalten, in der unsere eigenen Verbrechen – und die unserer Verbündeten – unsichtbar bleiben.</p>



<p>Beachten Sie in diesem Zusammenhang den entschiedenen Ausschluss Israels durch die britische Regierung von einer kürzlich durchgeführten „unabhängigen“ Untersuchung unter der Leitung des ehemaligen Whitehall-Beamten Philip Rycroft zu schädlichem ausländischem Finanzeinfluss auf die britische Politik. Natürlich stand Russland im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.</p>



<p>Das war keine Überraschung, da jede derartige Untersuchung das Risiko barg, die vielen Hunderttausend Pfund ans Licht zu bringen, die Starmer und seine Minister nachweislich von pro-israelischen Lobbyisten erhalten hatten.</p>



<p>Dieselbe britische Politik- und Medienelite, die sich so vehement gegen die Untersuchung des schädlichen Einflusses der pro-israelischen Lobby sträubt, ignoriert auch Israels aktuelle, systematische Zerstörung von Dörfern und Infrastruktur im Südlibanon – ein eklatanter Verstoß gegen den angeblichen Waffenstillstand.</p>



<p>Israelische Soldaten erklärten gegenüber lokalen Medien, ihre Aufgabe sei es, wahllos alle Gebäude anzugreifen, ob zivil oder „terroristisch“, um die libanesische Bevölkerung an der Rückkehr in ihre Dörfer zu hindern.</p>



<p>Dies deckt sich mit Israels Ankündigung, sich nach dem Ende der Kämpfe nicht zurückzuziehen, und mit weitreichenden Plänen, die besetzten Gebiete im Libanon mit jüdischen Siedlern zu besiedeln.</p>



<p>Wären da nicht Videos von israelischen Bombenangriffen auf libanesische Siedlungen, die trotz algorithmischer Zensur in den sozialen Medien kursieren, wüssten wir vielleicht nichts von Israels systematischen ethnischen Säuberungen im Südlibanon.</p>



<p>Als Reaktion auf diese Videos veröffentlichte der Guardian einen seltenen „Mainstream“-Bericht über die Zerstörungskampagne und beschönigte dabei das Grauen, das libanesische Familien beim Verlust ihrer Häuser und unbezahlbarer Erinnerungsstücke und Familienerbstücke erlebten. Diese Erfahrung wurde – absurd – von der Zeitung als „bittersüß“ bezeichnet.</p>



<p>Kritiker bemerken ein wiederkehrendes Muster. Israel zerstört nicht nur den Südlibanon; in den vergangenen 30 Monaten wurden auch fast alle Gebäude im Gazastreifen dem Erdboden gleichgemacht.</p>



<p>Doch das Muster für beides hat seinen Ursprung in einer viel älteren Vergangenheit, wie jeder Palästinenser von klein auf lernt.</p>



<p>Nachdem Israel 1948 die meisten Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben hatte, zerstörte es jahrelang rund 500 Dörfer nacheinander – während israelische Politiker öffentlich behaupteten, die Flüchtlinge zur Rückkehr aufzufordern, und westliche Politiker Israel als die „einzige Demokratie“ im Nahen Osten priesen.</p>



<p>Die Vertreibungen, die der Westen vor acht Jahrzehnten immerhin noch leugnete, werden heutzutage live im Internet übertragen. Diesmal lassen sie sich nicht mehr leugnen, ebenso wenig wie die dahinterstehende koloniale, rassistische Agenda.</p>



<p><strong>Den Überbringer der Nachricht verunglimpfen</strong></p>



<p>Wenn die Botschaft der israelischen Gräueltaten nicht länger vertuscht, beschönigt oder normalisiert werden kann – wie es in Zeiten vor 24-Stunden-Nachrichten und sozialen Medien der Fall war –, dann ist eine andere Strategie nötig: den Überbringer der Nachricht verunglimpfen.</p>



<p>Das ist die politische Aufgabe unserer Zeit.</p>



<p>Die antirassistische Linke wird als judenfeindliche Fanatiker verteufelt, weil sie versucht, die westliche Illusion zu zerstören, indem sie lautstark sowohl die von Israel – angeblich im Namen der Juden – begangenen Gräueltaten als auch die Mitschuld ihrer eigenen Regierungen an diesen Gräueltaten anprangert.</p>



<p>Letzten Monat setzte Starmers Regierung im Unterhaus ein Gesetz durch, das es der Polizei erlaubt, Proteste zu verbieten, die „kumulative Störungen“ verursachen – also wiederholte Proteste wie jene gegen den israelischen Völkermord im Gazastreifen. Die Medien reagierten kaum.</p>



<p>Der Angriff auf zwei jüdische Männer in Golders Green in dieser Woche, mutmaßlich durch einen psychisch kranken Mann mit einer langen Vorgeschichte von Gewalttaten, wird von den großen Parteien umgehend instrumentalisiert, um sich auf noch strengere Einschränkungen des Demonstrationsrechts vorzubereiten.</p>



<p>Briten, die versuchen, israelische Kriegsverbrechen zu stoppen – sei es durch Angriffe auf israelische Waffenfabriken in Großbritannien oder durch das Tragen von Plakaten zur Unterstützung solcher Aktionen –, werden weiterhin als „Terroristen“ behandelt, selbst nach einem Gerichtsurteil, das das Verbot von Palestine Action für rechtswidrig erklärt hat.</p>



