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		<title>Israel verwandelt den Libanon in eine verbrannte Hölle, und die USA zahlen dafür</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/israel-verwandelt-den-libanon-in-eine-verbrannte-hoelle-und-die-usa-zahlen-dafuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 13:51:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit amerikanischen Waffen und Material werden systematisch Dörfer gesprengt, Herbizide versprüht, weißer Phosphor eingesetzt und Waldbrände gelegt. Janet Abou-Elias, 25.08.2026 Seit zwei Jahren wird Israels Krieg im Libanon hauptsächlich an den menschlichen Opfern gemessen: an der Anzahl der Toten, der Verwundeten, der Vertriebenen. Weitaus weniger Beachtung findet die Zerstörung des Landes selbst. Im gesamten Südlibanon [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit amerikanischen Waffen und Material werden systematisch Dörfer gesprengt, Herbizide versprüht, weißer Phosphor eingesetzt und Waldbrände gelegt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Janet Abou-Elias</strong>, 25.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit zwei Jahren wird Israels Krieg im Libanon hauptsächlich an den menschlichen Opfern gemessen: an der Anzahl der Toten, der Verwundeten, der Vertriebenen. Weitaus weniger Beachtung findet die Zerstörung des Landes selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gesamten Südlibanon hat eine Kombination aus Brandmunition, systematischen Sprengungen und nun auch Herbizid-Sprühangriffen aus der Luft weite Teile des libanesischen Territoriums so stark verwüstet, dass Landwirtschaft kaum noch möglich, das Wohnen unsicher und vielerorts die Landschaft unkenntlich geworden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast all dies wird durch amerikanisches Geld und amerikanische Waffen verursacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Eskalation der Angriffe auf den Libanon Ende 2024 setzen israelische Streitkräfte im Süden des Libanon massiv Munition mit weißem Phosphor ein. Die israelische Armee begründet den Einsatz von Phosphorgranaten damit, dass diese als Nebelwände dienen, um Truppenbewegungen zu verschleiern und Hisbollah-Kämpfern Deckung zu verweigern. Offizielle Stellen bestreiten, sie absichtlich zur Brandstiftung einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Begründung hält jedoch dem tatsächlichen Einsatzmuster nicht stand. Recherchen von Medien wie Al Jazeera dokumentieren Phosphorgranatenangriffe, die Eichen- und Kiefernwälder in Brand setzten, jahrzehnte- und jahrhundertealte Olivenhaine zerstörten und Böden mit Blei und anderen Schwermetallen verseuchten. Diese Auswirkungen bleiben lange bestehen, nachdem jeglicher taktische Bedarf an Tarnung entfallen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der libanesische Nationale Rat für Wissenschaftliche Forschung schätzt die Umweltschäden durch Angriffe allein zwischen 2023 und 2024 auf 25 Milliarden US-Dollar, darunter Tausende Hektar zerstörter Wälder und Obstplantagen. Berichte aus dem Grenzort Ayta ash-Shaab dokumentierten die Zerstörung des Mönchswaldes, eines der letzten intakten Waldrefugien im Grenzgebiet, durch Phosphorbeschuss und Planierraupen. Satellitenbilder zeigen weiße Krater, die sich über die ehemals geschlossene Waldfläche erstrecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo Munition Grenzdörfer nicht vollständig dem Erdboden gleichmachte, erledigten israelische Streitkräfte die Zerstörung oft mit ferngezündeten Sprengsätzen, die ganze Viertel in Sekundenschnelle dem Erdboden gleichmachten. Israels offizielle Begründung ist weniger schlüssig als die Phosphor-Argumentation: Die Hisbollah habe über Jahrzehnte militärische Infrastruktur – Tunnel, Waffenlager, Kommandoposten – in zivilen Gebäuden versteckt. Doch das Ausmaß, die Methode und die Dauerhaftigkeit der darauffolgenden Zerstörung lassen diese Begründung haltlos erscheinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Guardian sichtete Aufnahmen von Massendetonationen in den Dörfern Taybeh, Naqoura und Deir Seryan. In jedem Fall wurden ganze Dörfer mit einer einzigen Explosion dem Erdboden gleichgemacht, anstatt einzelne Gebäude zu treffen. Weitere Massendetonationen wurden vom israelischen Militär in Mhaibib und Majdal Zoun gefilmt und veröffentlicht. In einem Fall ist zu sehen, wie Soldaten die Zerstörung eines Dorfes vor laufender Kamera feiern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Adaisseh und Kfar Kila berichteten libanesische Staatsmedien von Explosionen, die so gewaltig waren, dass eine einzige unterirdische Detonation in Israel Erdbebenwarnsysteme auslöste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte unmissverständlich, dass alle Häuser in den libanesischen Grenzdörfern zerstört würden. Er verglich den Plan mit der Zerstörung von Rafah und Beit Hanoun im Gazastreifen, wo das israelische Militär rund 90 % der Häuser dem Erdboden gleichmachte. Die Journalistin Lylla Younes berichtete aus der Region ihrer Familie nahe Bint Jbeil, dass ganze Dörfer zu „Mondlandschaften“ geworden seien. Das Gelände sei so stark verwüstet und eingeebnet, dass die Bewohner Satellitenbilder kaufen müssten, um überhaupt festzustellen, ob ihre Häuser noch existieren, da sie die Dörfer nicht persönlich erreichen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Detonationen setzen das Land zudem in Brand, unabhängig von dem oben beschriebenen Phosphorbeschuss. „Unsere Dokumentation zeigt zunehmend, insbesondere in den letzten zwei Monaten, einen starken Anstieg von Bränden, die mit großflächigen israelischen Sprengungen und der Zerstörung ganzer Stadtviertel einhergehen oder diesen folgen, vor allem in den besetzten Grenzgebieten und deren unmittelbarer Umgebung“, sagte Dr. Hisham Younes, Präsident von Green Southerners, einer libanesischen Umweltorganisation, die sich für den Schutz des Naturerbes im Südlibanon einsetzt. „Doch die Zerstörung beschränkt sich nicht auf diese Gebiete; sie erstreckt sich weiter in andere Teile des Südlibanon.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israelische Militärkarten, die im Frühjahr veröffentlicht wurden, markierten eine rote Linie durch 21 Dörfer und verboten den Bewohnern die Rückkehr in über 50 weitere. Eine Auswertung von Satellitenbildern durch CNN identifizierte neu errichtete israelische vorgeschobene Operationsbasen auf libanesischem Gebiet. Ein Bericht des US-amerikanischen Radiosenders NPR aus dem Dorf Mansouri beschrieb ein in Schutt und Asche gelegtes Stadtzentrum – aufgerissene Geschäfte, zerstörte Häuser, eine Moschee niedergebrannt, deren Minarett in zwei Teile gespalten war –, nur zehn Kilometer von der Grenze entfernt, aber nun innerhalb der militarisierten „gelben Linie“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">UN-Menschenrechtsexperten beschrieben das Muster flächendeckender Evakuierungsanordnungen und systematischer Hauszerstörung als vergleichbar mit den Ereignissen im Gazastreifen. Menschenrechtsgruppen erklärten, die massenhaften Fernzündungen, im Gegensatz zu gezielten Abrissen, könnten nach dem Kriegsrecht als mutwillige Zerstörung gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 2026 fügte Israel eine dritte Taktik hinzu: den Einsatz von Glyphosat, einem umstrittenen Herbizid, aus der Luft entlang einer etwa 18 Kilometer langen Strecke entlang der südlichen Grenze. Israelische Beamte beschrieben dies gegenüber der libanesischen UN-Friedensmission als routinemäßige Vegetationspflege mit „zugelassenen Substanzen“, die dazu dienen sollte, dichtes Gestrüpp zu entfernen, das das Eindringen von Pflanzenschutzmitteln verdecken könnte. Das libanesische Landwirtschaftsministerium stellte jedoch Werte fest, die 20- bis 50-mal höher waren als die übliche landwirtschaftliche Anwendung. Dies könne den Boden sterilisieren und das Nachwachsen über Jahre verhindern. Die unabhängige