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		<title>Gaza: Ohne Skrupel &#8211; Wie die Welt den Palästinensern beim Sterben zusieht</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/gaza-ohne-skrupel-wie-die-welt-den-palaestinensern-beim-sterben-zusieht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 14:13:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 23.04.2026 Die Welt, insbesondere der Westen und somit auch Deutschland, scheint seine moralischen Grundsätze endgültig über den Haufen geworfen zu haben. Anders lässt es sich nicht erklären, dass der jüdische Staat willkürlich nach wie vor die Einfuhr von medizinischem Material wie auch Medikamente blockiert und der Rest der Welt, insbesondere der Westen, [&#8230;]]]></description>
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<p>Von <strong>Andreas Friedr</strong>ich, 23.04.2026</p>



<p>Die Welt, insbesondere der Westen und somit auch Deutschland, scheint seine moralischen Grundsätze endgültig über den Haufen geworfen zu haben.</p>



<p>Anders lässt es sich nicht erklären, dass der jüdische Staat willkürlich nach wie vor die Einfuhr von medizinischem Material wie auch Medikamente blockiert und der Rest der Welt, insbesondere der Westen, schweigt.</p>



<p>Im Gaza sind lt. diverser Berichte unabhängiger Medien, deutsche Medien verharren in üblichem Schweigen, mehr als 17.000 Menschen unmittelbar vom Tod bedroht, weil lebensnotwendige Operationen aufgrund des Mangels an Medikamenten wie auch anderen medizinischen Materials, welches von der Besatzungsmacht Israel blockiert wird, nicht durchgeführt werden können.</p>



<p>Dazu kommen weitere zehntausende Palästinenser, denen aufgrund des Mangels an Medikamenten für ihre dringend benötigte medizinische Versorgung der sichere Tod droht.</p>



<p>Zwar konnten vergangene Woche zumindest zwei durch die israelischen Bombardements völlig zerstörte Gesundheitszentren im Norden des Gazas zumindest provisorisch wieder „aufgebaut“ werden, aber eben alles nur provisorisch und in Zelten, also nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und da die Luftangriffe seitens Israels andauern, scheint eine erneute Zerstörung nur eine Frage der Zeit.</p>



<p>Erschwerend kommt hinzu, dass der jüdische Staat nicht nur bei Medikamenten Einfuhrhindernisse errichtet, sondern auch die Einfuhr von Treibstoff und Öl für Fahrzeuge und Generatoren massiv beschränkt. Auch hier ist der medizinische Sektor des Gazas massiv betroffen, bzw. beeinträchtigt.</p>
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		<title>Israels Expansion bedeutet eine Destabilisierung des Nahen Ostens</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israels-expansion-bedeutet-eine-destabilisierung-des-nahen-ostens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 14:12:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[José Niño, 21.04.2026 Die jüngste Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran mag die intensivste Phase der direkten militärischen Konfrontation unterbrochen haben, doch sie hat die tieferliegenden Fragen zur Stabilität des Nahen Ostens, die seit dem 7. Oktober 2023 aufgetaucht sind, nicht gelöst. Hinter der vorübergehenden Ruhe verbirgt sich ein tiefgreifender Wandel im israelischen strategischen Denken: [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>José Niño</strong>, 21.04.2026</p>



<p>Die jüngste Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran mag die intensivste Phase der direkten militärischen Konfrontation unterbrochen haben, doch sie hat die tieferliegenden Fragen zur Stabilität des Nahen Ostens, die seit dem 7. Oktober 2023 aufgetaucht sind, nicht gelöst. Hinter der vorübergehenden Ruhe verbirgt sich ein tiefgreifender Wandel im israelischen strategischen Denken: von der Eindämmung hin zu einer aktiven regionalen Neuordnung.</p>



<p>Israel ist keine normale Demokratie, die sich an Rechtsstaatlichkeit und rechtliche Beschränkungen hält. Es ist vielmehr ein expansionistischer Staat mit kühnen Ambitionen und der nachgewiesenen Bereitschaft, internationales Recht zu brechen. Die Ereignisse der letzten zwei Jahre haben diese Realität unübersehbar gemacht.</p>



<p>Das Projekt „Großisrael“, ein Begriff, der im Laufe der Jahrzehnte zwei Hauptbedeutungen hatte, hat sich vom ideologischen Rand in die Regierungskoalition der israelischen Politik entwickelt. In seiner engeren, nach 1967 geprägten Bedeutung bezeichnete „Großisrael“ die israelische Souveränität über das Westjordanland, den Gazastreifen und die Golanhöhen. In ihrer maximalistischen, biblisch geprägten Form, abgeleitet von Genesis 15,18, beruft sie sich auf das Gebiet, das sich „vom Fluss Ägyptens bis zum großen Strom, dem Euphrat“, erstreckt – ein riesiges Areal, das Teile des heutigen Jordaniens, Syriens und Libanons umfasst und möglicherweise bis in den Irak reicht.</p>



<p>Einst auf religiöse Nationalisten und Siedlerideologen beschränkt, findet diese expansionistische Vision nun Eingang in die Regierung. Finanzminister Bezalel Smotrich forderte Israels „Expansion bis nach Damaskus“, präsentierte bei einer Rede in Paris 2023 eine Karte, die Jordanien als Teil Israels darstellte, und Siedlerführerin Daniella Weiss erklärte öffentlich: „Die wahren Grenzen Großisraels sind Euphrat und Nil.“</p>



<p>Netanjahus Koalitionsvertrag erklärt ausdrücklich, dass „das jüdische Volk ein ausschließliches und unbestreitbares Recht auf alle Teile des Landes Israel hat“ und dass „die Regierung Siedlungen in allen Teilen des Landes Israel fördern und ausbauen wird“. Wie Al Jazeera im Februar 2026 berichtete, gehören Persönlichkeiten wie Smotrich und Ben Gvir, die einst als Außenseiter galten, nun der Regierung an, was eine breitere Radikalisierung innerhalb der israelischen Gesellschaft widerspiegelt.</p>



<p>Am auffälligsten ist wohl, dass diese Rhetorik nicht mehr auf die religiöse Rechte beschränkt ist. Oppositionsführer Yair Lapid, ein vermeintlich säkularer Politiker, erklärte im Februar 2026, er unterstütze „alles, was den Juden ein großes, weites und starkes Land verschafft“, und fügte hinzu: „Die Grenzen sind die Grenzen der Bibel.“ Wenn selbst zentristische Politiker biblische Gebote zur Rechtfertigung territorialer Expansion heranziehen, wird der ideologische Wandel unübersehbar.</p>



<p>Der Konflikt mit der Hisbollah hat einen bedeutenden Wandel in der israelischen Politik hinsichtlich der territorialen Integrität des Libanon ausgelöst. Die bisherige Doktrin der Eindämmung der Hisbollah ist expliziten Forderungen hochrangiger israelischer Beamter nach einer dauerhaften Besetzung und Annexion des Gebiets bis zum Litani-Fluss, etwa 30 Kilometer nördlich der aktuellen Grenze, gewichen.</p>



<p>Smotrich hat wiederholt betont, dass der Militäreinsatz im Libanon zu einer „Veränderung der israelischen Grenzen“ führen müsse. Am 23. März 2026 erklärte er in einer israelischen Radiosendung, der Einsatz müsse „in einer völlig anderen Realität enden, sowohl mit der Entscheidung der Hisbollah als auch mit der Veränderung der israelischen Grenzen“. Anschließend erklärte er in einer Fraktionssitzung der Knesset: „Der Litani muss unsere neue Grenze zum Libanon sein, genau wie die Gelbe Linie im Gazastreifen und wie die Pufferzone und der Gipfel des Hermon in Syrien.“ Er fügte hinzu: „Ich sage es hier und in jedem Raum und in jeder Diskussion ganz klar.“ Al Jazeera berichtete, dies seien die deutlichsten Äußerungen eines hochrangigen israelischen Politikers zur Besetzung libanesischen Territoriums seit Beginn der aktuellen Militäroperationen.</p>