<p>Da sich Geschworene oft als zögerlich erweisen, ein Urteil zu fällen, manipuliert der britische Staat die Prozesse offen. Den Geschworenen wird der Zugang zu den Gründen für die Angriffe auf israelische Waffenfabriken – dem Hauptverteidigungsargument der Angeklagten – verwehrt. Richter weisen die Geschworenen an, ein Urteil zu fällen.</p>



<p>Personen, die schweigend Schilder vor dem Gerichtsgebäude hochhalten, werden verhaftet, weil sie die Geschworenen an ihr seit langem bestehendes Recht erinnern, solche Anweisungen zu missachten, ihrem Gewissen zu folgen und freizusprechen – ein Polizeimissbrauch, der gegen jahrhundertealte Rechtsprechung verstößt und den die Gerichte offenbar zunehmend zu dulden bereit sind.</p>



<p>Es gibt – von den Medien pflichtbewusst befolgte – Maulkorberinnerungen bezüglich weiterer geheimer Machenschaften, die der britischen Regierung helfen sollen, die Urteile zu erzwingen, die sie benötigt, um den Aktivismus gegen den Völkermord zu unterdrücken. Wir wissen das nur, weil die Abgeordnete Ihrer Partei, Zarah Sultana, ihr parlamentarisches Rederecht nutzte, um darauf aufmerksam zu machen.</p>



<p>Bezeichnend war diese Woche, dass im aktuellen Wiederholungsprozess gegen sechs Angeklagte der Organisation Palestine Action fünf von ihnen bei ihren Schlussplädoyers auf ihre Anwälte verzichteten. Sie merkten düster an, dass ihre Rechtsvertreter sie aufgrund von „Entscheidungen des Gerichts“ nicht angemessen vertreten konnten.</p>



<p>Unterdessen treibt die Regierung Starmer ihre Pläne voran, sich endlich von unliebsamen Geschworenengerichten zu befreien und zuverlässigere Richter allein über diese politischen Schauprozesse entscheiden zu lassen.</p>



<p>Willkommen im Zeitalter des rasanten Zerfalls der in Großbritannien so hoch geschätzten Verfassungsrechte – die vor allem, so scheint es, zum Schutz eines fernen Landes benötigt werden, das laut Internationalem Gerichtshof das Verbrechen der Apartheid an den Palästinensern begeht und möglicherweise in Gaza einen Völkermord verübt.</p>



<p><strong>Eine schmerzhafte Lektion</strong></p>



<p>Doch natürlich höhlt die britische Regierung – wie die Regierungen der USA, Deutschlands und Frankreichs – ihre liberale Demokratie nicht nur aus, um Israel zu schützen. Sie wird aus Verzweiflung zu solch extremen Maßnahmen gezwungen.</p>



<p>Der Westen kann sich die Illusion seiner moralischen oder zivilisatorischen Überlegenheit in einer Welt schwindender Ressourcen nicht länger leisten, einer Welt, in der westliche Eliten bereit sind, die Zerstörung des Planeten in Kauf zu nehmen, um die Profite aus fossilen Brennstoffen zu sichern, von denen sie so reich geworden sind.</p>



<p>Die Agenda der Epstein-Klasse wird im Inland immer durchsichtiger und im Ausland immer stärker infrage gestellt. Der Völkermord in Gaza und die ethnische Säuberung im Libanon haben die moralische Legitimität des Westens endgültig zerstört. Iran untergräbt nun allmählich die militärische Vorherrschaft des Westens.</p>



<p>Es überrascht nicht, dass ein US-Imperium am Ende seiner Kräfte – ein Imperium, das auf der Kontrolle fossiler Brennstoffe beruht – die Straße von Hormus, die größte Ölquelle der Welt, als Schlachtfeld auserkoren hat.</p>



<p>Israel wurde vor acht Jahrzehnten als hochmilitarisierter Klientelstaat in der Region etabliert, dessen Hauptaufgabe darin bestand, westliche – sprich US-amerikanische – Macht im ölreichen Nahen Osten zu projizieren.</p>



<p>Die USA schützten Israel vor Kritik an der Unterdrückung der Palästinenser und der Enteignung ihres Landes.</p>



<p>Im Gegenzug half das „tapfere“ Israel den USA, ein eigennütziges Narrativ zu konstruieren, das die Eindämmung und den Sturz säkularer nationalistischer Regierungen im Nahen Osten forderte, während rückwärtsgewandte Monarchien geschützt wurden, die zwar den Anschein von Opposition gegen Israel erweckten, insgeheim aber mit ihm paktierten.</p>



<p>Die so entstandenen, geschwächten und gespaltenen Staaten der Region waren reif für die Kontrolle durch die USA. Es fehlte ihnen an verantwortungsvollen Regierungen, die auf die Bedürfnisse ihrer Bevölkerung eingehen und sich zum Schutz der regionalen Interessen vor westlicher Einmischung verbünden könnten.</p>



<p>Nun stellt der Iran dieses jahrzehntealte System auf die Probe und zwingt es zum Zusammenbruch. Er zwingt die Golfstaaten zur Entscheidung: Wollen sie weiterhin den USA dienen, obwohl diese bewiesen haben, dass sie sie nicht schützen können, oder wollen sie sich mit dem Iran verbünden, der sich zu einer neuen Großmacht entwickelt und Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erhebt?</p>



<p>Der Westen muss rasch feststellen, dass billige Drohnen selbst seine ausgefeiltesten Aufklärungssysteme überlisten können und dass wenige Minen und Schnellboote einen Großteil der Treibstoffversorgung der Weltwirtschaft unterbrechen können.</p>