niederländische Forschungsorganisation PAX schätzte, dass allein auf der syrischen Seite der Grenze zwischen 1.000 und 1.600 Hektar Land betroffen waren. Hinzu kamen weitere Sprühaktionen auf libanesischer Seite, die auf Satellitenbildern nicht vollständig erfasst wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israel teilte den UN-Friedenstruppen zunächst mit, die versprühte Substanz sei „ungiftig“. Labortests bestätigten später den Einsatz von Glyphosat durch Israel. Die Krebsforschungsorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen ein, was erklärt, warum es sowohl im Libanon als auch in der Europäischen Union vollständig verboten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Herbizid bedeckt Böden, die bereits seit Jahren durch Phosphor- und Schwermetallbelastung geschwächt sind, und verschärft die Schäden an Boden, Bestäubern und der Landwirtschaft, von der rund 80 % der Bevölkerung im Südlibanon abhängen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnete die Besprühung als „eklatanten Verstoß gegen die libanesische Souveränität und ein Umwelt- und Gesundheitsverbrechen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede dieser drei Taktiken wird von Israel offiziell begründet und klingt für sich genommen plausibel: Nebelwände, Tunnelverweigerung, Rodung von Buschwerk. Schwerer zu erklären ist jedoch, warum das tatsächliche Ausmaß und die Dauer des Schadens in jedem Fall die vorgebrachten Begründungen bei Weitem übersteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Schwere Bombardierungen, Brandangriffe, darunter mit weißem Phosphor, Sprengungen und der Einsatz von Chemikalien haben diese Landschaften zerstört, verseucht und geschädigt, während der massive Einsatz von Sprengstoffen das Gelände selbst verändert hat“, sagte Younes. Zusammengenommen sehen wir darin einen systematischen Prozess der Zerstörung und Auslöschung von Orten, der die ökologischen und physischen Grundlagen, die Rückkehr, Erholung und ein Weiterleben ermöglichen, schrittweise demontiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die praktische Folge ist ein Südlibanon, in den schätzungsweise 600.000 Einwohner – laut Israels Verteidigungsminister – nicht zurückkehren dürfen. Ihre Dörfer existieren teilweise nicht mehr, zumindest nicht in der Form, die ihre Bewohner anhand von Satellitenbildern identifizieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist nicht das Vorgehen einiger weniger abtrünniger Einheiten. Es ist das, was das gesamte von den USA unterstützte israelische Militär seit zwei Jahren systematisch tut, und es erfordert eine systemische Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das meiste, was zerstört wird, wird sich zu unseren Lebzeiten nicht erholen, wenn überhaupt. Die Reaktion muss dem Ausmaß der Zerstörung entsprechen: Die militärische Hilfe, die sie aufrechterhält, muss eingestellt werden, bevor es zu spät ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Blutrünstiger Psychopath“ Ben-Gvir preist Zuschauerkabinen am Galgen für Palästinenser an</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/blutruenstiger-psychopath-ben-gvir-preist-zuschauerkabinen-am-galgen-fuer-palaestinenser-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 13:40:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments verurteilte das, was sie als „grauenhaftes Spektakel, das die Todesstrafe zur Show macht“, bezeichnete. Brett Wilkins, 23.08.2026 Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, der für seinen genozidalen Aufruf zur täglichen Tötung Dutzender Gaza-Bewohner weiterhin international in der Kritik steht, sah sich am Donnerstag erneut scharfer Kritik ausgesetzt, nachdem [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments verurteilte das, was sie als „grauenhaftes Spektakel, das die Todesstrafe zur Show macht“, bezeichnete.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Brett Wilkins</strong>, 23.