<p>Verteidigungsminister Israel Katz vertritt eine ergänzende Position. Ende März verkündete er, dass die israelischen Streitkräfte die „Sicherheitskontrolle über das gesamte Gebiet bis zum Litani-Fluss“ aufrechterhalten würden und dass „Hunderttausende Bewohner des Südlibanon, die nach Norden evakuiert wurden, nicht südlich des Litani-Flusses zurückkehren dürfen, bis die Sicherheit der Bewohner im Norden gewährleistet ist.“</p>



<p>Die Tendenz zur Annexion wird durch das Aufkommen von Uri Tzafon verstärkt, einer Bewegung, die Ende März 2024 gegründet wurde und sich für die Errichtung jüdischer Siedlungen im Südlibanon einsetzt. Die Gruppe, deren Name auf Hebräisch „Erwache, o Norden“ bedeutet, hat Konferenzen organisiert, die sich auf die von ihr so ??genannte „Besetzung des Territoriums und Besiedlung“ des Südlibanon konzentrieren. Ihre Anführer haben Eroberung, Vertreibung und Besiedlung als notwendige Abfolge für die Transformation der Region propagiert.</p>



<p>Der hochrangige Rabbiner Jitzchak Ginsburgh schrieb in einem öffentlichen Brief: „Nach der Eroberung und Vertreibung der feindseligen Bevölkerung muss eine jüdische Siedlung errichtet werden, um den Sieg zu vollenden.“ Eliyahu Ben Asher, Gründungsmitglied von Uri Tzafon, erklärte gegenüber Jewish Currents, die israelisch-libanesische Grenze sei eine absurde Kolonialgrenze. Er bekräftigte damit seine frühere Aussage, dass das sogenannte „Südlibanon“ in Wirklichkeit nichts anderes als das nördliche Galiläa sei.</p>



<p>Mitte 2024 warf die Gruppe mithilfe von Drohnen und Ballons Räumungsbescheide über libanesischen Grenzstädten ab. Die Bewohner wurden darin darüber informiert, dass sie sich im Land Israel befänden, das dem jüdischen Volk gehöre, und dass sie dieses unverzüglich verlassen müssten. Dies teilte die Gruppe auf ihrem Telegram-Kanal mit. Im Februar 2026 überquerten Dutzende Aktivisten von Uri Tzafon den Grenzzaun nahe der libanesischen Stadt Yaroun und pflanzten Bäume auf libanesischem Gebiet. Die Gruppe bezeichnete dies als einen „moralischen und historischen Schritt“. Die israelischen Streitkräfte nahmen zwei Personen fest und bezeichneten den Grenzübertritt als „schwere Straftat“. Im April 2026 berichtete Jewish Currents, dass Uri Tzafons einst marginalisierte Ideen breite Unterstützung in Regierung und Öffentlichkeit gefunden hätten. Die Anführer der Bewegung richteten ihren Blick nun auf Gebiete jenseits des Litani, in Richtung des Zaharani-Flusses, etwa 20 Kilometer tiefer im Libanon.</p>



<p>Das Streben nach einem „Großisrael“ und die Annexion von Pufferzonen knüpfen an eine Tradition israelischen strategischen Denkens an, die die Zersplitterung rivalisierender arabischer Staaten befürwortet. Zu dieser Tradition gehört der Yinon-Plan von 1982, ein Artikel, der in der hebräischen Zeitschrift Kivunim („Wegweisung“) veröffentlicht wurde und von Oded Yinon verfasst wurde, einem ehemaligen hohen Beamten im israelischen Außenministerium und Journalisten der Jerusalem Post. Yinon argumentierte, die von Kolonialmächten gezogenen Grenzen seien von Natur aus instabil und Israels Sicherheit werde am besten durch die von ihm so genannte „Auflösung der militärischen Kapazitäten arabischer Staaten östlich von Israel“ gewährleistet. Er schlug konkret vor, den Irak in separate kurdische, sunnitische und schiitische Gebiete aufzuteilen und Syrien und den Libanon in ähnlicher Weise entlang konfessioneller Linien zu zersplittern.</p>



<p>Die Verschlechterung der Beziehungen zwischen Israel und der Türkei stellt eines der bedeutendsten diplomatischen Opfer der Zeit nach dem 7. Oktober dar. Die israelische Führung betrachtet die Türkei nicht nur als problematischen Partner, sondern als strategischen Gegner, dessen regionale Ambitionen ein koordiniertes Gegenbündnis erfordern.</p>



<p>Außenminister Israel Katz trieb diese Haltung mit einer höchst persönlichen und eskalierenden Rhetorik voran. Nach der Rede des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vom 28. Juli 2024, in der er andeutete, sein Land könne in Israel intervenieren, „genau wie wir in Bergkarabach und Libyen einmarschiert sind“, antwortete Katz auf X, Erdogan trete „in die Fußstapfen Saddam Husseins“ und solle sich „daran erinnern, was dort geschah und wie es endete“. Er veröffentlichte dazu ein Foto von Erdogan neben dem ehemaligen irakischen Diktator. Katz wies israelische Diplomaten an, „dringend mit allen NATO-Mitgliedern in Dialog zu treten“, um die Verurteilung und den Ausschluss der Türkei aus dem Bündnis zu fordern. Er bezeichnete die Türkei als „Land, das das Hauptquartier der Hamas beherbergt“ und als Teil der „iranischen Achse des Bösen“.</p>



<p>Abgesehen von dieser Rhetorik hat Netanjahu eine Vision für ein regionales Gegenbündnis formuliert. Am 23. Februar 2026, kurz vor dem Besuch des indischen Premierministers Narendra Modi in Israel, kündigte Netanjahu ein geplantes „Sechseck der Allianzen“ an, dem Israel, Indien, Griechenland und Zypern sowie weitere, nicht näher genannte arabische, afrikanische und asiatische Staaten angehören sollen. Er erklärte, die Initiative diene dazu, „den radikalen Achsen entgegenzuwirken, sowohl der radikalen schiitischen Achse, die wir sehr hart getroffen haben, als auch der aufstrebenden radikalen sunnitischen Achse“. Obwohl Netanjahu die Türkei nicht explizit als Führungsmacht der sunnitischen Achse bezeichnete, sehen israelische Politiker und Analysten die Türkei unter Erdogan als Hauptsorge. Der ehemalige Premierminister Naftali Bennett bezeichnete die Türkei kürzlich gar als „den neuen Iran“.</p>



<p>Die Veränderungen in Israels Rhetorik und Doktrin seit dem 7. Oktober haben tiefgreifende Auswirkungen auf das internationale Ansehen des Landes. Die Rhetorik um ein „Großisrael“ und die Annexion des Südlibanon haben zu einer, wie Beobachter es nennen, „dunklen neuen Phase“ in Israels Beziehungen zur internationalen Gemeinschaft geführt. Langjährige Partner, darunter Großbritannien, haben die Handelsverhandlungen ausgesetzt und Sanktionen gegen Personen verhängt, die an der Siedlerbewegung beteiligt sind. Als Hauptgrund nannten sie die scharfe Rhetorik israelischer Minister.</p>



<p>Die Militäroffensive gegen den Iran Anfang 2026 und die darauffolgende iranische Vergeltungsmaßnahme – die Schließung der Straße von Hormus – lösten die weltweit größte Ölversorgungskrise seit den 1970er Jahren aus. Die Neueinstufung der Straße als Hochrisikogebiet führte zu einem Anstieg der Versicherungsprämien um über 1000 % und trug so zu einer globalen Treibstoffkrise und massiven Schwankungen an den Finanzmärkten bei. Allein in Israel werden die wirtschaftlichen Schäden des Mehrfrontenkrieges auf über 11,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.</p>