<p>Die Illusionen sind endgültig geplatzt. Der Westen erlebt ein schmerzhaftes und längst überfälliges Erwachen. Die Lektion wird wahrlich schmerzlich sein.</p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>Israel: Faschismus zum Geburtstag</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israel-faschismus-zum-geburtstag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 11:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 04.05.2026 Israels faschistischer Polizeiminister Itamar Ben- Gvir hat ein besonderes Geschenk zu seinem 50. Geburtstag von seiner Ehefrau Ayala erhalten. Wie die „Rheinische Post“ am 04.05.2026 in ihrer Printausgabe berichtet, bestand das Geschenk aus einer Torte, diese mit einer Henkersschlinge, verziert. Darunter standen die Worte „Manchmal gehen Träume in Erfüllung“, eingerahmt in [&#8230;]]]></description>
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<p>Von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 04.05.2026</p>



<p>Israels faschistischer Polizeiminister Itamar Ben- Gvir hat ein besonderes Geschenk zu seinem 50. Geburtstag von seiner Ehefrau Ayala erhalten.</p>



<p>Wie die „Rheinische Post“ am 04.05.2026 in ihrer Printausgabe berichtet, bestand das Geschenk aus einer Torte, diese mit einer Henkersschlinge, verziert. Darunter standen die Worte „Manchmal gehen Träume in Erfüllung“, eingerahmt in Sahne- Rosetten.</p>



<p>Die Torte mit den Worten „Manchmal gehen Träume in Erfüllung“, die Itamar Ben- Gvir laut „Jerusalem Post“ am Samstagabend übergeben wurde, beziehen sich auf die Verabschiedung eines Gesetzes zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen.</p>



<p>Wobei dies nur die halbe Wahrheit ist.</p>



<p>Tatsache ist, das das entsprechende Gesetzt keine Anwendung auf jüdische Terroristen, z.B. radikale jüdische Siedler aus den Westbank, diese verüben fast täglich Terrorattacken auf Palästinenser, findet, also klar rassistisch ist.  Diese Sachverhalte werden jedoch von weiten Teilen der deutschen Medien verschwiegen.</p>
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		<title>Gaza- Flotte und die sog. „Pressefreiheit“</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/gaza-flotte-und-die-sog-pressefreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 13:35:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 03.05.2026 Ein klarer Verstoß gegen internationales Recht, in diesem Falle durch Piraterie, begangen durch den jüdischen Besatzerstaat, macht wieder einmal deutlich, das der deutsche Staat, bzw. deutsche Medien es mit der „Pressefreiheit“ sehr genau nimmt, bzw. nehmen, zumindest, wenn es um den jüdischen Staat geht. Hintergrund: Vergangene Woche wurde die Gaza- Flotte [&#8230;]]]></description>
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<p>Von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 03.05.2026</p>



<p>Ein klarer Verstoß gegen internationales Recht, in diesem Falle durch Piraterie, begangen durch den jüdischen Besatzerstaat, macht wieder einmal deutlich, das der deutsche Staat, bzw. deutsche Medien es mit der „Pressefreiheit“ sehr genau nimmt, bzw. nehmen, zumindest, wenn es um den jüdischen Staat geht.</p>



<p>Hintergrund: Vergangene Woche wurde die Gaza- Flotte „Global Sumud Flottila“ durch das Militär Israels in mehr als 1.000 km Entfernung, also in internationalen Gewässern, daran gehindert, dringend benötigte Hilfsgüter in den Gaza zu liefern. In der deutschen Presse fand dies keinerlei Erwähnung und wenn, dann wurden ausschließlich Stimmern des Staates Israels&nbsp; und/oder dessen Lobbyisten wiedergegeben, u.a. hieß es, „Das israelische Außenministerium teilte mit, aufgrund der großen Anzahl an Schiffen sowie des Risikos einer Eskalation sei „ein frühzeitiges Eingreifen im Einklang mit dem Völkerrecht erforderlich“ gewesen.</p>



<p>Für die „jüdische Allgemeine“ war die Gaza Flotte „Israelfeindlich und von der Terrororganisation Hamas gesteuert, aber als humanitäres Projekt dargestellt“.</p>



<p>Die Frage ist, aus welchem Grund der jüdische Staat internationales Recht ungestraft mit Füßen treten darf, schon die vorheriges Gaza Flotte wurde in internatonalen Gewässern geentert.</p>



<p>Wie darf man sich, wenn überhaupt, im Kotaxt Israel gegen Verletzung von Menschenrechten, Völkerrecht zur Wehr setzen, wenn nicht z.B. mit der Lieferungen von Hilfsgütern für den Gaza.</p>



<p>In diesem Zusammenhang werden in Deutschland mittlerweile Demonstrationen für Palästina grundsätzlich als Israelfeindlich sowohl von der israelischen, bzw. jüdischen Lobby, wie auch der Presse und anderen Medien hingestellt.</p>



