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		<title>Israelische Quadrocopter-Drohnen setzen Zeltlager im Gazastreifen in Brand – 800 Palästinenser vertrieben</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israelische-quadrocopter-drohnen-setzen-zeltlager-im-gazastreifen-in-brand-800-palaestinenser-vertrieben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2026 15:01:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die israelischen Angriffe im Gazastreifen dauerten auch am Montag an und forderten mindestens fünf Menschenleben, darunter ein siebenjähriges Mädchen. Dave DeCamp, 27.10.2026 Wie lokale Quellen gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA berichteten, warfen israelische Quadrocopter-Drohnen in der Nacht zum Sonntag Brandbomben auf ein Lager für Vertriebene nahe der Kreuzung Shuja’iyya im Osten von Gaza-Stadt. Dabei gerieten [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die israelischen Angriffe im Gazastreifen dauerten auch am Montag an und forderten mindestens fünf Menschenleben, darunter ein siebenjähriges Mädchen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dave DeCamp</strong>, 27.10.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie lokale Quellen gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA berichteten, warfen israelische Quadrocopter-Drohnen in der Nacht zum Sonntag Brandbomben auf ein Lager für Vertriebene nahe der Kreuzung Shuja’iyya im Osten von Gaza-Stadt. Dabei gerieten Zelte in Brand, und mehr als 800 Palästinenser wurden zur Flucht gezwungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Lager befand sich in der Nähe der sogenannten „gelben Linie“ – der Trennlinie zwischen dem von der israelischen Armee (IDF) besetzten Teil des Gazastreifens und dem übrigen Gebiet. Die dort lebenden Palästinenser gaben an, sie seien häufig israelischem Beschuss ausgesetzt gewesen, hätten aber keinen anderen Zufluchtsort gehabt. Laut WAFA waren etwa 200 Familien von dem Brand betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WAFA zitierte Menschenrechtsaktivisten, die das Niederbrennen des Lagers als Teil einer israelischen Politik der „erzwungenen Vertreibung und ständigen Entwurzelung“ bezeichneten. Sie argumentierten, der Vorfall könne ein „vollumfängliches Kriegsverbrechen sowie ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zerstörung der Zelte ereignete sich vor dem Hintergrund schwerer israelischer Angriffe im gesamten Gazastreifen; die israelische Armee scheint ihre Offensivaktionen im Vorfeld der Knesset-Wahlen am Dienstag zu intensivieren. Das Gesundheitsministerium in Gaza teilte am Montag mit, dass israelische Streitkräfte in den vergangenen 24 Stunden mindestens acht Palästinenser getötet hätten; drei weitere seien ihren Verletzungen erlegen, die sie bei früheren israelischen Angriffen erlitten hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Al Jazeera berichtete, dass bei Angriffen im Gazastreifen am Montag mindestens fünf Palästinenser getötet wurden. Unter den Opfern war ein siebenjähriges Mädchen; sie gehörte zu den vier Menschen, die bei der Bombardierung eines Lagers für Vertriebene in Khan Younis im südlichen Gazastreifen ums Leben kamen. Eine weitere Person wurde bei einem israelischen Angriff im Stadtviertel Remal im Westen von Gaza-Stadt getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hat Israel seit der Unterzeichnung des sogenannten Waffenstillstandsabkommens im Oktober 2025 mindestens 1.559 Palästinenser getötet und 5.608 verletzt, wobei die israelische Armee das Abkommen wiederholt gebrochen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ausblick: Parlamentswahlen in Israel</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/ausblick-parlamentswahlen-in-israel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 15:16:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 26.10.2026 Am Dienstag, dem 27. Oktober, wählt der jüdische Staat ein neues Parlament und Hoffnungen auf Frieden mit den Palästinensern, so naiv wie diese Hoffnungen auch sein mögen, werden schon jetzt von den Politikern des Besatzungsstaates im Keim erstickt. Denn die Wahl hat weder Auswirkungen auf die bereits obsolete sog. „Zweistaatenlösung“ noch [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 26.10.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Dienstag, dem 27. Oktober, wählt der jüdische Staat ein neues Parlament und Hoffnungen auf Frieden mit den Palästinensern, so naiv wie diese Hoffnungen auch sein mögen, werden schon jetzt von den Politikern des Besatzungsstaates im Keim erstickt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Wahl hat weder Auswirkungen auf die bereits obsolete sog. „Zweistaatenlösung“ noch auf eine Beendigung der Angriffe auf die Menschen im Gaza. Sowohl Netanjahu wie auch sein ärgster politischer Widersacher, Gadi Eisenkot, sind gegen die Eigenständigkeit der Palästinenser, sprich: gegen einen eigenständigen Staat Palästina.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Klartext: Die fest im jüdischen Staat und in dessen Bevölkerung verankerte Besatzungsmentalität bleibt wie bisher unangetastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den besetzten Westbank werden, wie von Netanjahu bereits mehrfach angekündigt, sowohl bei einem Sieg Netanjahus, aber auch bei einem Sieg des Eisenkot Lagers, weitere illegale völkerrechtswidrige jüdischen Siedlungen errichtet, bestehende ausgebaut, der Bauplan „E1“ vollendet und die Westbank ganz nach Willen der rechtsextremen in Israel, annektiert. Und die rechtsradikalen jüdischen Siedler (eine der Hochburgen ist übrigens Hebron) bleiben weiterhin straffrei bei Terroranschlägen gegen die palästinensische Bevölkerung in den Westbank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was den Gaza angeht, sieht die Lage kaum besser aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Politische Lösungen dürften sowohl vom Netanjahu, aber auch vom Eisenkot &#8211; Lager kaum erwünscht sein, hängen doch beide stark am Rockzipfel der radikalen jüdischen Siedlerlobby (dafür sind beide großen Fürsprecher Itamar Ben-Gvir und Bezalel Joel Smotrich an der jetzigen Regierung beteiligt und ob Eisekot davon abrückt, ist kaum zu erwarten) und diese wartet schon auf die Besetzung und den Bau illegaler jüdischer Siedlungen in dem schmalen Küstengebiet. Inzwischen steht sogar die Deportation der Palästinenser aus dem Gaza nach Europa im Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, das dem jüdischen Staat und dessen Politikern, aber auch den radikalen jüdischen Siedlern, die Straffreiheit seitens des Westens entzogen wird und auch Israel, wie von jedem anderen Staat eingefordert, seinen Verpflichtungen nachkommt, sich an UN- Resolutionen und das Völkerrecht hält statt die Bevölkerung insbesondere im Gaza weiterhin von der dringend benötigten medizinischen Hilfe wie auch der Hilfe mit Lebensmitteln und anderen für das alltägliche Leben dringend benötigten Dingen, abschneidet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles andere ist reine Augenwischerei.