<p>Während Israel die Grenzen des 20. Jahrhunderts auflöst, erschüttern die daraus resultierenden Schockwellen sowohl regionale Bündnisse als auch die globalen Energiemärkte. Die Transformation des jüdischen Staates zu einer expansionistischen Macht hat ehemalige Partner zu strategischen Gegnern gemacht, sodass der jüngste Waffenstillstand wie eine kurze Unterbrechung in einem viel größeren Drama wirkt. Im neuen Nahen Osten wird die Landkarte mit Gewalt neu gezeichnet, und die Folgen dieser Entwicklung sind vom Litani-Fluss bis zur Straße von Hormus spürbar.</p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Angriff auf den Iran und Großisrael</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/der-angriff-auf-den-iran-und-grossisrael/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 14:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Niederlage des Irans würde die strategische Vorherrschaft des Imperialismus über die strategisch wichtige eurasische Landmasse erheblich stärken. José Goulão, 20.04.2026 Das ist nichts Neues: Die Vereinigten Staaten von Amerika begannen den Krieg gegen den Iran, weil Israel ihn ohnehin begonnen hätte. Die Eliminierung des Irans ist eine zionistische Obsession und zugleich die fehlende Voraussetzung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Eine Niederlage des Irans würde die strategische Vorherrschaft des Imperialismus über die strategisch wichtige eurasische Landmasse erheblich stärken.</strong></p>



<p><strong>José Goulão</strong>, 20.04.2026</p>



<p>Das ist nichts Neues: Die Vereinigten Staaten von Amerika begannen den Krieg gegen den Iran, weil Israel ihn ohnehin begonnen hätte.</p>



<p>Die Eliminierung des Irans ist eine zionistische Obsession und zugleich die fehlende Voraussetzung für die Schaffung eines „neuen Nahen Ostens“.</p>



<p>Zwei große Interessen streben nach der Auflösung eines unabhängigen Irans. Washington beabsichtigt, die strategische Eroberung Westasiens, die mit der Zerstörung des Irak 1991 begann und 2003 fortgesetzt wurde, zu vollenden. Der Zionismus will einen entscheidenden Schritt zur Verwirklichung Großisraels unternehmen, einem alten kolonialen Traum.</p>



<p>Die zionistische Eroberung des Gebiets „vom Nil bis zum Euphrat“ hat wenig mit dem Ziel der „Rückkehr des auserwählten Volkes ins Gelobte Land“ zu tun.</p>



<p>Israel ist ein Kolonialstaat, bewohnt von Ausländern, die größtenteils aus Gemeinden konvertierter Juden aus Europa und den Vereinigten Staaten stammen. Diese Bevölkerungsgruppen haben keine ethnische oder kulturelle Verbindung zu den jüdischen Palästinensern.</p>



<p>Großisrael wäre ein riesiges geostrategisches Territorium, entscheidend für die zionistische Vorherrschaft über die gesamte Region im Dienste des Imperialismus westlicher Prägung.</p>



<p>Dafür ist eine neue „Gestaltung“ des Nahen Ostens notwendig, die nur durch die Beseitigung der dort existierenden nationalistischen und unabhängigen Regime möglich ist. Der imperialistische Zionismus begann mit der Zerstörung des Irak, ging weiter nach Libyen und Syrien, neutralisierte Ägypten, massakriert den Libanon und setzt die Vernichtung des palästinensischen Volkes fort.Um dieses „Werk“ zu vollenden, muss der Iran ausgeschaltet werden. Deshalb ist der Waffenstillstand völlig haltlos. Der Iran weiß, dass Israel die Initiative ergreifen wird – wie es bereits im Libanon geschieht – und Trump erneut zwingen wird, seiner Strategie zu folgen. Unterdessen verschärft der US-Präsident seine Provokationen durch Blockadeversuche iranischer Häfen, um Teheran zu einem Angriff auf die iranische Marine zu zwingen und so einen angeblichen Vorwand für den Bruch des Waffenstillstands zu schaffen.</p>



<p>Israel hat massiv in dieses Ziel investiert, einen unabhängigen Iran zu eliminieren. Dem Mossad gelang es sogar, den Oberbefehlshaber der Revolutionsgarde, General Ismail Qaani, zu rekrutieren. Die Revolutionsgarde ist die militärische Eliteeinheit der Islamischen Republik und der Kern der „Achse des Widerstands“ – bestehend aus Teheran, der libanesischen Hisbollah und dem besiegten syrischen Nationalistenregime –, die nach wie vor den einzigen Widerstand gegen den Imperialismus in der Region darstellt.</p>



<p>General Qaani war der Nachfolger des legendären Generals Qassem Soleimani und übernahm dessen Posten, nachdem Soleimani im Januar 2020 auf Befehl Trumps bei einem Präzisionsangriff auf dem Flughafen von Bagdad getötet worden war.</p>



<p>Qaanis Verrat wurde schließlich durch die aufeinanderfolgenden „Wunder“ seines jüngsten Lebens aufgedeckt:</p>



<p>Im September 2024 verließ er ein Treffen in einem unbekannten Bunker im Süden Beiruts wenige Minuten vor dem brutalen israelischen Bombenangriff, bei dem der Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah und die Parteiführung getötet wurden;</p>



<p>Im Juli desselben Jahres wurde der Chef des Politbüros der Hamas, Ismail Haniyeh, vom Mossad ermordet, während er unter Qaanis Schutz in einer Hochsicherheitseinrichtung der Revolutionsgarde in Teheran stand;</p>



<p>Ebenfalls 2024 entkam General Qaani in Teheran einem präzisen und tödlichen Bombenangriff auf ein Gebäude, das er kurz vor dem Angriff der Vereinigten Staaten verlassen hatte;</p>



<p>Am 28. Februar dieses Jahres nahm der Chef der Revolutionsgarde an einem Treffen mit Ayatollah Khamenei und dem Großteil der iranischen Führungsspitze teil, verließ das Gebäude jedoch acht bis fünfzehn Minuten vor dem Bombenangriff, der den spirituellen Führer tötete.</p>



<p>Am selben Tag zeigten US-amerikanische und israelische Luftangriffe bemerkenswerte Präzision gegen viele der sensibelsten Verteidigungsanlagen der Islamischen Republik.</p>



<p>Trotz des Verrats und der verheerenden Folgen der Aggression erholt sich der Iran, leistet Widerstand, startet Gegenangriffe und erzwang einen demütigenden Waffenstillstand gegen den imperialen Zionismus. Die Diktaturen am Golf, Israel und die US-Militärbasen in der Region haben schwere Schäden erlitten und konnten unter iranischen Raketen- und Drohnenangriffen keinen einzigen Tag ausruhen. Teheran schloss die strategisch wichtige Straße von Hormus und setzt die Weltwirtschaft zunehmend unter Druck, so sehr, dass Trump sogar NATO-Staaten und bemerkenswerterweise die Volksrepublik China um Hilfe bei der Aufhebung der Blockade bat. Der Versuch, iranische Häfen zu blockieren, zielt auch darauf ab, China wegen seiner Opposition gegen die Aggression gegen den Iran zu bestrafen.</p>



<p>Die Völker, die das iranische Hochland seit Jahrtausenden bewohnen, haben gelernt, dass die Verteidigung gegen technologisch überlegene Feinde durch Widerstand, Organisation und Geduld gelingt. Und dass ein Abnutzungskrieg aus der Ferne, durch indirekten Druck und über einen langen Zeitraum geführt wird. Der Imperialismus seinerseits zeigt erste Anzeichen dafür, dass ihm die Zeit nicht mehr günstig steht.</p>



<p>Der Widerstand eines unabhängigen Irans ist von entscheidender Bedeutung. Seine Niederlage würde die strategische Vorherrschaft des Imperialismus über die lebenswichtige eurasische Landmasse erheblich stärken. Sie würde zudem den Weg für den Aufbau Großisraels ebnen und einen gewaltigen Schritt hin zur Errichtung eines unmenschlichen neoliberalen globalistischen Regimes bedeuten. Die Völker der Welt befänden sich dann in einer furchtbaren Lage.</p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie die „Herren des Landes“ die Politik des jüdischen Staates bestimmen und der Westen tatenlos abnickt</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/wie-die-herren-des-landes-die-politik-des-juedischen-staates-bestimmen-und-der-westen-tatenlos-abnickt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 13:21:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 19.04.2026 Die „Herren des Landes“, die rechtsradikalen Juden in den Westbank, bestimmen mehr und mehr die Politik des jüdischen Staates. Ihrem Ziel, eine Friedenslösung ein für allemal zu verhindern, sind diese mit tatkräftiger Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dessen rechtsextremen Ministern Bezalel Smotrich und Itamar Ben- Gvir gefährlich nahe gekommen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 19.04.2026</p>