<p>Offenbar ist man in Deutschland auf dem besten Wege, diverse Protestaktionen schon im Keim zu ersticken und wenn schon etwas nach außen dringt, im Sinne des jüdischen Besatzungsstattes totzuschweigen.</p>
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		<title>Drei libanesische Sanitäter bei israelischem Doppelangriff getötet</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/drei-libanesische-sanitaeter-bei-israelischem-doppelangriff-getoetet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 11:50:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Fünfköpfige Familie ebenfalls getötet – Opferzahl im Libanon steigt weiter Jason Ditz, 30.04.2026 Mindestens 16 Menschen kamen in den vergangenen 24 Stunden bei verschiedenen israelischen Angriffen ums Leben, darunter ein libanesischer Soldat, eine fünfköpfige Familie und drei Rettungskräfte, die bei einem Angriff auf die Stadt Majdal Zoun Verletzte bergen wollten. Bei der fünfköpfigen Familie handelte [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Fünfköpfige Familie ebenfalls getötet – Opferzahl im Libanon steigt weiter</strong></p>



<p><strong>Jason Ditz</strong>, 30.04.2026</p>



<p>Mindestens 16 Menschen kamen in den vergangenen 24 Stunden bei verschiedenen israelischen Angriffen ums Leben, darunter ein libanesischer Soldat, eine fünfköpfige Familie und drei Rettungskräfte, die bei einem Angriff auf die Stadt Majdal Zoun Verletzte bergen wollten.</p>



<p>Bei der fünfköpfigen Familie handelte es sich um die Familie Bahja aus der Stadt Bijchit. Bei dem nächtlichen Angriff auf ihr Haus starben Mohammad Jawad Bahja und seine Frau sowie eine weitere Verwandte mit ihren beiden Kindern, darunter ein Säugling. Rettungskräfte waren Berichten zufolge die ganze Nacht im Einsatz, um die Leichen zu bergen.</p>



<p>Die Rettungskräfte in Majdal Zoun hatten weniger Glück. Nachdem ein israelischer Angriff ein Gebäude mit sechs Personen darin zerstört hatte, wurden die Rettungskräfte losgeschickt, um nach Überlebenden zu suchen. In diesem Moment griff Israel erneut an derselben Stelle an und tötete die Helfer.</p>



<p>Es liegen nur wenige Details darüber vor, wer die sechs ursprünglich im Gebäude eingeschlossenen Personen waren, doch Berichten zufolge kamen sie alle bei dem Vorfall ums Leben. Die israelischen Streitkräfte (IDF) behaupteten, ein namentlich nicht genannter „Hisbollah-Kommandeur“ sei unter ihnen gewesen, lieferten aber wie üblich keine Beweise für diese Behauptung und erklärten lediglich, der Vorfall werde „untersucht“.</p>



<p>Ein weiterer Angriff auf ein Motorrad in Khirbet Selm wurde gemeldet, bei dem zwei Menschen getötet wurden: ein libanesischer Soldat und sein Bruder, die auf dem Heimweg vom Militärposten waren. Einem separaten Bericht zufolge griff Israel eine libanesische Patrouille an, die Rettungskräfte eskortierte, und verletzte zwei weitere Personen.</p>



<p>Die Vorfälle lösten scharfe Verurteilungen seitens libanesischer Regierungsvertreter aus. Premierminister Nawaf Salam verurteilte insbesondere den Angriff auf die Rettungskräfte als ein „neues und dokumentiertes“ israelisches Kriegsverbrechen.</p>



<p>Die IDF ihrerseits erklärte, die Hisbollah habe zwei Raketen auf Obergaliläa abgefeuert, von denen eine abgefangen worden sei. Sie erklärten dies zu einem „weiteren Verstoß gegen die Waffenstillstandsvereinbarungen“, obwohl die israelischen Streitkräfte selbst bei ihren eigenen Operationen über ein Dutzend Menschen, zumeist Zivilisten, getötet hatten.</p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>Soldaten der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) berichten von Duldung massiver Plünderungen im Libanon durch Kommandierende</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/soldaten-der-israelischen-verteidigungsstreitkraefte-idf-berichten-von-duldung-massiver-pluenderungen-im-libanon-durch-kommandierende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 12:17:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[„Es ist kein Geheimnis“, sagte ein israelischer Soldat. „Jeder sieht es und versteht es.“ Brett Wilkins, 25.04.2026 Während die Medienberichterstattung über Israels Krieg im Libanon sich hauptsächlich auf das Massaker an Hunderten libanesischen Zivilisten und die Zerstörung ganzer Dörfer konzentriert, dulden Kommandeure der IDF laut Berichten vom Donnerstag stillschweigend weit verbreitete Plünderungen durch ihre Truppen [&#8230;]]]></description>
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<p>„<strong>Es ist kein Geheimnis“, sagte ein israelischer Soldat. „Jeder sieht es und versteht es.“</strong></p>



<p><strong>Brett Wilkins</strong>, 25.04.2026</p>



<p>Während die Medienberichterstattung über Israels Krieg im Libanon sich hauptsächlich auf das Massaker an Hunderten libanesischen Zivilisten und die Zerstörung ganzer Dörfer konzentriert, dulden Kommandeure der IDF laut Berichten vom Donnerstag stillschweigend weit verbreitete Plünderungen durch ihre Truppen im Libanon.</p>



<p>Haaretz, Israels älteste Tageszeitung, interviewte mehrere IDF-Angehörige, die von routinemäßigen Diebstählen von Gegenständen wie Motorrädern, Fernsehern, Gemälden, Sofas und Teppichen aus den Häusern und Geschäften einiger der über eine Million Libanesen berichteten, die durch Israels Angriff auf den nördlichen Nachbarn vertrieben wurden.</p>