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schatten an der Tür: Tod und Sterben in Palästina</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/schatten-an-der-tuer-tod-und-sterben-in-palaestina/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 12:45:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[M. Reza Behnam, 23.10.2026 &#160; Ein kürzlicher Todesfall in meiner Familie hat mir die verheerende Wucht persönlicher Trauer vor Augen geführt – und zugleich den tiefen Verlust sowie die ständige Konfrontation mit der Sterblichkeit verdeutlicht, die palästinensische Familien tagtäglich durchleben. Palästinenser zu sein bedeutet, ein ererbtes Archiv des Verlusts in sich zu tragen. Nach fast [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>M. Reza Behnam</strong>, 23.10.2026 &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kürzlicher Todesfall in meiner Familie hat mir die verheerende Wucht persönlicher Trauer vor Augen geführt – und zugleich den tiefen Verlust sowie die ständige Konfrontation mit der Sterblichkeit verdeutlicht, die palästinensische Familien tagtäglich durchleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Palästinenser zu sein bedeutet, ein ererbtes Archiv des Verlusts in sich zu tragen. Nach fast einem Jahrhundert der gewaltsamen Vertreibung, militärischen Besatzung und unerbittlichen Aggression durch eine brutale Kolonialmacht ist der Tod in Palästina kein stilles Ende am Lebensabend. Er ist ein allgegenwärtiger Schatten, der tief in das Gewebe des täglichen Lebens eingewoben ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Generationen hinweg ist Trauer hier weit mehr als ein individuelles Leid oder ein gelegentliches, isoliertes Unglück; sie ist eine andauernde, geteilte Realität, die sich in das kollektive Gedächtnis eines ganzen Volkes eingeschrieben hat. Die israelische Kolonialisierung hat den Palästinensern mehr als nur ihr Land geraubt: Sie hat ihnen die Souveränität darüber genommen, ihre Verstorbenen zu betrauern, zu ehren und in Frieden beizusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Großteil der Welt ist ein früher Tod eine unerträgliche Störung des natürlichen Lebenszyklus; für Palästinenser, die unter systemischer Not leben, ist es eher eine seltene Ausnahme als die Regel, ein hohes Alter zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der traumatischen Enteignung und ethnischen Säuberung während der Nakba („die Katastrophe“) im Jahr 1948 über den andauernden Völkermord und Ökozid im Gazastreifen bis hin zur militärischen Besatzung des Westjordanlandes – jede palästinensische Familie hat gewaltsame Verluste erlitten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Großeltern, die in ihrer Jugend gewaltsam aus ihren angestammten Dörfern vertrieben wurden, gaben die Schlüssel zu Häusern weiter, die gestohlen oder zerstört wurden – zusammen mit der Erinnerung an Familienangehörige, die der israelischen Aggression zum Opfer fielen. Ihre Kinder im Westjordanland müssen unter der israelischen Apartheid-Besatzung weiterhin unzählige Entbehrungen und Demütigungen ertragen. Und im Gazastreifen kämpfen ihre Nachkommen – umgeben von Tod, Zerstörung und der ständigen Bedrohung durch weitere israelische Angriffe – ums nackte Überleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange bevor sie zum ersten Mal ein Klassenzimmer betreten, lernen palästinensische Kinder Begriffe wie militärische Angriffe, Märtyrertum und Überlebenskampf. Die ständige Gefahr eines Verlusts zwingt Familien dazu, in einer dauerhaften Wachsamkeit zu leben, die von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Wesen der palästinensischen Trauer wirklich zu begreifen, muss man erkennen, dass tiefer Schmerz und Groll hier neben einer außergewöhnlichen Ehrfurcht vor dem Leben und der menschlichen Würde existieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Jahrhundert nationalen Leids hat das Trauma zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens gemacht. In Palästina hat diese kollektive Trauer eine einzigartig kraftvolle, sichtbare Tradition des Überlebens und des gemeinsamen Widerstands hervorgebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Bestattungen möglich sind, kommen ganze Gemeinschaften zusammen, um Zeugnis abzulegen, Unterstützung zu bieten und die Last des kollektiven Traumas gemeinsam zu tragen. Mündliche Überlieferungen, Straßenkunst, Literatur und Musik dokumentieren behutsam die Namen, Gesichter und Lebensgeschichten der Verstorbenen. Wo physische Räume und Leben fortwährend ausgelöscht werden, wird das Gedächtnis zum letzten Zufluchtsort des Bewahrens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über den Tod in Palästina zu schreiben, nachzudenken oder zu sprechen, bedeutet, sich einer Realität zu stellen, in der Trauer zugleich ein individuelles Leid und ein Teil der gemeinsamen nationalen Identität ist. Angesichts ständiger, verheerender Verluste wird das schlichte Gedenken an die Verstorbenen zu einer kraftvollen Bekräftigung ihrer Menschlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das palästinensische Ethos des „Sumud“ (Standhaftigkeit) verkörpert diese Dynamik: den kollektiven Entschluss, auf dem eigenen Land zu bleiben und sich jedem israelischen Versuch zu widersetzen, die eigene Existenz auszulöschen – Leben bedeutet hier Widerstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trauer in Palästina verläuft nicht linear. Sie kennt kein Ende. Sie folgt nicht dem klassischen Muster – von Verleugnung über Wut, Verhandeln und Depression bis hin zur Akzeptanz. Es gibt keinen zwangsläufigen, geradlinigen Weg, da die ungerechten Bedingungen, die diese Trauer hervorrufen, weiterhin bestehen bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den Gräbern im erzwungenen Exil bis hin zu den unzähligen Todesfällen im heutigen Palästina hat es die internationale Gemeinschaft konsequent versäumt, entschlossen zu handeln. Dem Sterben Palästinas zuzusehen, ist mehr als nur Zeuge eines Völkermords zu sein; es ist eine Anklage gegen das globale Gewissen. Die Aufrechterhaltung der Staatenlosigkeit und der unterdrückerischen Besatzung sorgt dafür, dass jede neue Generation in eine Welt hineingeboren wird, in der ein vorzeitiger Tod stets wie ein Schatten an der Tür lauert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beharrliche Weigerung des palästinensischen Volkes, sich unterwerfen oder in Vergessenheit geraten zu lassen, zeugt von einer inspirierenden Standhaftigkeit. Sie ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass das Streben nach wahrer Freiheit eine heilige, über Generationen hinweg reichende Verantwortung darstellt – eine Verantwortung, die es um jeden Preis zu verteidigen gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das palästinensische Ausharren ist weit mehr als ein passives Überleben; es ist eine aktive, tägliche Rückeroberung, die sich weigert, die eigene Geschichte umschreiben oder die Gerechtigkeit zum Schweigen bringen zu lassen. Über Generationen hinweg, trotz der zermürbenden Last von Exil, Vertreibung und Verlust, bleibt der palästinensische Geist fest im eigenen Land verankert – verbunden mit dem unerschütterlichen Beharren auf Würde und Selbstbestimmung. In jedem stillen Akt der Bewahrung und in jedem nachdrücklichen Ruf nach Befreiung zeigen sie: Auch wenn die rohe Gewalt und die ungezügelte Grausamkeit Israels tiefes Leid verursachen, so können sie doch niemals ein Volk auslöschen, dessen Identität, Hoffnung und Menschlichkeit so unerschrocken hell leuchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nach Gaza nun Westbank: Palästinensern droht Hungerskatastrophe im Winter, Annexion  und der nächste Krieg</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/nach-gaza-nun-westbank-palaestinensern-droht-hungerskatastrophe-im-winter-annexion-und-der-naechste-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 14:06:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 21.10.2026 Den Zwei Millionen Palästinensern im Gaza, die auf dringende Hilfe von außen angewesen sind, steht ein mehr als harter Winter bevor und der Westen, allen voran die USA und Deutschland, trägt aufgrund internationaler Kürzungen, eine gehörige Portion Mitschuld. Laut eigener Angaben fährt das Welternährungsprogramm, kurz WFP, die Ernährungshilfe für notleidende [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 21.10.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Zwei Millionen Palästinensern im Gaza, die auf dringende Hilfe von außen angewesen sind, steht ein mehr als harter Winter bevor und der Westen, allen voran die USA und Deutschland, trägt aufgrund internationaler Kürzungen, eine gehörige Portion Mitschuld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut eigener Angaben fährt das Welternährungsprogramm, kurz WFP, die Ernährungshilfe für notleidende Menschen im Gazastreifen stark herunter, so eine Erklärung vom Montag in Rom.