<p>Die „Herren des Landes“, die rechtsradikalen Juden in den Westbank, bestimmen mehr und mehr die Politik des jüdischen Staates.</p>



<p>Ihrem Ziel, eine Friedenslösung ein für allemal zu verhindern, sind diese mit tatkräftiger Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dessen rechtsextremen Ministern Bezalel Smotrich und Itamar Ben- Gvir gefährlich nahe gekommen, aber offenbar spielen auch deutsche Waffen, die BK Merz wieder an den jüdischen Staat liefern lässt, eine gewichtige Rolle, werden die rechtsextremem Juden tatkräftig vom israelischen Militär unterstützt, geht es um die Vertreibung von Palästinensern und der Zerstörung ganze Dörfer.</p>



<p>Aber auch vor Mord schrecken die radikalen Juden nicht zurück, alles unter tatkräftiger Unterstützung des Militärs des jüdischen Staates.</p>



<p>Was die „Expansion“ der illegalen jüdischen Siedlungen angeht, wurden seit März 2025 laut „Peace Now“ 34 neue illegale jüdische Siedlungen in den Westbank geplant und genehmigt. Dazu kommen etwas mehr als 30.000 neue Wohnungen nur für Juden. Insgesamt wurden seit Ende 2022 102 neue illegale jüdische Siedlungen genehmigt und auch bereits gebaut.</p>



<p>Ganz aktuell sollen in Ost-Jerusalem die Bewohner eines Hauses, die dort seit den 30er &nbsp;Jahren leben, vertrieben werden. Initiator dieser Vertreibung ist die rechtsextreme und zionistische Gruppe „Ateret Cohanim“, die Platz für die „Herren des Landes“, also für sich und anderen radikale Juden, beansprucht.</p>



<p>Besonders ins Auge fällt, das nördlich von Dschenin, wo es bislang keine großen Siedlungsaktivitäten gibt, völkerrechtswidrige jüdische Siedlungen geplant sind.</p>



<p>Alles in allem muss festgestellt werden, das sich die völkerrechtswidrigen jüdischen Siedlungen immer weiter ausbreiten und das auf Privatland von Palästinensern mit Unterstützung des israelischen Regierung und des Militärs des jüdischen Staates.</p>



<p>Aber auch eine extreme Zunahme von Gewalt ausgehend von radikalen Juden, meistens Siedler, gegenüber Palästinensern ist zu beobachten, eine Entwicklung, die von der Netanjahu Regierung gewollt und ganz bewusst unterstützt wird, so werden ganze Dörfer, Wohnhäuser, Moschee zerstört und auch immer mehr Palästinenser ermordet, und das alles straffrei.</p>



<p>Und unsere Bundesregierung? Diese hat nichts besseres zutun, als zu schweigen und weiterhin Waffen an Israels faschistische Regierung und Militär, welches die radikalen Siedler unterstützt, zu liefern.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Betreff: Israels Gesetzentwurf zur Todesstrafe – DRINGENDER Handlungsbedarf</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/betreff-israels-gesetzentwurf-zur-todesstrafe-dringender-handlungsbedarf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 13:19:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Palästina Solidarität Österreich, 19.04.2026 Israel hat mit mehrheitlichem Knesset Beschluss das Gesetz der Todesstrafe für Palästinenser verabschiedet. Furchtbar genug, und dann haben noch etliche Minister&#160; dies abscheulich geschmacklos mit Champagner gefeiert. ECCP (European Coordination of Committees and Associations for Palestine), die Dachorganisation bei der FiSW Mitglied sind, hat einen Brief verfasst, der in den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Von <strong>Palästina Solidarität Österreich</strong>, 19.04.2026</p>



<p><em>Israel hat mit mehrheitlichem Knesset Beschluss das Gesetz der Todesstrafe für Palästinenser verabschiedet. Furchtbar genug, und dann haben noch etliche Minister&nbsp; dies abscheulich geschmacklos mit Champagner gefeiert.</em></p>



<p><em>ECCP (European Coordination of Committees and Associations for Palestine), die Dachorganisation bei der FiSW Mitglied sind, hat einen Brief verfasst, der in den jeweiligen Landessprachen der Eu-Länder an die Außenminister und Regierungschefs verschickt wurde.</em></p>



<p><em>Zu Ihrer/Eurer Information leiten wir hier den Brief weiter, der von uns (Frauen in Schwarz) an Außenministerin Mag. Beate Meinl-Reisinger, Bundeskanzler Christian Stocker und Vizekanzler Andreas Babler geschickt wurde.</em></p>



<p>Betreff: Israels Gesetzentwurf zur Todesstrafe – DRINGENDER Handlungsbedarf</p>



<p>Am 30. März hat die israelische Regierung das Gesetz zur Todesstrafe verabschiedet, das durch Militärgerichte mit einer Verurteilungsquote von 96 % durchgesetzt wird, jedoch ausschließlich gegen Palästinenser.</p>



<p>Nicht einmal das Apartheid-Regime in Südafrika hatte Hinrichtungen nur für eine einzige „Rassengruppe“ gesetzlich verankert. Israel ist nun der erste Staat, der eine Todesstrafe gesetzlich verankert hat, die in der Praxis nur für eine ethnische Gruppe gilt, während eine andere davon effektiv abgeschirmt ist…<strong>Weiterlesen unter</strong> <a href="https://www.palaestinasolidaritaet.at/2026-04-15-betreff-israels-gesetzentwurf-zur-todesstrafe-dringender-handlungsbedarf/">https://www.palaestinasolidaritaet.at/2026-04-15-betreff-israels-gesetzentwurf-zur-todesstrafe-dringender-handlungsbedarf/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Israelische Angriffe auf den Libanon fordern zahlreiche Tote unter Kindern und medizinischem Personal</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israelische-angriffe-auf-den-libanon-fordern-zahlreiche-tote-unter-kindern-und-medizinischem-personal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 16:34:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die israelischen Bodenoperationen konzentrieren sich auf Bint Jbeil, das Netanjahu als „Hauptstadt“ der Hisbollah bezeichnet hat. Jason Ditz, 16.04.2026 Während die Militäroffensiven gegen den Libanon unvermindert andauern, behaupten israelische Offizielle, dass sich unter den Getöteten hohe, aber zunehmend unglaubwürdige Zahlen von Hisbollah-Mitgliedern befänden. Offiziellen Angaben zufolge wurden in den letzten 24 Stunden 200 Hisbollah-Ziele angegriffen, [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Die israelischen Bodenoperationen konzentrieren sich auf Bint Jbeil, das Netanjahu als „Hauptstadt“ der Hisbollah bezeichnet hat.</strong></p>



<p><strong>Jason Ditz</strong>, 16.04.2026</p>



<p>Während die Militäroffensiven gegen den Libanon unvermindert andauern, behaupten israelische Offizielle, dass sich unter den Getöteten hohe, aber zunehmend unglaubwürdige Zahlen von Hisbollah-Mitgliedern befänden. Offiziellen Angaben zufolge wurden in den letzten 24 Stunden 200 Hisbollah-Ziele angegriffen, und Generalstabschef Eyal Zamir spricht von „über 1.700“ getöteten Hisbollah-Kämpfern im laufenden Krieg.</p>



<p>Das israelische Militär ist dafür bekannt, getötete Libanesen als heimliche Hisbollah-Mitglieder zu bezeichnen, ohne dafür Beweise vorzulegen. Angesichts der zahlreichen dokumentierten Todesfälle von eindeutig nicht der Hisbollah zugehörigen Personen ist es jedoch höchst unwahrscheinlich, dass von den 2.167 Getöteten über 1.700 der Hisbollah angehörten.</p>



<p>Kinder stellen einen gut dokumentierten Anteil der Getöteten dar. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtet von mindestens 172 Kindern, die während des Krieges bei israelischen Angriffen getötet wurden. Dies verschärft sich zunehmend, da Israel immer tiefer in den Libanon vordringt und scheinbar wahllos Wohngebiete angreift. Mit steigenden Opferzahlen unternimmt das israelische Militär immer weniger Anstrengungen, diese Angriffe plausibel zu rechtfertigen.</p>