<p>Israel hat im Rahmen seiner sich ausdehnenden sogenannten „Gelben Linie“ mehr als 50 Dörfer im Südlibanon unter seine Kontrolle gebracht. Bewohner, die diese Linie überschreiten, riskieren ihr Leben. Ihre Abwesenheit ermöglicht es den IDF-Truppen, ungehindert zu plündern.</p>



<p>Die Plünderung von Wohnhäusern und Geschäften wird offiziell als „Plünderung“ bezeichnet und ist nach zahlreichen israelischen und internationalen Gesetzen und Konventionen strengstens verboten. Laut Aussagen von IDF-Soldaten und -Offizieren, die von Haaretz befragt wurden, wissen jedoch sowohl höhere als auch niedrigere Kommandeure von den Plünderungen, schreiten aber nicht ein.</p>



<p>„Es ist in einem unglaublichen Ausmaß“, sagte ein Soldat. „Jeder, der etwas mitnimmt – Fernseher, Zigaretten, Werkzeug, was auch immer –, packt es sofort in sein Fahrzeug oder stellt es abseits ab, nicht innerhalb des Militärstützpunkts, aber es ist auch nicht versteckt. Jeder sieht es und versteht es.“</p>



<p>Die befragten Soldaten berichteten, die Reaktionen der Kommandeure reichten von Wegsehen bis hin zum Verbot der Plünderungen ohne Bestrafung der Täter.</p>



<p>„In unserer Einheit wird nicht einmal etwas gesagt oder man regt sich auf“, behauptete ein Soldat. „Die Bataillons- und Brigadekommandeure wissen alles.“</p>



<p>Ein anderer sagte: „Bataillons- und Brigadekommandeure äußern sich zwar und zeigen sich empört, aber ohne Taten bleiben das leere Worte.“</p>



<p>Als Reaktion auf den Bericht von Haaretz erklärte die israelische Armee:</p>



<p>Das Militär verurteilt jegliche Beschädigung zivilen Eigentums und Plünderungen aufs Schärfste und verbietet sie uneingeschränkt. Jeder Verdacht auf solche Handlungen wird gründlich geprüft und mit aller Härte des Gesetzes verfolgt. Liegen ausreichende Beweise vor, werden disziplinarische und strafrechtliche Maßnahmen, einschließlich Strafverfolgung, ergriffen. Die Militärpolizei führt Kontrollen am nördlichen Grenzübergang durch, wenn Truppen den Libanon verlassen.</p>



<p>Allerdings wurden einige Kontrollpunkte der Militärpolizei entlang der Grenze abgebaut, und an manchen Orten gab es überhaupt nie Kontrollpunkte.</p>



<p>Weit verbreitete Plünderungen durch israelische Soldaten wurden bereits im Gazastreifen und im illegal besetzten Westjordanland dokumentiert, teilweise sogar von den Tätern selbst.</p>



<p>Auch in Syrien wurde von Plünderungen durch die israelischen Streitkräfte berichtet. Dort hat Israel im Jahr 2024 unter dem Deckmantel des Völkermords im Gazastreifen bis zu 518 Quadratkilometer zusätzliches Territorium erobert, darunter Dutzende von Grenzdörfern. Israel hatte bereits 1967 große Teile der syrischen Golanhöhen erobert und besetzt.</p>



<p>Israelische Streitkräfte sollen zudem Palästinenser unterstützt haben, die Hilfskonvois im Gazastreifen plünderten, um die Behauptung zu untermauern, dass nicht Israel, sondern die Hamas die humanitäre Hilfe für die hungernde Bevölkerung im Gazastreifen verhindere.</p>



<p>Plünderungen palästinensischen Eigentums waren während der Nakba, der „Katastrophe“, besonders weit verbreitet. Damals wurden mehr als 750.000 palästinensische Araber ethnisch gesäubert, um den Weg für die Gründung Israels zu ebnen.</p>



<p>Der systematische Diebstahl palästinensischen Landes, von Häusern und Eigentum – der sich mit der Besetzung des Westjordanlandes, des Gazastreifens und der Golanhöhen im Jahr 1967 fortsetzte – nimmt heute rasant zu. Dies lässt sich in Videos von Siedlerpogromen im Westjordanland und in den berüchtigten Aufnahmen eines in Amerika geborenen Siedlers belegen, der einer palästinensischen Familie, deren Haus er zu stehlen versuchte, sagte: „Wenn ich es nicht stehle, tut es jemand anderes.“</p>



<p>Diese ungezügelte Aneignung bestärkt weitere Diebstähle. Ein Soldat, der von Haaretz für einen Artikel am Donnerstag interviewt wurde, sagte, die Plünderungen würden effektiv aufhören, wenn es ernsthafte Konsequenzen für die Täter gäbe. Er verwies auf Einheiten, in denen die Kommandeure eine harte Linie gegen Plünderungen verfolgten, was zu einem verschwindend geringen Ausmaß dieser Straftat geführt habe.</p>



<p>„Eine nachsichtige Strafverfolgung sendet ein klares Signal. Würde jemand entlassen oder inhaftiert, oder würde die Militärpolizei an der Grenze stationiert, würde es fast sofort aufhören“, sagte er. „Aber wenn es keine Strafe gibt, ist die Botschaft offensichtlich.“</p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gaza: Ohne Skrupel &#8211; Wie die Welt den Palästinensern beim Sterben zusieht</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/gaza-ohne-skrupel-wie-die-welt-den-palaestinensern-beim-sterben-zusieht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 14:13:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nahostpolitik.com/?p=11188</guid>