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Direkt betroffen: Eine halbe Million Palästinenser, die nun keine Hilfe mehr erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Grund nannte das WFP massive Kürzungen der Ernährungshilfe</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und diejenigen, die weiterhin Unterstützung erhalten, bekommen weniger Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders prekär wird die Lage für die Palästinenser, die nahe der sog. „Gelbe Linie“, leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort wird es neben der massiven Reduzierung von Lebensmittelpaketen ab sofort nur noch jeden 2. Tag eine warme Mahlzeit geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Grund nannte das WFD, das vor allem die USA und Deutschland, aber auch einige weitere sog. „wohlhabende Länder“, ihre Hilfe für den Gaza massiv eingeschränkt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als weiterer Grund wurde genannt, dass Israel die noch mögliche Hilfe für den Gaza zu einem großen Teil blockiert, was eine Unterstützung für die Bevölkerung im Gaza unmöglich macht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen forderten die rechtsextremen israelischen Minister, Finanzminister Smotrich und Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir die komplette Annexion der Westbank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Netanjahu selbst befürwortet dies ebenso wie eine Eskalation des Krieges gegen den Iran. Laut Netanjahu müssen die Angriffe gegen den Iran „unverzüglich“ wieder aufgenommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Freitag berichtete „Times of Israel“, dass sich etwa 80 Siedler, einige maskiert,&nbsp; bei Abu Falah nordöstlich von Ramallah palästinensischen Familien bei der Olivenernte näherten, die palästinensischen Familien mit Steinschleudern beschossen und verprügelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die freischaffende Fotografin aus den USA, Heidi Levine, wurde mehrere mal zu Boden geworfen und Minuten lang geschlagen. Ihr wurde dabei eine Rippe und mehrere Wirbel gebrochen, zudem erlitt sie mehrere Schnittwunden.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu näherten sich während des Angriffs der jüdischen Siedler zwei Militärjeeps, wobei die Siedler auch nach Ankunft der Soldaten ihre Angriffe fortsetzten und die Soldaten die Palästinenser mit Tränengas beschossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer Untersuchung zur Folge, veröffentlicht von Al Jazeera am 19.10., schossen die israelischen Soldaten auch auf den Gemeinderat Abdel Jaber Obeid.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem weiteren Angriff jüdischer Siedler am Samstag gingen diese mit Stöcken und Eisenstangen nahe des Dorfer Taybeh auf europäische Diplomaten los.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Aussage des belgischen Außenministers Maxime Prévot, wurde der belgische Generalkonsul in Jerusalem sowie Diplomaten aus Frankreich und Polen von den Siedlern angegriffen. Am Sonntag berichtete CBS News diesbezüglich, das der französische Bürgermeister Bernard Baudoux getreten und mit Eisenstangen geschlagen und zu Boden geworfen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Netanjahu, die die Berichte umgehend zurückwies, hält dies „alles für maßlose Übertreibung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die israelische Menschenrechtsorganisation Yesh Din hat seit Beginn der Olivenernte am 27. September mindestens 170 Angriffe von Siedlern verzeichnet, so Reuters am Freitag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und am Montag erörterte das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, dass es alleine in diesem Jahr mehr als 2.060 Angriffe jüdischere Siedler in etwa 300 palästinensischen Gemeinden verzeichnet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der rechtsextreme israelische Finanzminister Smotrich erklärte am 27. September: „Ich glaube, wir müssen in Judäa und Samaria in den Krieg ziehen, um die Palästinensische Autonomiebehörde zu zerschlagen, die den Terror unterstützt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorab warb Smotrich am 06. Oktober auf einer Konferenz in Jerusalem für die Annexion der Westbank ebenso wie die des Gaza und des Libanon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein ebenfalls rechtsextremer Kollege, Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, forderte „Statt Illusionen in ‚Frieden jetzt‘ brauchen wir Maßnahmen für die Auswanderung jetzt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit meinte er die Ausweisung von knapp 2 Millionen Palästinensers aus dem Gaza.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser bekräftigte bei einer Sitzung am vergangenen Sonntag nochmals eine Absage an einen palästinensischen Staat.</p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Netanjahu: Habe mit Trump über die „Eliminierung“ der iranischen Regierung gesprochen</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/netanjahu-habe-mit-trump-ueber-die-eliminierung-der-iranischen-regierung-gesprochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 14:05:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Dave DeCamp, 21.10.2026 Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte am Dienstag, Israel sei entschlossen, die iranische Regierung zu „eliminieren“ – ein Thema, das er auch in seinem jüngsten Gespräch mit Präsident Trump angesprochen habe. Wie die „Times of Israel“ berichtet, äußerte sich Netanjahu an der Tel-Hai-Universität in Kirjat Schmona, nahe der israelisch-libanesischen Grenze. „Ich bin [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dave DeCamp</strong>, 21.10.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte am Dienstag, Israel sei entschlossen, die iranische Regierung zu „eliminieren“ – ein Thema, das er auch in seinem jüngsten Gespräch mit Präsident Trump angesprochen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die „Times of Israel“ berichtet, äußerte sich Netanjahu an der Tel-Hai-Universität in Kirjat Schmona, nahe der israelisch-libanesischen Grenze. „Ich bin entschlossen, die Arbeit zu Ende zu bringen“, sagte er – in Bezug auf Israels Krieg im Libanon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Arbeit zu Ende zu bringen bedeutet, das terroristische Regime im Iran zu stürzen. Es ist der Kopf dieses giftigen Oktopus. Schlägt man ihn ab, bricht das Gebilde zusammen. Dann werden wir auch Frieden mit dem Libanon haben“, sagte er. „Wir müssen die Eliminierung des iranischen Regimes vollenden – das ist das Hauptziel. Ich habe mit Präsident Trump mehrfach darüber gesprochen, unter anderem vorgestern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits einen Tag zuvor veröffentlichte Netanjahu einen Ausschnitt eines Telefonats, das er am Sonntag mit Präsident Trump geführt hatte. Darin dankte er dem US-Präsidenten für dessen Unterstützung im Hinblick auf die bevorstehenden israelischen Wahlen. In seiner Unterstützungsbotschaft deutete Trump an, dass die USA den „Job“ gegen den Iran womöglich ohne Israels Hilfe zu Ende bringen müssten, sollte Netanjahu nicht Premierminister bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem Gespräch mit Trump betonte Netanjahu, dass die USA und Israel einen „Job zu Ende bringen“ müssten; seine Äußerungen vom Dienstag legen nahe, dass damit ein Regimewechsel gemeint ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth stattete Israel am Montag einen unangekündigten Besuch ab und traf dort mit Netanjahu zusammen. Die USA und Israel stimmen sich im Vorfeld der israelischen Wahlen sowie der US-Zwischenwahlen (Midterms) eng miteinander ab. Laut einem aktuellen Bericht von „Axios“ erörtern beide Seiten zudem die Möglichkeit, die großflächigen Bombenangriffe auf den Iran wieder aufzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum tun unsere Medien und Politik so, als wäre das Thema Gaza und Kritik an Israel ein Tabu</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/warum-tun-unsere-medien-und-politik-so-als-waere-das-thema-gaza-und-kritik-an-israel-ein-tabu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 14:17:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nahostpolitik.com/?p=11411</guid>