<p>Auch Rettungssanitäter geraten immer häufiger ins Visier des israelischen Militärs. In der Stadt Mayfadoun im libanesischen Distrikt Nabatieh wurden drei weitere getötet und sechs weitere verletzt, als sie versuchten, Verletzte aus vorhergehenden israelischen Angriffen zu retten und dabei selbst unter israelisches Feuer gerieten.</p>



<p>Das libanesische Gesundheitsministerium verurteilte die Angriffe als „eklatantes Verbrechen“, das darauf abziele, medizinisches Personal an der Rettung von Menschenleben zu hindern. Seit der Eskalation des Krieges am 3. März wurden 91 Angehörige des Gesundheitswesens getötet, da Israel regelmäßig Krankenwagen und Krankenhäuser angreift.</p>



<p>Seit einigen Tagen konzentriert sich Israels Offensive auf die Grenzstadt Bint Jbeil. Vor dem Krieg wurde sie mal als Dorf, mal als Stadt bezeichnet. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu präsentierte die kleine Gemeinde nun als „Hauptstadt“ der Hisbollah im Südlibanon und behauptete, nach mehrtägigen Kämpfen stünde sie kurz vor der Einnahme.</p>



<p>Anfang der Woche feierten israelische Offizielle die Eroberung und Zerstörung eines „Stadions“ in Bint Jbeil, in dem Hisbollah-Gründer Hassan Nasrallah einst eine Rede gehalten hatte. Die Bilder des zerstörten „Stadions“ zeigten jedoch kaum mehr als einen kleinen Fußballplatz mit einigen Tribünen an den Seiten.</p>



<p>Nasrallahs Entscheidung, dort vor rund 26 Jahren eine Rede zu halten, dürfte weniger mit der Bedeutung des Stadions selbst, sondern vielmehr damit zusammengehangen haben, dass er in einer der südlichsten Gemeinden des Libanon sprechen wollte, nachdem Israel die vorherige Besatzung im Süden beendet hatte. General Guy Levy bezeichnete Nasrallahs Tod im Jahr 2024 und die Zerstörung des Stadions im Jahr 2026 als einen bedeutenden Erfolg für das israelische Militär. </p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>Netanjahu versperrt Trump den Ausweg</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/netanjahu-versperrt-trump-den-ausweg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 13:57:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Paul Craig Roberts, 10.04.2026 Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass keine Regierung auf der Welt, die derzeit in bedeutende Ereignisse verwickelt ist, die Realität berücksichtigt. Beginnen wir mit Israel, Washington, Iran, Russland und China. Israels Realitätsferne liegt in der zionistischen Agenda eines Großisraels – Israel vom Nil in Ägypten bis nach Pakistan, also im [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Paul Craig Roberts</strong>, 10.04.2026</p>



<p>Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass keine Regierung auf der Welt, die derzeit in bedeutende Ereignisse verwickelt ist, die Realität berücksichtigt. Beginnen wir mit Israel, Washington, Iran, Russland und China.</p>



<p>Israels Realitätsferne liegt in der zionistischen Agenda eines Großisraels – Israel vom Nil in Ägypten bis nach Pakistan, also im gesamten muslimischen Nahen Osten. Diese Agenda ist der Motor des aktuellen israelisch-amerikanischen Krieges gegen den Iran, während die Türkei, der Libanon und Saudi-Arabien in den Startlöchern stehen. Israel hat Washington bereits erfolgreich benutzt, um Libyen, den Irak und Syrien als funktionierende arabische Staaten zu zerstören. Der Nahe Osten ist ein riesiges Gebiet mit vielen Menschen. Israel ist klein, hat eine geringe Bevölkerungszahl und ist unmöglich in der Lage, ein so großes Gebiet wie den Nahen Osten zu besetzen und zu kontrollieren. Dennoch ist die zionistische Agenda das vorrangige Ziel der israelischen Regierung. Niemand in Washington, Europa, Russland, Indien, China und im Nahen Osten begreift, dass Frieden im Nahen Osten völlig unmöglich ist, solange Großisrael die zionistische Agenda darstellt. Doch keine Regierung, nicht einmal die iranische, ist so realitätsnah, dass sie diese offenkundige Tatsache erkennt und vorschlägt, Israels Verpflichtung zu Großisrael durch Verhandlungen aufzugeben. Stattdessen konzentrieren sich die Verhandlungen darauf, Irans Recht auf Urananreicherung und Raketenproduktion zu verhandeln. Solche Verhandlungen tragen nicht zur Abschreckung israelischer Aggressionen bei, sondern erleichtern sie.</p>



<p>Irans Realitätsferne zeigt sich in dem Glauben – wie das iranische Zehn-Punkte-Programm belegt –, dass Frieden ohne Auseinandersetzung mit der zionistischen Agenda erreicht werden kann. Iran glaubt, dass Frieden die Folge sein wird, wenn die zehn Punkte akzeptiert und umgesetzt werden. Doch Irans Zehn-Punkte erwähnen die zionistische Agenda von Großisrael mit keinem Wort, die von Amerikas zionistischen Neokonservativen als die Zerstörung von sieben Ländern für Israel innerhalb von fünf Jahren formuliert wird. Offensichtlich versteht die iranische Regierung nicht, dass Frieden im Nahen Osten nur von einer Sache abhängt: Israels Verzicht auf die zionistische Agenda.</p>



<p>Die Golfstaaten, die Türkei und Saudi-Arabien teilen Irans Realitätsverlust in Bezug auf Großisrael. Der Nahe Osten hat sich nie gegen die israelische Bedrohung vereint und sich damit abgefunden, nach und nach ausgeschaltet zu werden. Die Golfstaaten haben sich sogar mit Israel und den USA gegen ihre muslimischen Glaubensbrüder verbündet.</p>



<p>Putins Realitätsverlust liegt in seinem Unvermögen zu begreifen, dass die eigentliche Ursache des Konflikts nicht das Fehlen eines gemeinsamen Sicherheitsabkommens mit dem Westen ist, sondern Washingtons Hegemonialbestrebungen. So wie Israel die Hegemonie im Nahen Osten anstrebt, strebt Washington die Hegemonie über die Welt an. Washingtons Agenda ist nicht realistischer als die Israels, doch die Wolfowitz-Doktrin ist dennoch der entscheidende Faktor in der amerikanischen Außenpolitik. Putin begreift nicht, dass er, wenn er mit Washington verhandelt, mit der amerikanischen Hegemonie verhandelt. Trump hat die amerikanische Hegemonie nicht aufgegeben. Er hat sie kürzlich auf den Iran, die Straße von Hormus, Venezuela, Grönland und Kuba ausgedehnt. Er sichert die amerikanische Hegemonie über Russland mit Sanktionen und über China mit Sanktionsdrohungen, Zöllen und Konflikten mit Taiwan.</p>



<p>Chinas Realitätsferne liegt in Xis Überzeugung, dass China mit einer Politik der Nichteinmischung seine Gegner überdauern kann. Xi ging sogar so weit, alle Offiziere, die für China kämpfen würden, aus dem chinesischen Militär zu entfernen und sie durch Politiker zu ersetzen, die sich von Xis Illusionen und nicht von militärischen Realitäten leiten lassen. Dadurch ist China für Russland und Iran zu einem nutzlosen Verbündeten geworden. Das Scheitern der drei Länder beim Abschluss eines gemeinsamen Sicherheitsabkommens hat jedes von ihnen isoliert und sie somit zu einem leichteren Ziel für die amerikanische Hegemonie gemacht. Nur Iran ist von den dreien bereit zu kämpfen.</p>