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, der für seinen genozidalen Aufruf zur täglichen Tötung Dutzender Gaza-Bewohner weiterhin international in der Kritik steht, sah sich am Donnerstag erneut scharfer Kritik ausgesetzt, nachdem er die Baustelle eines Galgens besucht hatte, an dem Palästinenser, die wegen der Tötung von Israelis verurteilt wurden, gehängt werden sollen. Ausgewählte Israelis hatten sich als Zuschauer versammelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben-Gvir, Vorsitzender der rechtsextremen Partei „Jüdische Macht“, veröffentlichte ein Video in den sozialen Medien, in dem er sich über den Bau des Galgens brüstete, der an einem nicht genannten Ort in Zentralisrael errichtet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe versprochen, die Haftbedingungen für Terroristen zu verschlechtern – und wir haben Wort gehalten“, sagt Ben-Gvir in dem Video. „Ich habe versprochen, das Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen zu verabschieden – und das haben wir getan. Auch der Hinrichtungstrakt und die Hinrichtungsstätte nehmen nun Gestalt an.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Ben-Gvir erwähnte Gesetz wurde im März von der Knesset – dem israelischen Parlament – ??verabschiedet und trat im Folgemonat in Kraft. Es ändert die Regeln für israelische Militärgerichte im illegal besetzten Westjordanland, sodass die Todesstrafe faktisch nur für Palästinenser gilt, die Israelis töten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtsextreme Knesset-Abgeordnete, darunter auch Ben-Gvir, trugen Anstecknadeln in Form einer Schlinge, um ihre Unterstützung für das Gesetz zu demonstrieren. Ben-Gvir verteilte nach der ersten Lesung Süßigkeiten an seine Knesset-Kollegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben-Gvir erklärte, die Hinrichtungsstätte werde Zuschauerkabinen umfassen, in denen die Angehörigen der Opfer den Hinrichtungen beiwohnen könnten. Dies sei in verschiedenen Ländern üblich, insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Terroristen verdienen nur eines – den Tod durch den Strang“, sagte Ben-Gvir, der 2007 von einem israelischen Gericht wegen Anstiftung zum Rassismus und Unterstützung einer terroristischen Organisation verurteilt wurde, deren Anführer er offen ehrte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdullah al-Zaghari, Vorsitzender der Palästinensischen Gefangenenvereinigung, forderte als Reaktion auf Ben-Gvirs Äußerungen „wirksame internationale Maßnahmen“. Al-Zaghari erklärte gegenüber Anadolu, der Besuch des Ministers am Galgen sei Teil der „anhaltenden Entschlossenheit des israelischen Besatzungssystems“, Hetze gegen Palästinenser zu legalisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der linke israelische Knesset-Abgeordnete Ofer Cassif verurteilte Ben-Gvirs Verhalten aufs Schärfste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser kriminelle Schläger – ein Sympathisant von Palästinensermördern, ein Unterstützer des Terrors und ein pathologischer Rassist – ist zudem hoffnungslos kindisch“, sagte Cassif am Mittwoch gegenüber The New Arab. „Bald werden wir ihn aus der Regierung entfernen und ihn anschließend hinter Gitter bringen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Pina Picierno, warf Ben-Gvir vor, ein „grauenhaftes Spektakel“ zu inszenieren, das die Todesstrafe zu einer Show verkommen lasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die liberale, pro-israelische US-amerikanische Gruppe J Street fragte auf X: „Sollen wir etwa glauben, wie es manche im jüdischen Establishment gerne hätten, dass Ben-Gvirs Worte nichts über das Land aussagen, das er mitregiert?