					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 23.04.2026 Die Welt, insbesondere der Westen und somit auch Deutschland, scheint seine moralischen Grundsätze endgültig über den Haufen geworfen zu haben. Anders lässt es sich nicht erklären, dass der jüdische Staat willkürlich nach wie vor die Einfuhr von medizinischem Material wie auch Medikamente blockiert und der Rest der Welt, insbesondere der Westen, [&#8230;]]]></description>
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<p>Von <strong>Andreas Friedr</strong>ich, 23.04.2026</p>



<p>Die Welt, insbesondere der Westen und somit auch Deutschland, scheint seine moralischen Grundsätze endgültig über den Haufen geworfen zu haben.</p>



<p>Anders lässt es sich nicht erklären, dass der jüdische Staat willkürlich nach wie vor die Einfuhr von medizinischem Material wie auch Medikamente blockiert und der Rest der Welt, insbesondere der Westen, schweigt.</p>



<p>Im Gaza sind lt. diverser Berichte unabhängiger Medien, deutsche Medien verharren in üblichem Schweigen, mehr als 17.000 Menschen unmittelbar vom Tod bedroht, weil lebensnotwendige Operationen aufgrund des Mangels an Medikamenten wie auch anderen medizinischen Materials, welches von der Besatzungsmacht Israel blockiert wird, nicht durchgeführt werden können.</p>



<p>Dazu kommen weitere zehntausende Palästinenser, denen aufgrund des Mangels an Medikamenten für ihre dringend benötigte medizinische Versorgung der sichere Tod droht.</p>



<p>Zwar konnten vergangene Woche zumindest zwei durch die israelischen Bombardements völlig zerstörte Gesundheitszentren im Norden des Gazas zumindest provisorisch wieder „aufgebaut“ werden, aber eben alles nur provisorisch und in Zelten, also nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und da die Luftangriffe seitens Israels andauern, scheint eine erneute Zerstörung nur eine Frage der Zeit.</p>



<p>Erschwerend kommt hinzu, dass der jüdische Staat nicht nur bei Medikamenten Einfuhrhindernisse errichtet, sondern auch die Einfuhr von Treibstoff und Öl für Fahrzeuge und Generatoren massiv beschränkt. Auch hier ist der medizinische Sektor des Gazas massiv betroffen, bzw. beeinträchtigt.</p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Israels Expansion bedeutet eine Destabilisierung des Nahen Ostens</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israels-expansion-bedeutet-eine-destabilisierung-des-nahen-ostens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 14:12:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nahostpolitik.com/?p=11185</guid>

					<description><![CDATA[José Niño, 21.04.2026 Die jüngste Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran mag die intensivste Phase der direkten militärischen Konfrontation unterbrochen haben, doch sie hat die tieferliegenden Fragen zur Stabilität des Nahen Ostens, die seit dem 7. Oktober 2023 aufgetaucht sind, nicht gelöst. Hinter der vorübergehenden Ruhe verbirgt sich ein tiefgreifender Wandel im israelischen strategischen Denken: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>José Niño</strong>, 21.04.2026</p>



<p>Die jüngste Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran mag die intensivste Phase der direkten militärischen Konfrontation unterbrochen haben, doch sie hat die tieferliegenden Fragen zur Stabilität des Nahen Ostens, die seit dem 7. Oktober 2023 aufgetaucht sind, nicht gelöst. Hinter der vorübergehenden Ruhe verbirgt sich ein tiefgreifender Wandel im israelischen strategischen Denken: von der Eindämmung hin zu einer aktiven regionalen Neuordnung.</p>



<p>Israel ist keine normale Demokratie, die sich an Rechtsstaatlichkeit und rechtliche Beschränkungen hält. Es ist vielmehr ein expansionistischer Staat mit kühnen Ambitionen und der nachgewiesenen Bereitschaft, internationales Recht zu brechen. Die Ereignisse der letzten zwei Jahre haben diese Realität unübersehbar gemacht.</p>



<p>Das Projekt „Großisrael“, ein Begriff, der im Laufe der Jahrzehnte zwei Hauptbedeutungen hatte, hat sich vom ideologischen Rand in die Regierungskoalition der israelischen Politik entwickelt. In seiner engeren, nach 1967 geprägten Bedeutung bezeichnete „Großisrael“ die israelische Souveränität über das Westjordanland, den Gazastreifen und die Golanhöhen. In ihrer maximalistischen, biblisch geprägten Form, abgeleitet von Genesis 15,18, beruft sie sich auf das Gebiet, das sich „vom Fluss Ägyptens bis zum großen Strom, dem Euphrat“, erstreckt – ein riesiges Areal, das Teile des heutigen Jordaniens, Syriens und Libanons umfasst und möglicherweise bis in den Irak reicht.</p>



<p>Einst auf religiöse Nationalisten und Siedlerideologen beschränkt, findet diese expansionistische Vision nun Eingang in die Regierung. Finanzminister Bezalel Smotrich forderte Israels „Expansion bis nach Damaskus“, präsentierte bei einer Rede in Paris 2023 eine Karte, die Jordanien als Teil Israels darstellte, und Siedlerführerin Daniella Weiss erklärte öffentlich: „Die wahren Grenzen Großisraels sind Euphrat und Nil.“</p>