					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 19.10.2026 Wenn in der aktuellen Debatte um den Krieg gegen die Menschen im Gaza eins nicht fehlen darf, sind es Vorwürfe beispielsweise gegen Demonstranten und Parteien, bzw. Politiker:innen wie z.B. „Hass auf Israel“, „Hass auf Juden“, „Antisemitismus“ und neuerdings, wie im falls der „Die Linke“ auch „Antizionismus“. Und drei Jahre nach [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 19.10.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn in der aktuellen Debatte um den Krieg gegen die Menschen im Gaza eins nicht fehlen darf, sind es Vorwürfe beispielsweise gegen Demonstranten und Parteien, bzw. Politiker:innen wie z.B. „Hass auf Israel“, „Hass auf Juden“, „Antisemitismus“ und neuerdings, wie im falls der „Die Linke“ auch „Antizionismus“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und drei Jahre nach Beginn des Gaza &#8211; Kriegs sowie ein Jahr nach dem Beginn des sogenannten „Waffenstillstands“, haben es Lobbyisten und diverse Medien es tatsächlich geschafft, die Berichterstattung aus, bzw. über den Krieg gegen den Gaza weitgehendst aus den Medien zu verbannen mit fatalen Folgen insbesondere für die Bevölkerung im Gaza.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei läuft die Gewaltspirale des jüdischen Staates nach wie vor auf Hochtouren, gerade nach dem letzten Waffenstillstandsabkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Oktober 2025 wurden knapp 1.500 Palästinenser:innen durch Israels Armee getötet und weitere 5.300 z.T. lebensgefährlich verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Katastrophe endet nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Vereinten Nationen zuletzt berichteten, leben bereits jetzt rund 1,7 Millionen Palästinenser als Vertriebene und unter extremer Belastung, z.T. in Flüchtlingslagern und Zeltlagern, doch auch dort sind sie nicht vor Angriffen der israelischen Armee geschützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem mangelt es an sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und funktionierende sanitäre Anlagen, da mehr als 90% der Wasserinfrastruktur von Israel zerstört wurden, was wiederum zu Krankheiten wie Durchfall, Atemwegsinfektionen und schlimmerem führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Kinderkrankheiten wie Masern und ständiger Hunger, doch es mangelt an Medikamenten und medizinischem Material.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Maximal die Hälfte der Krankenhäuser im Gaza sind aktiv und wenn, dann nur stark eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Jahr 2026 hat die WHO 22 Angriffe des jüdischen Staates auf die Gesundheitsinfrastruktur im Gaza gelistet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele medizinische Produkte wie Medikamente und Prothesen lässt die Besatzungsmacht Israel nicht in den Gaza hinein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt der Mangel an Treibstoffe und Ersatzteile für Stromgeneratoren wovon insbesondere Krankenwagen, Krankenhäuser, Schulen und kleine Betriebe betroffen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen warnt das Gaza-Zentrum für Menschenrechte vor dramatischen Folgen der anhaltenden Verhinderung der Ausreise von Kranken und Verletzten aus dem Gazastreifen zur medizinischen Behandlung im Ausland angesichts der willkürlichen Schließung des Grenzübergangs Rafah durch Israel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leben mehrerer tausend Palästinenser ist durch diese Maßnahme bedroht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem letzten Bericht vom 07.10.2026 erklärte das Zentrum für Menschenrechte, dass knapp 21.000 Patienten im Gazastreifen dringend eine Behandlung im Ausland benötigen, darunter 5.600 Kinder und 2.800 Krebspatienten, doch Israel verweigert nach wie vor die Ausreise und die medizinische Behandlung durch Importverbote in den Gaza und Schließung des Grenzübergangs Rafah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin hat das Gesundheitsministerium bis zum jetzigen Zeitpunkt den Tod von knapp 2.000 Patienten während des Wartens auf die medizinische Evakuierung seit Oktober 2023 dokumentiert, außerdem verhindert Israel nach wie vor die Evakuierung von Kranken und schwerverletzten aus dem Gaza.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher ist es dringend notwendig, das die internationale Gemeinschaft, die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation und diverse Hilfsorganisationen handeln und endlich Druck auf den Staat Israel auszuüben, um die Kranken und Verletzten aus dem Gaza herausholen zu können, auferlegte Reisebeschränkungen zu beenden, den Grenzübergang Rafah zu öffnen und den Zugänge zu allen erdenklichen Krankenhäusern nicht nur um Gaza, sondern auch in den besetzten Westbank, einschl. Ost- Jerusalem, zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch müssen endlich die Staaten, die in der Lage sind, Patienten aus dem Gaza aufzunehmen, insbesondere Deutschland, die medizinische Evakuierung aus dem Gaza und eine medizinische Behandlung insbesondere der schwer- und schwerstkranken Palästinenser, zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen kam es in den besetzten Westbank vergangenes Wochenende erneut zu Angriffen radikaler Juden, diesmal auf eine aus den USA stammende Journalistin und Fotografin, diese liegt schwerverletzt in einem Krakenhaus und mehrerer EU- Diplomaten aus Frankreich, Belgien und Polen, welche sich vor Ort nahe Ramallah über die Lage der Palästinenser informieren wollten. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gemeinsame Erklärung der EU, in dieser sollte der erneute Siedlerterror verurteilt werden, scheitere, wie bereits schon einmal, am Veto Deutschlands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst vor wenigen Wochen hatte Deutschlands Außenminister Johann Wadephul den Mord an Palästinensern durch radikale Juden als „Wahlkampf“ abgetan, und da, so Wadephul, könne sich Deutschland nicht einmischen. &nbsp;</p>
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		<title>NatCon-Konferenz schürt Islamophobie (im Namen Israels)</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/natcon-konferenz-schuert-islamophobie-im-namen-israels/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 11:53:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Harrison Berger, 14.10.2026 In der vergangenen Woche reiste eine Gruppe von Israel-Unterstützern nach Jerusalem, um an der diesjährigen Konferenz für „Nationalkonservatismus“ (NatCon) teilzunehmen – einem Projekt unter der Leitung des israelischen politischen Denkers Yoram Hazony. Wenige Tage später enthüllte John Podhoretz – Sohn von Norm Podhoretz, dem „Paten“ des Neokonservatismus – die eigentliche Absicht und [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harrison Berger</strong>, 14.10.