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Er ist Israels Minister für nationale Sicherheit und feiert nun eine Einrichtung, die zur Hinrichtung von Palästinensern gebaut wurde, während jüdische Extremisten vom Gesetz ausgenommen sind“, fügte die Gruppe hinzu. „Wie man so schön sagt: Wenn dir jemand sagt, wer er ist, glaub ihm. Wenn eine Regierung jemandem so viel Macht gibt, müssen wir uns ehrlich mit der Agenda auseinandersetzen, die sie verfolgt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben-Gvir, gegen den Sanktionen verhängt wurden und der unter anderem in Australien, Kanada, Neuseeland, Norwegen und Großbritannien Einreiseverbot hat, weil er zu Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland aufgerufen hat, wurde am Mittwoch erneut scharf kritisiert. Er befürwortete die täglichen Massentötungen von Palästinensern, darunter auch Zivilisten, im Gazastreifen. Dies geschieht inmitten eines fast dreijährigen Krieges, den Experten der Vereinten Nationen, Menschenrechtsgruppen, eine von Südafrika angeführte Klage vor dem Internationalen Gerichtshof und viele andere als Völkermord bezeichnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stéphane Dujarric, Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, erklärte am Mittwoch auf dem Welttag der humanitären Hilfe, Ben-Gvirs Äußerungen seien „entsetzlich, empörend, unmenschlich und gefährlich, und wir verurteilen sie aufs Schärfste.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sprecher von Bundeskanzler Friedrich Merz sagte am Mittwoch in Berlin: „Merz verurteilt die unmenschlichen Äußerungen von Minister Ben-Gvir, die gegen internationales Recht verstoßen, aufs Schärfste – sie sind inakzeptabel.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als Besatzungsmacht muss Israel die Palästinenser mit Würde behandeln, ihr Eigentum schützen und für eine funktionierende öffentliche Verwaltung und humanitäre Hilfe sorgen“, fügte der Sprecher hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot nannte Ben-Gvirs Äußerungen „unerträglich und unmenschlich“ und fügte hinzu, dass „weitere Sanktionen verhängt werden könnten und alle Optionen geprüft werden“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den USA sagte der Schauspieler und Aktivist Mark Ruffalo am Donnerstag im Radiosender BlueSky: „Ben-Gvir ist ein blutrünstiger Psychopath, ein Kriegsverbrecher und einer von Israels beliebtesten Völkermordführern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Amerika und die Welt sollten Israel mit Sanktionen, Desinvestitionen und Boykotten auf jede erdenkliche Weise belegen, bis dieses Apartheidregime fällt“, fügte er hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Rotes Warnsignal“ für Abgeordnete: Umfrage zeigt Ablehnung der US-israelischen Militärintegration</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/rotes-warnsignal-fuer-abgeordnete-umfrage-zeigt-ablehnung-der-us-israelischen-militaerintegration/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 08:40:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Brett Wilkins, 22.08.2026 Eine neue, am Dienstag veröffentlichte Umfrage unter US-Wählern warnt Kongressabgeordnete, die einen Plan zur Vertiefung der militärischen Beziehungen zwischen den USA und Israel unterstützen. Die Umfrage ergab, dass eine deutliche Mehrheit der Wähler den Vorschlag ablehnt – der von einigen Kritikern als „Verrat“ bezeichnet wird. Die von Data for Progress durchgeführte Umfrage [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Brett Wilkins</strong>, 22.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine neue, am Dienstag veröffentlichte Umfrage unter US-Wählern warnt Kongressabgeordnete, die einen Plan zur Vertiefung der militärischen Beziehungen zwischen den USA und Israel unterstützen. Die Umfrage ergab, dass eine deutliche Mehrheit der Wähler den Vorschlag ablehnt – der von einigen Kritikern als „Verrat“ bezeichnet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von Data for Progress durchgeführte Umfrage unter 1.217 potenziellen US-Wählern – vom 3. bis 7. August im Auftrag von Demand Progress und dem Policy Project des Institute for Middle East Understanding (IMEU) – zeigte, dass 61 % der Befragten die im National Defense Authorization Act (NDAA) für 2027 vorgesehene Gesetzesvorlage ablehnen, die eine stärkere Integration israelischer Rüstungsunternehmen in das Pentagon vorsieht als in jedem anderen Land. Bei Demokraten lag dieser Wert bei 78 % und bei Unabhängigen bei 73 %.