<p>Netanjahus Koalitionsvertrag erklärt ausdrücklich, dass „das jüdische Volk ein ausschließliches und unbestreitbares Recht auf alle Teile des Landes Israel hat“ und dass „die Regierung Siedlungen in allen Teilen des Landes Israel fördern und ausbauen wird“. Wie Al Jazeera im Februar 2026 berichtete, gehören Persönlichkeiten wie Smotrich und Ben Gvir, die einst als Außenseiter galten, nun der Regierung an, was eine breitere Radikalisierung innerhalb der israelischen Gesellschaft widerspiegelt.</p>



<p>Am auffälligsten ist wohl, dass diese Rhetorik nicht mehr auf die religiöse Rechte beschränkt ist. Oppositionsführer Yair Lapid, ein vermeintlich säkularer Politiker, erklärte im Februar 2026, er unterstütze „alles, was den Juden ein großes, weites und starkes Land verschafft“, und fügte hinzu: „Die Grenzen sind die Grenzen der Bibel.“ Wenn selbst zentristische Politiker biblische Gebote zur Rechtfertigung territorialer Expansion heranziehen, wird der ideologische Wandel unübersehbar.</p>



<p>Der Konflikt mit der Hisbollah hat einen bedeutenden Wandel in der israelischen Politik hinsichtlich der territorialen Integrität des Libanon ausgelöst. Die bisherige Doktrin der Eindämmung der Hisbollah ist expliziten Forderungen hochrangiger israelischer Beamter nach einer dauerhaften Besetzung und Annexion des Gebiets bis zum Litani-Fluss, etwa 30 Kilometer nördlich der aktuellen Grenze, gewichen.</p>



<p>Smotrich hat wiederholt betont, dass der Militäreinsatz im Libanon zu einer „Veränderung der israelischen Grenzen“ führen müsse. Am 23. März 2026 erklärte er in einer israelischen Radiosendung, der Einsatz müsse „in einer völlig anderen Realität enden, sowohl mit der Entscheidung der Hisbollah als auch mit der Veränderung der israelischen Grenzen“. Anschließend erklärte er in einer Fraktionssitzung der Knesset: „Der Litani muss unsere neue Grenze zum Libanon sein, genau wie die Gelbe Linie im Gazastreifen und wie die Pufferzone und der Gipfel des Hermon in Syrien.“ Er fügte hinzu: „Ich sage es hier und in jedem Raum und in jeder Diskussion ganz klar.“ Al Jazeera berichtete, dies seien die deutlichsten Äußerungen eines hochrangigen israelischen Politikers zur Besetzung libanesischen Territoriums seit Beginn der aktuellen Militäroperationen.</p>



<p>Verteidigungsminister Israel Katz vertritt eine ergänzende Position. Ende März verkündete er, dass die israelischen Streitkräfte die „Sicherheitskontrolle über das gesamte Gebiet bis zum Litani-Fluss“ aufrechterhalten würden und dass „Hunderttausende Bewohner des Südlibanon, die nach Norden evakuiert wurden, nicht südlich des Litani-Flusses zurückkehren dürfen, bis die Sicherheit der Bewohner im Norden gewährleistet ist.“</p>



<p>Die Tendenz zur Annexion wird durch das Aufkommen von Uri Tzafon verstärkt, einer Bewegung, die Ende März 2024 gegründet wurde und sich für die Errichtung jüdischer Siedlungen im Südlibanon einsetzt. Die Gruppe, deren Name auf Hebräisch „Erwache, o Norden“ bedeutet, hat Konferenzen organisiert, die sich auf die von ihr so ??genannte „Besetzung des Territoriums und Besiedlung“ des Südlibanon konzentrieren. Ihre Anführer haben Eroberung, Vertreibung und Besiedlung als notwendige Abfolge für die Transformation der Region propagiert.</p>



<p>Der hochrangige Rabbiner Jitzchak Ginsburgh schrieb in einem öffentlichen Brief: „Nach der Eroberung und Vertreibung der feindseligen Bevölkerung muss eine jüdische Siedlung errichtet werden, um den Sieg zu vollenden.“ Eliyahu Ben Asher, Gründungsmitglied von Uri Tzafon, erklärte gegenüber Jewish Currents, die israelisch-libanesische Grenze sei eine absurde Kolonialgrenze. Er bekräftigte damit seine frühere Aussage, dass das sogenannte „Südlibanon“ in Wirklichkeit nichts anderes als das nördliche Galiläa sei.</p>



<p>Mitte 2024 warf die Gruppe mithilfe von Drohnen und Ballons Räumungsbescheide über libanesischen Grenzstädten ab. Die Bewohner wurden darin darüber informiert, dass sie sich im Land Israel befänden, das dem jüdischen Volk gehöre, und dass sie dieses unverzüglich verlassen müssten. Dies teilte die Gruppe auf ihrem Telegram-Kanal mit. Im Februar 2026 überquerten Dutzende Aktivisten von Uri Tzafon den Grenzzaun nahe der libanesischen Stadt Yaroun und pflanzten Bäume auf libanesischem Gebiet. Die Gruppe bezeichnete dies als einen „moralischen und historischen Schritt“. Die israelischen Streitkräfte nahmen zwei Personen fest und bezeichneten den Grenzübertritt als „schwere Straftat“. Im April 2026 berichtete Jewish Currents, dass Uri Tzafons einst marginalisierte Ideen breite Unterstützung in Regierung und Öffentlichkeit gefunden hätten. Die Anführer der Bewegung richteten ihren Blick nun auf Gebiete jenseits des Litani, in Richtung des Zaharani-Flusses, etwa 20 Kilometer tiefer im Libanon.</p>