<p>Washingtons Realitätsferne besteht darin, dass die Missachtung der US-Souveränität es Israel ermöglicht hat, Amerika im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts in einen Krieg im Nahen Osten zu schicken – mit Kosten in Billionenhöhe und vielen amerikanischen Menschenleben. Der israelische Einfluss in den USA ist in den Bereichen Finanzen, Medien, Universitäten und Unterhaltung vorherrschend, wo Amerikaner eine zionistische Weltanschauung verinnerlichen. Viele Amerikaner, wie die sogenannten „christlichen Zionisten“, Konservative mit ihrem Slogan „Wer Israel nicht liebt, kann kein Amerikaner sein“ und die Unterwerfung des US-Kongresses unter jede israelische Forderung beweisen, sind eher Israelis als Amerikaner.</p>



<p>Der Iran versteht nicht, dass er sich nicht im Krieg mit Amerika befindet. Amerika ist lediglich ein Stellvertreter Israels. Der Iran befindet sich im Krieg mit Großisrael. Daher ist Irans Zehn-Punkte-Programm wertlos, da es die zionistische Agenda nicht berücksichtigt. Irans Zehn-Punkte-Plan diente Trump, nicht dem Iran. Er bot Trump einen Ausweg, bevor er sein Versprechen, die iranische Zivilisation auszulöschen, brechen musste.</p>



<p>Der Iran feiert einen „historischen Sieg, da Trump den Zehn-Punkte-Plan akzeptiert“. Doch Trump akzeptierte den iranischen Plan nicht. Er sagte, er akzeptiere ihn als Verhandlungsgrundlage – dasselbe, was er den Russen immer wieder gesagt hat. Der kurzfristige Sieg gehört Trump, nicht dem Iran. Der Iran hatte geschworen, keinen Waffenstillstand zu akzeptieren, hat es aber getan.</p>



<p>Tatsächlich gibt es keinen Waffenstillstand. Israel bombardierte umgehend Wohngebiete in einer christlichen Stadt im Libanon und tötete und verletzte dabei etwa 2.000 Zivilisten. Der Iran verkündete daraufhin umgehend die erneute Schließung der Straße von Hormus.</p>



<p>Netanjahu will ganz offensichtlich die Zerstörung des Irans, nicht Frieden. Trump wird sich mit Netanjahu um einen Ausweg streiten müssen. Der Iran behauptet, der Waffenstillstand schließe auch den Libanon ein. Israel und US-Vizepräsident Vance widersprechen dem. Ob Vance es nun realisiert oder nicht: Er hat Netanjahu damit grünes Licht für die Fortsetzung der Angriffe auf den Libanon gegeben. Sollte der Iran seine Zehn-Punkte-Allianz an die Interpretation von Vance und Netanjahu anpassen, würde er bereits einen seiner Punkte preisgeben, bevor er in Verhandlungen geht. Da es keinen Waffenstillstand gibt, sind Verhandlungen überhaupt möglich? Wenn nicht, wo liegt Trumps Ausweg?</p>



<p>Netanjahus Missachtung des amerikanischen Präsidenten deutet darauf hin, dass er – wie israelische Ministerpräsidenten bereits sagten – davon überzeugt ist, dass „Israel Amerika kontrolliert“. Sofern Trump Israels Kontrolle über Amerika nicht beendet, werden wir wohl in einen Krieg mit dem Iran verwickelt sein. </p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>Gaza: Für den Rest der Welt nicht mehr erwähnenswert</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/gaza-fuer-den-rest-der-welt-nicht-mehr-erwaehnenswert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 14:14:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 07.04.2026 Die Lage im Gaza wird unter dem Deckmantel des Iran Krieges und vor allem des Mediengetöse um Donald Trump für die im Gaza lebenden Menschen immer unerträglicher. Nachdem in den letzten Tagen der jüdische Staat mehrere Militärbasen im Gaza errichtet und die einseitig gezogene „gelbe“ Grenze immer weiter in Richtung [&#8230;]]]></description>
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<p>Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 07.04.2026</p>



<p>Die Lage im Gaza wird unter dem Deckmantel des Iran Krieges und vor allem des Mediengetöse um Donald Trump für die im Gaza lebenden Menschen immer unerträglicher.</p>



<p>Nachdem in den letzten Tagen der jüdische Staat mehrere Militärbasen im Gaza errichtet und die einseitig gezogene „gelbe“ Grenze immer weiter in Richtung Westen verschiebt, also sich immer mehr Land einverleibt, werden nun auch wieder Luftangriffe auf den Gaza, bei denen eine Vielzahl von Palästinensern getötet und mehrere verletzt wurden, geflogen. Unter den getöteten ist lt. Medienberichten auch ein Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation &#8211; kurz  WHO. Als Folge des sog. „Zwischenfalls“ stoppte die WHO die Evakuierung schwerkranker Menschen aus dem Gaza nach Ägypten.</p>



<p>Und das der jüdische Staat die Einfuhr von lebenswichtigen Medikamenten in den Gaza nach wie vor verweigert, macht die Lage für die Bevölkerung noch dramatischer.</p>



<p>Laut diverser Medienberichte wird die israelische Armee neuerdings von einer vom jüdischen Staat unterstützte Miliz, die seit kurzem im Gaza operiert und Palästinenser verschleppt, unterstützt.</p>



<p>Es kommt dabei u.a. zu israelischen Drohnenangriffen und Häuserkämpfen, bei denen Palästinenser, die verzweifelt versucht hätten, ihre Familien und Häuser zu schützen, von israelischen Soldaten gezielt getötet wurden.</p>



<p>Bislang wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Gaza seit Beginn der letzten Waffenruhe knapp 700 Palästinenser durch das israelische Militär getötet. Auf israelischer Seite gab es im selben Zeitraum 4 Todesopfer (Soldaten).</p>



<p>Uns stellt sich die Frage, weshalb die westliche Welt, die momentan nur auf den Krieg gegen den Iran fokussiert ist, die Lage im Gaza auf einer Art und Weise negiert, die schon als menschenverachtend angesehen werden muss. Fast scheint es so, als ob die Palästinenser tatsächlich für den größten Teil der westlichen Welt wie auch Politik und Medien, nicht mehr als Menschen angesehen werden, der jüdische Staat in seinem Handeln Narrenfreiheit besitzt und deshalb der Gaza ignoriert wird.</p>



<p>Das, was im Gaza geschieht, scheint für den Rest der Welt nicht mehr erwähnenswert und US- Präsident Trump, der nützlichste Idiot, den der jüdische Staat je hatte, macht’s möglich.</p>
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		<title>Trump spricht in der Osterwoche von Krieg</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/trump-spricht-in-der-osterwoche-von-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 14:21:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Philip Giraldi, 05.04.2026 Die vergangene Woche war für viele Christen die Karwoche, die mit der Feier des Letzten Abendmahls am Gründonnerstag begann, gefolgt von der Trauer um Christi Kreuzigung und Tod am Karfreitag, Gebeten und Gottesdiensten am Karsamstag und schließlich der Feier der Auferstehung Christi am Ostersonntag. Hier in Washington verliefen die Dinge erwartungsgemäß etwas [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Philip Giraldi</strong>, 05.04.2026</p>



<p>Die vergangene Woche war für viele Christen die Karwoche, die mit der Feier des Letzten Abendmahls am Gründonnerstag begann, gefolgt von der Trauer um Christi Kreuzigung und Tod am Karfreitag, Gebeten und Gottesdiensten am Karsamstag und schließlich der Feier der Auferstehung Christi am Ostersonntag. Hier in Washington verliefen die Dinge erwartungsgemäß etwas anders. Präsident Donald Trump hielt am Mittwochabend eine Rede an die Nation, die aus einer Reihe von Lügen bestand, unter anderem über den angeblich hervorragenden Zustand der Wirtschaft. Er wollte die Besorgnis der amerikanischen Öffentlichkeit über den andauernden Krieg mit dem Iran beschwichtigen und lobte den Mut der US-Truppen, die iranische Schulkinder massakrieren, bevor er in eine Wutrede verfiel und die faktische Kapitulation des Iran forderte. Andernfalls würde er das Land „zurück in die Steinzeit bomben, wo es hingehört“. Am Karsamstag legte Trump nach und drohte dem Iran erneut. Auf Truth Social warnte er: „Irans Zeit läuft ab. Erinnert ihr euch, als ich Iran zehn Tage Zeit gab, ein Abkommen zu schließen oder die Straße von Hormus zu öffnen? Die Zeit drängt – nur noch 48 Stunden, dann bricht die Hölle über sie herein. Gott sei Dank!“</p>