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der vergangenen Woche reiste eine Gruppe von Israel-Unterstützern nach Jerusalem, um an der diesjährigen Konferenz für „Nationalkonservatismus“ (NatCon) teilzunehmen – einem Projekt unter der Leitung des israelischen politischen Denkers Yoram Hazony. Wenige Tage später enthüllte John Podhoretz – Sohn von Norm Podhoretz, dem „Paten“ des Neokonservatismus – die eigentliche Absicht und die Täuschung, die hinter dem Projekt des „Nationalkonservatismus“ stecken:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„[Yoram Hazony] will sich in Amerika und im Westen intellektuelle Unterstützung für die Annexion des Westjordanlandes und die Schaffung dessen sichern, was man als ‚Großisrael‘ bezeichnet … aber das ist nicht das, was er nach eigener Aussage tut“, erklärte Podhoretz. „Er behauptet, es gehe ihm darum, ‚Nationalismus zu verstehen‘ und eine Verbindung zwischen Israel und der übrigen konservativen Welt herzustellen, indem er sagt: ‚Wir sind Nationalisten und ihr seid Nationalisten … Wir sind alle gleich …‘ Doch in Wahrheit ist das unaufrichtig … Ich weiß das, weil ich mit ihm darüber gesprochen habe – und zwar 1996 oder 1997 bei ihm zu Hause im Westjordanland. Ich weiß also, dass er genau das anstrebt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der schwindenden Unterstützung für Israel in den USA – eine Folge des israelischen Verhaltens, insbesondere des live übertragenen Völkermords im Gazastreifen sowie der ethnischen Säuberungen im Westjordanland und im Libanon – haben Israelis eine alte Strategie wiederbelebt, um „eine Verbindung zwischen Israel und der übrigen konservativen Welt“ zu schaffen: das Schüren von Angst vor und Hass auf Muslime. Wie *Drop Site News* bereits berichtete, kam eine vom israelischen Außenministerium in Auftrag gegebene und von Mark Penns Firma Stagwell Global durchgeführte Studie zu dem Schluss, dass die „beste Taktik zur Bekämpfung“ des zunehmend negativen öffentlichen Images Israels darin bestehe, „Angst vor dem ‚radikalen Islam‘ und ‚Dschihadismus‘ zu schüren, da diese Ängste nach wie vor stark ausgeprägt sind“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Indem man die israelische Unterstützung für Frauen- und Schwulenrechte hervorhob und gleichzeitig die Befürchtung schürte, die Hamas wolle ‚alle Juden vernichten und den Dschihadismus verbreiten‘“, so *Drop Site*, „stieg die Unterstützung für Israel in den jeweiligen Ländern um durchschnittlich mehr als 20 Prozentpunkte an.“ In der Studie hieß es weiter: „Insbesondere sobald die Lage im Gazastreifen geklärt ist, ist das Wachstumspotenzial in allen Ländern enorm.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reden auf der diesjährigen Konferenz für Nationalkonservatismus (National Conservatism Conference) legen nahe, dass sich Israel und seine mächtige Lobby diese Taktik zu eigen gemacht haben und mit Schreckensszenarien vor angeblichen muslimischen Horden warnen, die darauf aus seien, Europa und die USA zu unterwerfen. Amichai Chikli, Leiter des wichtigsten staatlichen israelischen Propagandaorgans – des Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten –, nutzte seine Rede, um vor einer sogenannten „islamistischen Offensive [gegen den Westen]“ zu warnen: „Zuerst der Eintritt in die Politik … dann Machtpositionen … schließlich eine islamistische Kultur, die Vierteln, Städten und schließlich ganzen Ländern aufgezwungen wird.“ Der israelische Diaspora-Minister Chikli hatte dieses Narrativ bereits früher im Jahr verwendet, als er im Januar auf einer von der israelischen Regierung unterstützten Konferenz zum Thema Antisemitismus erklärte, er wolle „alle Kräfte im ideologischen und physischen Kampf gegen die Erben der modernen Nazis mobilisieren“; er fügte hinzu: „Dies ist nicht nur der Kampf des jüdischen Volkes. Dies ist der Kampf der freien Welt gegen den Imperialismus und die Tyrannei des radikalen Islam.“ Mit Blick auf die Konferenz sagte Chikli, die „wahre Bedrohung für das europäische Judentum“ sei der radikale Islam, und betonte: „Unser Ziel ist es, ein breites Bündnis zu schmieden, um gemeinsam den tödlichen Antisemitismus zu bekämpfen, der aus dem Inneren kommt.“ Wie 2024 bekannt wurde, hatte Chiklis Ministerium der Tel Aviver Marketingfirma „Stoic“ rund zwei Millionen Dollar für eine verdeckte Einflusskampagne gezahlt; diese war kurz nach dem 7. Oktober gestartet worden und betrieb Hunderte von Fake-Accounts, die pro-israelische und islamfeindliche Inhalte verbreiteten. Eine der damit verbundenen Websites, „United Citizens for Canada“, bezeichnete muslimische Einwanderer als Bedrohung für das Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Konferenz für Nationalkonservatismus in diesem Monat verurteilte auch der Geistliche Benedict Kiely das, was er als „Mythos vom andalusischen Paradies“ bezeichnete, und erklärte dem Publikum in Jerusalem: „Von Anfang an hat der Islam Verfolgung begünstigt.“ Sebastian Gorka, der amtierende stellvertretende Berater für nationale Sicherheit (NSC) für Terrorismusbekämpfung, erklärte auf der Konferenz: „Präsident Trump arbeitet 20 Stunden am Tag, um nicht nur Amerika, sondern unsere gemeinsame Zivilisation zu retten“ – eine Zivilisation, die seiner Aussage nach durch „die rot-grüne Allianz … die mit den Marxisten zusammenarbeitenden Islamisten“ bedroht sei. Bereits einige Wochen zuvor hatte Gorka geäußert, dass nach der islamischen Theologie „Allah morgen verfügen könnte, dass Mord rechtens ist … Unser [christlicher] Gott kann so etwas nicht tun. In der islamischen Theologie gilt das als häretisch. Allah unterliegt keinen Beschränkungen. Daher kann er eine willkürliche Haltung zur Moral einnehmen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Welle der Islamophobie, die von Tel Aviv ausgeht, erreicht schließlich auch die USA und hat Auswirkungen auf die dortigen Gemeinden. In Delray Beach – dessen Landkreis weltweit der größte Käufer israelischer Staatsanleihen ist – füllten Einwohner Anfang des Monats den Sitzungssaal des Stadtrats, um gegen den Bau eines islamischen Zentrums zu protestieren. Eine ähnliche Demonstration gegen ein geplantes islamisches Zentrum fand im August bei einer Stadtratssitzung in McKinney (Texas) statt, nachdem der für den Bezirk zuständige Kongressabgeordnete Keith Self – der maßgebliche Unterstützung von der Israel-Lobby erhält – erklärt hatte: „Die Planungs- und Zonierungskommission von McKinney hat gerade EINSTIMMIG die Pläne für eine neue Moschee in Ihrer Nachbarschaft genehmigt“, und die Einwohner dazu aufgerufen hatte, „die Ausbreitung der Scharia in Texas zu STOPPEN“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vorfeld der US-Zwischenwahlen hat die Islamophobie im Mainstream der Republikanischen Partei (GOP) Fuß gefasst: Präsident Trump bezeichnete Abdul El-Sayed, einen Kandidaten für den Senat von Michigan, als „Dschihadisten“, und die Abgeordnete Nancy Mace postete, „jeder einzelne Muslim, der in Amerika ein öffentliches Amt bekleidet, ist ein Trojanisches Pferd und eine Bedrohung sowohl für die nationale Sicherheit als auch für unsere Republik“. Sowohl Trump als auch Mace sind treue Verfechter israelischer Interessen. Angesichts der rapide schwindenden Beliebtheit Israels sollten die Amerikaner mit noch mehr solcher Intoleranz seitens jener pro-israelischen gewählten Amtsträger rechnen, die faktisch eine Einheitspartei bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>Palästina: Radikale Juden provozieren erneut</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/palaestina-radikale-juden-provozieren-erneut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 14:13:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 14.10.2026 Inmitten der permanenten Angriffe der Armee des jüdischen Staates auf den Gaza, mittlerweile mit weit mehr als 76.000 getöteten Palästinensern, plant laut eines Berichtes der NZZ die „Siedlerbewegung“ die Neugründung „jüdischer Ortschaften“ im Gaza, wobei man sich die romantischen Begriffe „Siedlerbewegung“ und „jüdische Ortschaften“ vor Augen führen muss. Es handelt [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 14.10.