<p>Das Streben nach einem „Großisrael“ und die Annexion von Pufferzonen knüpfen an eine Tradition israelischen strategischen Denkens an, die die Zersplitterung rivalisierender arabischer Staaten befürwortet. Zu dieser Tradition gehört der Yinon-Plan von 1982, ein Artikel, der in der hebräischen Zeitschrift Kivunim („Wegweisung“) veröffentlicht wurde und von Oded Yinon verfasst wurde, einem ehemaligen hohen Beamten im israelischen Außenministerium und Journalisten der Jerusalem Post. Yinon argumentierte, die von Kolonialmächten gezogenen Grenzen seien von Natur aus instabil und Israels Sicherheit werde am besten durch die von ihm so genannte „Auflösung der militärischen Kapazitäten arabischer Staaten östlich von Israel“ gewährleistet. Er schlug konkret vor, den Irak in separate kurdische, sunnitische und schiitische Gebiete aufzuteilen und Syrien und den Libanon in ähnlicher Weise entlang konfessioneller Linien zu zersplittern.</p>



<p>Die Verschlechterung der Beziehungen zwischen Israel und der Türkei stellt eines der bedeutendsten diplomatischen Opfer der Zeit nach dem 7. Oktober dar. Die israelische Führung betrachtet die Türkei nicht nur als problematischen Partner, sondern als strategischen Gegner, dessen regionale Ambitionen ein koordiniertes Gegenbündnis erfordern.</p>



<p>Außenminister Israel Katz trieb diese Haltung mit einer höchst persönlichen und eskalierenden Rhetorik voran. Nach der Rede des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vom 28. Juli 2024, in der er andeutete, sein Land könne in Israel intervenieren, „genau wie wir in Bergkarabach und Libyen einmarschiert sind“, antwortete Katz auf X, Erdogan trete „in die Fußstapfen Saddam Husseins“ und solle sich „daran erinnern, was dort geschah und wie es endete“. Er veröffentlichte dazu ein Foto von Erdogan neben dem ehemaligen irakischen Diktator. Katz wies israelische Diplomaten an, „dringend mit allen NATO-Mitgliedern in Dialog zu treten“, um die Verurteilung und den Ausschluss der Türkei aus dem Bündnis zu fordern. Er bezeichnete die Türkei als „Land, das das Hauptquartier der Hamas beherbergt“ und als Teil der „iranischen Achse des Bösen“.</p>



<p>Abgesehen von dieser Rhetorik hat Netanjahu eine Vision für ein regionales Gegenbündnis formuliert. Am 23. Februar 2026, kurz vor dem Besuch des indischen Premierministers Narendra Modi in Israel, kündigte Netanjahu ein geplantes „Sechseck der Allianzen“ an, dem Israel, Indien, Griechenland und Zypern sowie weitere, nicht näher genannte arabische, afrikanische und asiatische Staaten angehören sollen. Er erklärte, die Initiative diene dazu, „den radikalen Achsen entgegenzuwirken, sowohl der radikalen schiitischen Achse, die wir sehr hart getroffen haben, als auch der aufstrebenden radikalen sunnitischen Achse“. Obwohl Netanjahu die Türkei nicht explizit als Führungsmacht der sunnitischen Achse bezeichnete, sehen israelische Politiker und Analysten die Türkei unter Erdogan als Hauptsorge. Der ehemalige Premierminister Naftali Bennett bezeichnete die Türkei kürzlich gar als „den neuen Iran“.</p>



<p>Die Veränderungen in Israels Rhetorik und Doktrin seit dem 7. Oktober haben tiefgreifende Auswirkungen auf das internationale Ansehen des Landes. Die Rhetorik um ein „Großisrael“ und die Annexion des Südlibanon haben zu einer, wie Beobachter es nennen, „dunklen neuen Phase“ in Israels Beziehungen zur internationalen Gemeinschaft geführt. Langjährige Partner, darunter Großbritannien, haben die Handelsverhandlungen ausgesetzt und Sanktionen gegen Personen verhängt, die an der Siedlerbewegung beteiligt sind. Als Hauptgrund nannten sie die scharfe Rhetorik israelischer Minister.</p>



<p>Die Militäroffensive gegen den Iran Anfang 2026 und die darauffolgende iranische Vergeltungsmaßnahme – die Schließung der Straße von Hormus – lösten die weltweit größte Ölversorgungskrise seit den 1970er Jahren aus. Die Neueinstufung der Straße als Hochrisikogebiet führte zu einem Anstieg der Versicherungsprämien um über 1000 % und trug so zu einer globalen Treibstoffkrise und massiven Schwankungen an den Finanzmärkten bei. Allein in Israel werden die wirtschaftlichen Schäden des Mehrfrontenkrieges auf über 11,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.</p>



<p>Während Israel die Grenzen des 20. Jahrhunderts auflöst, erschüttern die daraus resultierenden Schockwellen sowohl regionale Bündnisse als auch die globalen Energiemärkte. Die Transformation des jüdischen Staates zu einer expansionistischen Macht hat ehemalige Partner zu strategischen Gegnern gemacht, sodass der jüngste Waffenstillstand wie eine kurze Unterbrechung in einem viel größeren Drama wirkt. Im neuen Nahen Osten wird die Landkarte mit Gewalt neu gezeichnet, und die Folgen dieser Entwicklung sind vom Litani-Fluss bis zur Straße von Hormus spürbar.</p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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