<p>Am Karfreitag bekräftigte Trump diese Drohungen, indem er die Genehmigung des vom Weißen Haus vorgeschlagenen Militärhaushalts für 2027 in Höhe von 1,5 Billionen Dollar forderte – eine halbe Billion mehr als in diesem Jahr. Darin sind die kürzlich vom Pentagon für den Iran-Krieg beantragten 200 Milliarden Dollar noch nicht einmal enthalten. Trump setzte damit einen Teil seiner Rede vom Mittwoch in die Tat um, in der er erklärt hatte, die Vereinigten Staaten von Amerika könnten derzeit kein Geld für den Umweltschutz ausgeben oder sich um „Kinderbetreuung, Medicaid, Medicare und all diese Einzelleistungen“ kümmern. Stattdessen müssten sich die Vereinigten Staaten auf ihre Kriege konzentrieren. „Schickt kein Geld für Kinderbetreuung, denn die Vereinigten Staaten können sich nicht um Kinderbetreuung kümmern“, sagte Trump am Mittwoch. „Wir führen Kriege. Wir können uns nicht um Kinderbetreuung kümmern.“ Einige Zuhörer mutmaßten daraufhin, es sei eine befremdliche Äußerung, die so kurz vor Ostern jegliche christliche Nächstenliebe vermissen lasse.</p>



<p>Interessanterweise ergab eine Prognose aus derselben Woche, dass die US-Staatsverschuldung bei Fortsetzung der Defizitfinanzierung im nächsten Jahrzehnt um fast 7 Billionen Dollar steigen würde – von derzeit 39 Billionen Dollar, was an sich schon untragbar ist. Wenig überraschend hatte Trump die Schulden bereits in seinen ersten vier Amtsjahren um 7,8 Billionen Dollar erhöht.</p>



<p>Einem Nachrichtenbericht zufolge verschwendete Trump zudem 100 Millionen Dollar Steuergelder für seine 56 Reisen nach Mar-a-Lago in Florida, wo er insgesamt 110 Tage verbrachte, um Golf zu spielen. Sollte er dieses Tempo beibehalten, wird er bis zum Ende seiner Amtszeit eine halbe Milliarde Dollar für Golf ausgegeben haben. Offenbar fehlt das Geld für eine bessere Gesundheitsversorgung der Amerikaner, aber Unsummen für ein Spiel auszugeben, bei dem er angeblich betrügt, ist in Ordnung.</p>



<p>Doch es gab noch mehr. Anfang der Woche, am Palmsonntag, verurteilte Papst Leo den Iran-Krieg als „grausam“ und erklärte, die USA hätten „blutige Hände“. Dies stand im Widerspruch zu den Aussagen Trumps und seiner Anhänger, insbesondere Kriegsminister Pete Hegseth, der sich auf Gott und Jesus berief und gleichzeitig zu mehr Krieg aufrief. Die Antwort des Papstes lautete: „Das ist unser Gott: Jesus, König des Friedens, der den Krieg ablehnt, den niemand zur Rechtfertigung des Krieges missbrauchen kann.“</p>



<p>Trump, der keiner bekannten christlichen Konfession angehört und möglicherweise zum Judentum konvertiert ist, hat eine sogenannte christliche spirituelle Beraterin namens Paula White-Cain. Anfang der Woche „empfahl“ sie amerikanischen Christen, ein Zehntel ihres Bruttoeinkommens an Israel zu spenden. Sie erklärte, dies entspräche dem, was ihrer Ansicht nach richtig sei, um „Gott nicht zu ungehorsam zu sein“. Bei einem Mittagessen im Weißen Haus später in der Woche verglich sie Jesus Christus mit Donald J. Trump – eine Gleichsetzung, die viele Christen schockierte. Es sei außerdem darauf hingewiesen, dass das vom Weißen Haus geleitete Büro für Glaubensfragen, dem White-Cain vorsteht, kürzlich an der Ausweisung seines einzigen katholischen Mitglieds Carrie Prejean Boller beteiligt war. Diese hatte die Anerkennung des Zionismus als geschützte Religion durch das Büro aufgrund seiner politischen Agenda und seiner Kriegsverbrechen in Palästina kritisiert.</p>



<p>Und wo wir gerade von Christentum und der Trump-Regierung sprechen: Auch im Pentagon wurde Ostern gefeiert, wobei ein Aspekt der Veranstaltung für einige Merkwürdigkeiten sorgte. Die Feier fand am Karfreitag statt und war als religiöse Zusammenkunft angekündigt, obwohl Pete Hegseth, der Hauptredner, die Organisatoren anwies, Katholiken den Zutritt zu verbieten. Entsprechende Schilder hingen vor dem Veranstaltungsort. Hegseth, ein evangelikaler Christ und überzeugter Unterstützer Israels und des Zionismus, der sich für christliche Religiosität in den Streitkräften einsetzt, reagierte möglicherweise auf die Äußerungen des Papstes. Sein Verbot für Katholiken sorgte jedoch, gelinde gesagt, für Kontroversen. In einer E-Mail, die am Freitagmorgen an die Angehörigen der Luftwaffe verschickt wurde, hieß es: „Nur eine freundliche Erinnerung: Heute findet in der Kapelle des Pentagons ein protestantischer Gottesdienst (keine katholische Messe) zum Karfreitag statt.“ Ein Empfänger antwortete anonym: „Ich nehme an, damit die Katholiken wissen, dass ihresgleichen nicht willkommen sind. Das ist doch lächerlich.“</p>



<p>Eine weitere Geschichte mit religiösen Anspielungen tauchte letzte Woche ebenfalls auf. Die Verteidiger von Tyler Robinson, der möglicherweise im September in Utah von der Regierung als Mörder von Charlie Kirk angeklagt wird, haben enthüllt, dass sie durch technische Untersuchungen nachweisen konnten, dass Robinsons Gewehr nicht für den tödlichen Schuss verwendet wurde. Dies könnte bedeuten, dass das FBI, das erstaunlich schnell am Tatort eintraf und die Ermittlungen übernahm, möglicherweise im Voraus wusste, was geschehen würde. Sie griffen ein, indem sie unter anderem einem Arzt den Zugang zu dem möglicherweise noch lebenden Kirk verweigerten, nachdem dieser in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden war. Kirk hatte bekanntermaßen beschlossen, seine Unterstützung für Israels Verbrechen im Nahen Osten zu beenden und war bereit, seine Kritik öffentlich zu äußern. Interessanterweise trat der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu fast unmittelbar nach Kirks Tod im israelischen Fernsehen auf und erklärte, sein Land habe nichts mit dem Mord zu tun! Merkwürdig! Ich empfehle Ihnen dringend die heutige (Samstags-)Sendung mit Larry Johnson und Richter Andrew Napolitano, in der detaillierter erklärt wird, wie es zu einer Vertuschung kam und dass zumindest einige Indizien auf eine Zusammenarbeit Israels mit dem FBI hindeuten!</p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>Können wir bitte endlich aufhören, Israel als die „einzige Demokratie im Nahen Osten“ zu bezeichnen?</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/koennen-wir-bitte-endlich-aufhoeren-israel-als-die-einzige-demokratie-im-nahen-osten-zu-bezeichnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 14:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Martin Jay, 01.04.2026 Der Mord an drei libanesischen Journalisten hebt den Krieg zwischen den USA und Israel und dem Iran auf eine neue Ebene der Verkommenheit und Verzweiflung. Doch Journalisten tragen die Schuld daran. Es ist schwer zu begreifen, was an der Nachricht vom Tod dreier libanesischer Journalisten durch die israelische Armee während ihrer Arbeit [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Martin Jay</strong>, 01.04.2026</p>



<p>Der Mord an drei libanesischen Journalisten hebt den Krieg zwischen den USA und Israel und dem Iran auf eine neue Ebene der Verkommenheit und Verzweiflung. Doch Journalisten tragen die Schuld daran.</p>