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inmitten der permanenten Angriffe der Armee des jüdischen Staates auf den Gaza, mittlerweile mit weit mehr als 76.000 getöteten Palästinensern, plant laut eines Berichtes der NZZ die „Siedlerbewegung“ die Neugründung „jüdischer Ortschaften“ im Gaza, wobei man sich die romantischen Begriffe „Siedlerbewegung“ und „jüdische Ortschaften“ vor Augen führen muss. Es handelt sich a) um radikale jüdische Siedler und b) um völkerrechtswidrige jüdische Siedlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung erhält die sog. „Siedlerbewegung“ von der rechtsextremen Regierung des jüdischen Staates, insbesondere von Israelischer Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie den beiden Ministern, bzw. Siedlerlobbyisten Bezalel Joel Smotrich und Itamar Ben-Gvir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An vorderster Front bei den radikalen jüdischen Siedlern steht wie immer Daniela Weiss, diese hat viele der illegalen jüdischen Siedlungen in den von Israel besetzten Westbank mitgegründet und vertritt die Ansicht, dass nicht nur die Westbank, sondern auch der Gaza einzig und allein den Juden gehört und „Araber“, gemeint sind die Palästinenser, dort nicht leben dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen plant Netanjahu einen Feldzug gegen die Macher des Dokumentarfilms „NAZA, in dem von den Tötungen von Palästinensern durch Israels Militär berichtet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Netanjahu selbst hat mittlerweile Maßnahmen gefordert, um alle Beteiligten des Films zu identifizieren. Da ist die Rede von „Strafverfahren wegen schwerer Verstöße gegen die Informationssicherheit, Verleumdung und Schädigung israelischer Interessen&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wird den Machern des Films, z.B. dem Journalisten Yuval Abraham, vorgeworfen, einen &#8222;Angriff auf den Staat Israel&#8220; und warfen den Regisseuren vor, &#8222;Lügen und Blutbeschuldigungen&#8220; zu verbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Journalist Yuval Abraham selbst erhält mittlerweile Todesdrohungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsache ist jedoch, und das ignoriert nicht nur Herr Netanjahu sondern mittlerweile weite Teile der israelischen Gesellschaft, dass sich der jüdische Staat durch seine jahrzehntelange Ignoranz, Missachtung des Völkerrechts und der Menschenrechte, z.B. in Sachen illegaler Siedlungsbau, Gaza- Krieg und Vertreibung der Palästinenser &#8211; erst Westbank und nun Gaza &#8211; zumindest moralisch am meisten selbst schadet, auch wenn der Großteil der sog. „westlichen Welt“, allen voran die USA und Deutschland, Israel &nbsp;nach wie vor finanziell, politisch und insbesondere ideologisch, unterstützt.</p>
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		<item>
		<title>Israels neue – und erschreckende – Sicherheitsdoktrin</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israels-neue-und-erschreckende-sicherheitsdoktrin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 14:12:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Trita Parsi, 14.10.2026 Wenn Sie heute nur einen einzigen Text lesen, dann diesen: In einem bemerkenswerten Beitrag, der vom Leiter einer der bedeutendsten israelischen Denkfabriken veröffentlicht wurde, schildert Generalmajor Tamir Hayman die Realität von Israels neuer Sicherheitsdoktrin: Er beschreibt darin einige entscheidende Prinzipien: 1. Die Vereinigten Staaten von Amerika seien eine „absteigende Macht“ und würden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trita Parsi</strong>, 14.10.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie heute nur einen einzigen Text lesen, dann diesen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem bemerkenswerten Beitrag, der vom Leiter einer der bedeutendsten israelischen Denkfabriken veröffentlicht wurde, schildert Generalmajor Tamir Hayman die Realität von Israels neuer Sicherheitsdoktrin:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er beschreibt darin einige entscheidende Prinzipien:</p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Die Vereinigten Staaten von Amerika seien eine „absteigende Macht“ und würden Israel angesichts ihrer anhaltenden gesellschaftlichen und politischen Veränderungen ohnehin bald im Stich lassen. Dies zwinge Israel dazu, stärker auf Eigenständigkeit zu setzen, um eine „übermäßige Abhängigkeit“ von den USA zu vermeiden; denn diese Abhängigkeit „setzt Israel dem Einfluss eines progressiven amerikanischen Wertesystems aus, das mit dem jüdischen Charakter Israels unvereinbar ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er zieht daraus den Schluss: „Eine Lösung der Bindungen an die Vereinigten Staaten ist daher nicht nur unvermeidlich, sondern unerlässlich für Israels Unabhängigkeit und die Widerstandsfähigkeit seiner jüdischen nationalen Identität.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Vorrang der jüdischen Identität vor der Demokratie: Die jüdische Identität des Staates hat Vorrang vor seinem demokratischen Regierungssystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">3. Frieden als Mittel, nicht als Zweck: „Ein substanzielles Friedensabkommen ist im Nahen Osten unerreichbar, da Friedensabkommen lediglich technische und vorübergehende Regelungen darstellen, die einer ständigen Neubewertung bedürfen. Dieser Auffassung zufolge ist Frieden kein Eigenwert, der Sicherheit schafft, sondern ein Mittel zur Erreichung anderer politischer Ziele.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">4. Ablehnung der eigenständigen Existenz arabischer Staaten: Die zugrundeliegende Annahme lautet, dass die meisten arabischen Staaten keine echten Nationalstaaten seien, sondern Ansammlungen von Stämmen und ethnischen Gruppen, denen eine gemeinsame Geschichte und eine grundlegende nationale Vision fehlten. Folglich werde die Untergrabung ihrer Stabilität als natürlicher Prozess betrachtet – ein Prozess, den Israel besser bewältigen könne als die Auseinandersetzung mit starken Nationalstaaten, und den es sogar fördern sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">5. Krieg als grundlegender Zustand: Krieg sei für die nationale Sicherheit unerlässlich und könne nicht durch einen Friedenszustand ersetzt werden; dieser sei, wie bereits erwähnt, lediglich ein Mittel und kein Selbstzweck. […] Krieg sei notwendig, und ein Präventivkrieg sei vorzuziehen, da er bereits zu Beginn einen bedeutenden Erfolg sichere. 6. „Absolute Priorität von Initiative und Offensive gegenüber der Defensive: Präventive Überraschungsangriffe gelten als der einzige Weg zum Sieg, wodurch die Offensive Vorrang vor der Defensive erhält.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es kommt noch mehr hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist der Hinweis, dass Hayman dies nicht befürwortet. Vielmehr vertritt er die Ansicht, dass dies bereits die neue Sicherheitsdoktrin Israels ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er beschreibt die Realität, wie er sie wahrnimmt. Und diese Realität ist schlichtweg unvereinbar mit einem Bündnis der USA oder des Westens mit Israel – es sei denn, der Westen wandelt sich zu einem ähnlichen Gebilde, das Krieg als dauerhaften und erstrebenswerten Zustand betrachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den vollständigen Artikel (auf englisch) finden Sie <a href="https://www.inss.org.il/publication/new-concept/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gazas verlorene Generation: Schüler, die nach drei Jahren Krieg auf der Strecke geblieben sind</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/gazas-verlorene-generation-schueler-die-nach-drei-jahren-krieg-auf-der-strecke-geblieben-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 13:51:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nahostpolitik.com/?p=11401</guid>

					<description><![CDATA[Für 700.000 Kinder sind Unterrichtszelte heute das, was der Schule am nächsten kommt. Doch sie können weder die Bildung noch die Routine oder das Gemeinschaftsgefühl ersetzen, die die Kinder einst hatten. Ruwaida Amer, 11.10.2026 Drei Jahre sind vergangen, seit ich zuletzt in meinem Klassenzimmer stand, um meine Schüler zu unterrichten. Drei Jahre, in denen ich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für 700.000 Kinder sind Unterrichtszelte heute das, was der Schule am nächsten kommt. Doch sie können weder die Bildung noch die Routine oder das Gemeinschaftsgefühl ersetzen, die die Kinder einst hatten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ruwaida Amer</strong>, 11.10.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Jahre sind vergangen, seit ich zuletzt in meinem Klassenzimmer stand, um meine Schüler zu unterrichten. Drei Jahre, in denen ich nicht mehr im Morgengrauen aufstand, um mich fertig zu machen und zu überlegen, was ich anziehen sollte, damit ich für sie besonders gut aussah. Drei Jahre, in denen ich nicht mehr den vertrauten Weg von meinem Zuhause in Al-Fukhari nach Gaza-Stadt zurücklegte und aus dem Taxifenster auf die Schulkinder blickte, die sich auf den Weg zum Unterricht machten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist drei Jahre her, seit ich die vielen Kinder vor der Schule sah, die plauderten und mit ihren Freunden lachten – ein Anblick, der mein Herz mit Freude erfüllte. Die Kriegsjahre haben mir dieses Morgenritual geraubt: das Begrüßen durch die Kinder am Schultor und ihre Umarmungen, die mir so viel Kraft gaben. Und das Hören ihrer Stimmen, die mich willkommen hießen, wenn ich den Raum betrat, bevor wir die Hausaufgaben und den Unterrichtsstoff des Tages besprachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Rosary-Sisters-Schule, einer privaten katholischen Schule im Stadtviertel Tel El-Hawa, begann ich 2019 zu arbeiten, nachdem ich mich lange um eine feste Lehrerstelle bemüht hatte. Es war für mich ein wahr gewordener Traum, diesen Beruf endlich täglich ausüben zu können. Ich empfand den Unterricht nie als langweilig und fehlte keinen einzigen Tag bei der Arbeit; das Zusammensein mit meinen Schülern gab mir Kraft und Halt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit drei Jahren habe ich Jawaher, die Schulhausmeisterin, nicht mehr gesehen. Ich vermisse ihre Stimme, mit der sie mich morgens begrüßte, fragte, ob ich etwas brauchte, und für uns die Tür zum Labor aufschloss. Wir saßen oft zusammen und sprachen über unser Leben: Sie erzählte mir von ihren Sorgen und den Mühen bei der Erziehung ihrer Kinder sowie von ihrem Traum, ihren Sohn Walid heiraten zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit drei Jahren habe ich die Stimme meiner Kollegin Wasima, der Schulsekretärin, nicht mehr gehört; sie hallte laut durch die Flure, wenn sie uns Vertretungsstunden zuteilte. Ich bewahrte die Zettel auf, auf denen sie unsere zusätzliche Arbeit notierte – nur um sie ihr am Jahresende zeigen und beweisen zu können, wie gewissenhaft ich als Lehrerin war, wenn ich für abwesende Kollegen einsprang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Jahre lang hatte ich mich verzweifelt an die Hoffnung geklammert, dass wir den Krieg überleben und zur Schule zurückkehren würden. Doch leider zerstörte Israel sie. Wie so viele andere Gebäude wurde auch die Schule – oder was von ihr übrig war – zu einer Zufluchtsstätte für Vertriebene; ihre Bücher dienten als Brennstoff zum Heizen und Kochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese vergangenen drei Jahre haben etwas in mir zerbrochen; ich bin nicht mehr die Person, die ich einmal war. Ich habe ein ganzes Bildungsökosystem verloren: die Schule, meine Kollegen und die Schüler, um die sich mein ganzes Leben gedreht hatte. Viele reisten nach Ägypten, während einige wenige im Gazastreifen blieben und nach jeglicher Bildungsmöglichkeit suchten, um sich über Wasser zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und etliche wurden von Israel getötet – Habiba, Salma, Abdullah und Issa, jeder mit seiner eigenen Geschichte und Zukunft –, ebenso wie meine Kolleginnen Wasima und Wahiba. Dies ist ein Verlust, der niemals wiedergutzumachen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Bildungssystem in Trümmern</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute liegt der Bildungssektor im Gazastreifen in Trümmern. Nach Angaben des staatlichen Medienbüros wurden im Verlauf des Krieges rund 95 Prozent der Schulen im Gazastreifen beschädigt; mehr als 90 Prozent der Bildungsgebäude müssen neu errichtet oder umfassend instand gesetzt werden. Die Daten belegen, dass 662 Schulgebäude direktem Beschuss ausgesetzt waren, darunter 163 Schulen und Universitäten, die vollständig zerstört wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen wurden nach Angaben des palästinensischen Bildungsministeriums seit Oktober 2023 mehr als 20.500 Schüler und Studierende im Gazastreifen getötet, ebenso wie 805 Schulmitarbeiter sowie 246 Dozenten und Mitarbeiter von Universitäten. Dies ist ein verheerender Verlust, der das soziale Gefüge gefährdet und einen langen Schatten auf die künftige intellektuelle und kulturelle Erholung des Gazastreifens wirft. Zu Beginn des Schuljahres am 19. September warteten schätzungsweise 700.000 Schülerinnen und Schüler im Gazastreifen darauf, Unterricht in provisorischen Klassenzimmern – etwa in Zelten oder anderen behelfsmäßigen Lernorten – zu erhalten; sie alle drängten sich auf jenen 30 Prozent des Gebiets, die noch nicht von Israel eingenommen worden waren. Die UN und ihre Partner haben mehr als 500 solcher Lernorte eingerichtet, um Präsenzunterricht im Rotationsverfahren zu ermöglichen und bis zu 100.000 Schülerinnen und Schüler zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu sind im gesamten Gazastreifen private, in Zelten untergebrachte Bildungsangebote entstanden. Während es sich bei einigen um kostenlose, von UNICEF unterstützte und von ehemaligen Lehrkräften geleitete Initiativen handelt, erheben andere eine geringe Gebühr von höchstens 10 NIS (3 US-Dollar) pro Monat. Doch die Zeltklassenzimmer reichen bei Weitem nicht aus, um der schulpflichtigen Bevölkerung des Gazastreifens gerecht zu werden. Unzählige Kinder gehen weiterhin nicht zur Schule, da es an entsprechenden Einrichtungen für sie fehlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich fehlt es diesen Zeltklassenzimmern an der grundlegendsten Ausstattung: Die Schüler sitzen ohne Tische oder Tafeln auf dem Boden und sind dem rauen Wetter ausgesetzt, das die Zelte im Sommer in Backöfen und im Winter in Gefrierschränke verwandelt. Sich in diesen Räumlichkeiten zu konzentrieren und zu lernen, ist ein schier unmögliches Unterfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ahlam Karira, 40, arbeitet als Arabischlehrerin in einem der provisorischen Zeltklassenzimmer im Lager Khan Younis im Westen der Stadt. „Ich versuche täglich, Lerninhalte zu vermitteln und den Kindern beim Lernen zu helfen, doch die Umgebung im Zelt ist für alles Gift: Es ist stickig heiß, es gibt keine Toiletten und keine Sitzgelegenheiten“, sagte sie gegenüber dem *+972 Magazine*.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn die Kinder Durst haben, ist es ein Kampf, Trinkwasser zu finden. Hier können sich die Kinder nicht von ihrer schmerzhaften Realität lösen. Sie erleben diese Realität direkt im Zelt, und ihre Gedanken schweifen während des Unterrichts ab.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwölfjährige Rawan Al-Sir gehört zu den Schülern, die eine monatliche Gebühr von 10 NIS zahlen, um den Unterricht in den Zelten des Lagers Khan Younis zu besuchen. „Ich gehe an drei Tagen in der Woche in das Bildungszelt; wir können nicht jeden Tag hingehen, weil der Platz begrenzt ist und es so viele Schüler gibt“, erklärte sie. „Im Zelt lernen wir Kernfächer wie Arabisch, Englisch, Naturwissenschaften und Mathematik, aber andere Fächer werden nicht angeboten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Zelt fühlt sich an wie ein Backofen“, fügte sie hinzu. „Wir sitzen auf dem Boden, weil es nicht genug Sitzplätze für alle gibt, und durch die große Anzahl an Schülern ist es eng und laut. Außerdem müssen wir unser eigenes Wasser mitbringen, da es am Zelt keine Versorgung gibt.