<p>Es ist schwer zu begreifen, was an der Nachricht vom Tod dreier libanesischer Journalisten durch die israelische Armee während ihrer Arbeit schockierender ist: der Mord selbst oder das Schweigen der westlichen Medien, die sowohl die Morde an Journalisten als auch deren Berichterstattung unterstützen.</p>



<p>Israel übt seit Langem einen außerordentlichen Einfluss auf die westlichen Medien aus, die weitgehend als PR-Plattform für seine Ziele fungieren. Journalisten dürfen nicht nach Gaza einreisen und sind daher gezwungen, sich in einer Art Stockholm-Syndrom-ähnlicher Arbeitsbeziehung mit der Pressestelle der israelischen Armee (IDF) zu begeben. Diese liefert ihnen verzerrte „Fakten“ über die Lage vor Ort, verschweigt wichtige Informationen und füttert sie in manchen Fällen sogar mit Falschmeldungen. Angeblich dürfen Journalisten aus Sicherheitsgründen nicht nach Gaza einreisen – eine ebenso absurde wie komische Behauptung, da Israel mittlerweile eine beeindruckende Bilanz an gezielten Angriffen und Attentaten auf Journalisten vorzuweisen hat.</p>



<p>Der Mord an drei libanesischen Journalisten hat die Eskalation des israelischen Krieges gegen den Iran jedoch verschärft und die Verzweiflung der Regierung deutlich gemacht. Sie kämpft verzweifelt damit, dass das Land durch die täglichen iranischen Raketenangriffe langsam in Schutt und Asche gelegt wird. Der Krieg scheint sich nun weniger um die Frage zu drehen, wer was getroffen hat, sondern vielmehr darum, Journalisten unter Waffengewalt zu zwingen, falsche „Nachrichten“ zu verfassen oder, im Falle vieler großer westlicher Medien wie der BBC, schlichtweg nicht über die iranischen Angriffe zu berichten. In diesem Umfeld darf die öffentliche Meinung natürlich nicht außer Kontrolle geraten und die USA und Israel zur Rechenschaft ziehen, da das, was wir im Fernsehen sehen, völlig verzerrt ist und kaum oder gar nichts mit der Realität zu tun hat.</p>



<p>Der Mord an den drei libanesischen Journalisten wird von der israelischen Armee als großer Sieg gefeiert werden, da er allen Journalisten im Libanon eine erschreckende Mahnung sendet: Sie müssen sich an die Vorgaben halten, sonst werden sie ins Visier genommen. Doch er markiert auch einen Wendepunkt in der Kriegsberichterstattung im Allgemeinen, denn nun besteht kein Zweifel mehr daran, dass Journalisten auf dem Schlachtfeld als legitime Ziele gelten. Dies wird weltweit Folgen haben, da Journalisten sich nicht ausreichend von Armeen, Regierungen und Regimen distanzieren können. Sobald sie eine mit „Presse“ gekennzeichnete Schutzweste tragen, präsentieren sie sich als Parteigänger und werden somit – genau wie die Soldaten an ihrer Seite – zu einem legitimen Ziel.</p>



<p>Korruption spielt in dieser traurigen Geschichte eine zentrale Rolle. Sowohl gegen Netanjahu als auch gegen Trump laufen entweder Untersuchungen wegen Korruption oder wird es nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt mit Sicherheit in großem Umfang geben. Sie können ihre Ämter schlichtweg nicht verlassen, und ihre einzige Möglichkeit, an der Macht zu bleiben, besteht darin, Chaos und Intrigen zu säen, die die Medien ausschlachten können, während die öffentliche Aufmerksamkeit vorübergehend von ihnen abgelenkt wird. Kürzlich wurden neue Aufnahmen veröffentlicht, die Netanjahu bei einem Verhör durch Polizisten zeigen, die gegen ihn wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit teuren Geschenken ermitteln, die ihm von Personen überreicht werden, die sich Vorteile von seinem Büro erhoffen. Dies dürfte jedoch nur die Spitze des Eisbergs sein, und wenn die Polizei tiefer gräbt, werden sie auf weitaus größere und bedeutendere Fälle von Korruption stoßen. Bibi wird mit Sicherheit eine Haftstrafe verbüßen, wenn die Ermittler ungehindert arbeiten können und der Justiz ausreichend Zeit für die Bearbeitung des Falls eingeräumt wird. Doch in dieser Kriegszeit ist zu erwarten, dass sein Verfahren ins Stocken gerät. Die Invasion des Libanon, die die Hisbollah zu Angriffen auf Ziele in Israel provoziert hat, hat ihren Zweck perfekt erfüllt, den Ausnahmezustand in Israel auf eine neue Ebene zu heben, auf der solche Verfahren voraussichtlich auf Eis gelegt werden. Trump hingegen scheint die US-Medien von der Berichterstattung über die tausenden Seiten voller Details über seine Beziehungen zu Kindern abgelenkt zu haben, was, so hätte man annehmen können, seine Unterstützung in der eigenen Wählerschaft beeinträchtigt hätte.</p>



<p>Beide Männer sind verzweifelt darauf angewiesen, die Medienberichterstattung zu kontrollieren. Journalisten zu ermorden und anderen Medien zu erzählen, die Getöteten hätten für die Hisbollah gearbeitet und die Presse als Tarnorganisation benutzt, ist ein Paradebeispiel für Donald Trumps Lügenkunst. Trump verbreitet derzeit stündlich so viele Lügen über die Lage im Iran, dass Journalisten sich nicht beschweren können, ins Visier genommen zu werden, wenn sie Fakten berichten und die überwiegende Mehrheit von ihnen einfach alles, was er sagt, mehr oder weniger als Fakt wiedergibt. Genau hier liegt das Problem. Wenn wir keine kritischen Fragen stellen und die Aussagen und Behauptungen von Trump und Netanjahu nicht als falsch melden, wird deutlich, wie viel Macht sie über Journalisten ausüben wollen, die größtenteils aus Angst vor Repressalien die Falschberichterstattung mittragen. Im wahrsten Sinne des Wortes.</p>



<p>Die angeblichen Verluste an US-Militärgerät zum Beispiel sind reine Fiktion. Laut Trump seien Kriegsschiffe aufgrund mangelnder Wartung außer Gefecht gesetzt und Kampfflugzeuge würden ständig durch Eigenbeschuss abgeschossen. Das ist ein Hollywood-Drehbuch, an dessen Ausarbeitung unzählige Journalisten täglich mitwirken. Fakt ist jedoch, dass kein einziger US-amerikanischer Journalist die ungeschminkten Fakten berichtet. Die Straße von Hormus wurde von Iran eingenommen, die USA verfügen fast über keine Raketen mehr, ihre beiden Flugzeugträger kehren aufgrund von Angriffen nur schwerfällig in die Heimat zurück, die Ölpreise sind gestiegen, was Iran und Russland enorme Summen für ihre Kriege eingebracht hat, und der Iran ist gestärkt, reicher und zu einer selbstbewussteren Atommacht geworden, als er es je zuvor war. Als Krönung dieses spektakulären Scheiterns von Trump und Israel haben die USA sowohl ihren Einfluss in der Region als auch bald ihre Petrodollars verloren. Ich schrieb einmal, eine Woche vor dem Krieg, dass Fake News in jedem Krieg Israels gegen den Iran eine entscheidende Rolle spielen würden und dass wir mit weiteren Morden an Journalisten rechnen müssten, insbesondere wenn die Landinvasion stattfände und Trump die Zahl der gefallenen amerikanischen Soldaten verfälschen müsse. Ich prognostiziere, dass irgendwo eine zweite Invasion inszeniert wird, nur um die Kameras zu bedienen und Journalisten als „Handout“-Videomaterial zuzuspielen, während die eigentliche Schlacht mit Rekordverlusten tobt. Trumps Erfahrung mit Reality-TV und Israels bereits bemerkenswerte Erfolgsbilanz in der Videomanipulation werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Der Mord an den libanesischen Journalisten bestärkt sie nur in der Annahme, dass Journalisten gegenüber nun alles möglich ist.</p>



<p><strong>Quelle</strong>: <a href="http://www.antikrieg.com">http://www.antikrieg.com</a></p>
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