“ Ich selbst habe im Frühjahr 2025 zwei Monate lang in diesen Zelten unterrichtet und wollte unbedingt zu meinen Schülern zurückkehren. Als jemand, der es gewohnt ist, Kinder in richtigen Klassenzimmern zu sehen, war es ein tiefer Schock, sie auf dem Boden eines Zeltes sitzen zu sehen, in dem die Temperaturen bei etwa 40 °C lagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Unterrichts schwitzte ich stark. Die Kinder blickten mich erschöpft und müde an und baten um Erlaubnis, kurz hinauszugehen, um sich zur Abkühlung etwas Wasser ins Gesicht zu spritzen. Ich selbst brauchte diese Erleichterung ebenfalls, denn durch die extreme Hitze hatte ich das Gefühl, allmählich keine Luft mehr zu bekommen – doch ich machte weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich beschloss ich, den Unterricht in den Zelten einzustellen. Ich war davon überzeugt, dass diese Umgebung die Kinder psychisch, körperlich und geistig auszehrte und sie nicht vor der schmerzhaften Realität schützte, in der sie leben mussten. Letztlich hatte ich das Gefühl, dass der Schaden schwerer wog als der begrenzte Nutzen, den der Unterricht bieten konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Karira sind die Zelte derzeit die einzige Möglichkeit für Lehrkräfte im Gazastreifen, zu versuchen, das zu retten, was vom Bildungssystem noch übrig ist. „Aber sie sind keine grundlegende Lösung für das Problem“, bekräftigte sie. „Die Kinder müssen in richtige Schulen und ihre eigentlichen Klassenzimmer zurückkehren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Al-Sir, die bei Kriegsbeginn in der fünften Klasse war, vermisst ihre Schule jeden Tag. „Ich hatte gehofft, dass der Krieg schnell enden würde und wir in unserem Zuhause bleiben könnten, anstatt aus Gaza-Stadt in den Süden vertrieben zu werden“, erinnerte sie sich. „Ich empfinde einen tiefen Verlustschmerz und Traurigkeit angesichts unseres Lebens – ich wünschte, es wäre wieder so wie früher. Nichts kann die Schule ersetzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei verlorene Jahre</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während meiner Zeit, in der ich Schüler in den Zelten unterrichtete, bemerkte ich einen deutlichen Rückgang ihrer Konzentrations- und Auffassungsfähigkeit – eine Folge nicht nur der Bedingungen im Zelt, sondern auch der aufeinanderfolgenden Traumata, die sie durchlitten hatten, und der vielen Verantwortungen, die sie zwangsläufig auf sich nehmen mussten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal, als ich eine sechste Klasse in Naturwissenschaften unterrichtete, bat mich ein Schüler, den Stoff immer wieder zu erklären, da er Schwierigkeiten hatte, ihn zu begreifen. „Es tut mir leid, Lehrerin; „Ich komme mir vor wie ein Esel – ich trage eine enorme Last in unserem Zelt“, sagte er mir. Er bezog sich darauf, dass er sich nach dem Tod seiner Mutter um seine Geschwister kümmern musste und kaum noch die nötige Konzentration aufbringen konnte, um weiter zu lernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war zudem schockiert zu sehen, wie die langen Monate ohne Schule die Fähigkeiten dieser Kinder beeinträchtigt hatten. Es gab 15-Jährige, die weder Arabisch lesen oder schreiben noch einfache Rechenaufgaben lösen konnten. Viele wussten nicht einmal, wie man einen Stift hält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir wurde klar, dass diese wachsende Wissenslücke eine ganze Generation prägen würde – ein Teil dessen, was viele als „Scholastizid“ bezeichnen: Israels gezieltes Vorgehen zur Zerstörung der Bildungsinfrastruktur im Gazastreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch heute noch bestätigen Lehrkräfte und Schüler im Gazastreifen, dass dieses Problem fortbesteht. Viele von Kariras Schülern in der Mittelstufe können nach wie vor weder lesen noch schreiben. „Meine Aufgabe hat sich gewandelt: Statt den regulären Lehrplan zu unterrichten, vermittle ich nun grundlegende Lese- und Schreibkenntnisse und schaffe so die nötige Basis für das Sprachenlernen“, erklärte sie. „Ich halte das für eine Katastrophe. Wenn dieses Problem nicht gelöst und überwunden wird, riskieren wir, künftige Generationen an das Scheitern im Bildungswesen zu verlieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich fühle mich immer noch wie ein 12-jähriges Kind“, sagte der 15-jährige Ibrahim Ashour gegenüber +972, während er mit dem Trauma kämpfte, drei Jahre Schulbildung verloren zu haben. „Es gibt einfach keinen Vergleich zwischen der Bildung vor dem Krieg und heute. Früher besuchte ich eine wunderbare, hochwertige Privatschule, doch jetzt gehe ich in Unterrichtszelte, in denen ich aufgrund der harten Bedingungen, denen wir ausgesetzt sind, kaum etwas aufnehmen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es herrscht ständiger Lärm, Angst vor Beschuss, Enge in kleinen Zelten und es fehlt an strukturiertem Unterricht“, fügte er hinzu. „Ich habe in diesen drei Schuljahren absolut nichts verstanden – mir ist so viel Wissen entgangen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rima Shuqair, eine 37-jährige Mathematiklehrerin aus Gaza-Stadt, unterrichtet seit mehr als einem Jahrzehnt sowohl an öffentlichen als auch an privaten Schulen. Was sie als „drastischen Rückgang der schulischen Leistungen“ beschreibt, dürfte die größte Herausforderung ihrer Laufbahn sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Durch die dreijährige Unterbrechung des Schulunterrichts ist eine riesige Lücke entstanden“, beklagte sie. „Ein Kind, das zu Kriegsbeginn in der zweiten Klasse war, befindet sich jetzt in der fünften oder sechsten Klasse.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Privatschule in Gaza-Stadt, an der sie arbeitet, versucht Shuqair, ihren Schülern beim Aufholen zu helfen, indem sie die mathematischen Grundlagen wiederholt – doch sie schätzt, dass allein das Schließen dieser Lücke „ein ganzes Schuljahr in Anspruch nehmen würde“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was diese Aufgabe noch erschwert, sind die tiefen Traumata und die ständige Angst, unter denen viele Schüler leiden, nachdem sie einen Völkermord miterlebt haben – eine Situation, in der psychologische Unterstützung ebenso wichtig ist wie die Bildung selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Kinder leiden unter einer extremen Konzentrationsschwäche; oft muss ich Konzepte mehr als dreimal erklären, und dennoch verstehen viele sie nicht“, merkte Shuqair an. „Zudem fehlt ihnen die Geduld für längere Lernphasen – sie wollen schnell fertig werden und zeigen Hyperaktivität, extreme Reizbarkeit sowie aggressives Verhalten, wie ich es bisher nicht kannte.“ Dies sind Muster, die auch Psychologen im Gazastreifen beobachtet haben. Falasteen Yassin, eine Psychologin aus dem Flüchtlingslager Nuseirat, berichtete gegenüber +972, dass viele Kinder im schulpflichtigen Alter Anzeichen von Angst und Stress zeigen sowie zu Depressionen und Reizbarkeit neigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eltern beklagen häufig, dass ihre Kinder aggressiv werden und ungesunde Verhaltensweisen an den Tag legen“, erklärte sie. „Sie sind in einen Alltag eingebunden, der weit vom Schulgeschehen entfernt ist – etwa durch das Anstehen für Wasser oder das Sammeln von Brennholz und Pappe zum Kochen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Tätigkeiten tragen nicht dazu bei, negative Gefühle zu lindern“, fügte sie hinzu. „Im Gegenteil: Sie halten die Kinder in einem Zustand ständiger Angst und erinnern sie an den Krieg.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Fehlen geeigneter Bildungseinrichtungen wirkt sich nachteilig auf die psychische Gesundheit der Schüler aus. „In der Schule geht es nicht nur um Unterricht und Lerninhalte; sie ist ein sicherer Ort, an dem sich ein Kind stabil fühlt“, merkte Yassin an. „Das schulische Umfeld steht für eine Rückkehr in ein normales Leben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund ist Yassin der Ansicht, dass die Vorteile der Bildungszelte die damit verbundenen Schwierigkeiten überwiegen. „Das Zelt ist zwar keine geeignete Umgebung [zum Lernen] und erinnert an die instabile Lage. Dennoch ist es gelungen, die Kinder in ihren schulischen Alltag zurückzuholen, ein positives Umfeld zu schaffen, das hilft, schwieriges Verhalten abzumildern, und sie für einige Stunden vor der harten Realität des Wartens auf Wasser und Lebensmittel zu schützen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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