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Umfrage ist ein deutliches Warnsignal für jedes Kongressmitglied, das den Verteidigungshaushalt unterstützt“, erklärte Cavan Kharrazian, leitender politischer Berater von Demand Progress, in einer Stellungnahme. „Eine klare Mehrheit der Wähler lehnt die weitere Integration des israelischen Militärs und israelischer Rüstungsunternehmen in das Pentagon ab, die der Verteidigungshaushalt vorsieht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von den Republikanern dominierte Repräsentantenhaus stimmte im vergangenen Monat mit 216 zu 212 Stimmen, weitgehend entlang der Parteilinien, für den Rekord-Verteidigungshaushalt von 1,15 Billionen US-Dollar. Der Gesetzentwurf enthält Abschnitt 219, eine Bestimmung zur Schaffung einer US-israelischen Initiative zur Zusammenarbeit in Verteidigungstechnologie. Diese soll die gemeinsame Forschung, Entwicklung, Erprobung und Integration von Technologien wie künstlicher Intelligenz, Raketenabwehrsystemen und Drohnenabwehrsystemen beschleunigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten Thomas Massie (Republikaner aus Kentucky) und Ro Khanna (Demokrat aus Kalifornien) brachten einen Änderungsantrag ein, um Abschnitt 219 aus dem Verteidigungshaushalt zu streichen. Der Antrag wurde abgelehnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kongressabgeordnete Ilhan Omar (Demokratin aus Minnesota), die gegen den National Defense Authorization Act (NDAA) stimmte, bezeichnete Abschnitt 219 als „eine ungeheuerliche Bedrohung für die Sicherheit und Autonomie unseres Landes“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Senatsversion des Gesetzes zur Genehmigung der Militärausgaben enthält eine ähnliche Bestimmung – Abschnitt 1217, den United States-Israel FUTURES Act – und die beiden Kammern müssen ihre NDAA-Gesetzgebung abstimmen, bevor die endgültige Fassung festgelegt wird. Eine Abstimmung wird frühestens im November erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist an der Zeit, dass der Kongress endlich auf das amerikanische Volk hört und nicht auf dieselben Stimmen, die Israel immer einen Blankoscheck ausstellen wollen“, sagte Kharrazian. Dieser „Blankoscheck“ beläuft sich seit der Gründung des modernen Staates Israel im Jahr 1948 auf insgesamt über 174 Milliarden US-Dollar an nicht inflationsbereinigter Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einer neuen Umfrage sind 57 % der Befragten der Meinung, dass das israelische Militär und israelische Rüstungsunternehmen keinen erweiterten Zugang zu US-Militärsystemen erhalten sollten. 51 Prozent gaben an, Israel profitiere stärker von den Beziehungen zwischen den USA und Israel, verglichen mit nur 12 Prozent, die der Meinung waren, die USA profitierten mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl republikanische Wähler die Pentagon-Klausel mit einem Vorsprung von 16 Prozentpunkten befürworten, zeigen sie sich, ohne weitere Erläuterungen, deutlich weniger begeistert von der Idee, ausländischen Militärs Sonderzugang zu gewähren. Sie lehnen diese mit 62 zu 27 Prozent ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">40 Prozent der befragten Wähler gaben an, die Beziehungen zwischen den USA und Israel seien „zu eng“, verglichen mit 42 Prozent, die sie für „angemessen“ hielten. Unter den Demokraten halten 56 Prozent die Beziehungen für zu eng, gegenüber nur 23 Prozent, die sie für angemessen halten. 22 Prozent der Republikaner und 43 Prozent der Unabhängigen gaben an, die Beziehungen zwischen den USA und Israel seien zu eng.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob sie Präsident Donald Trump für zu unterstützend gegenüber der israelischen Rechtsregierung halten, antworteten 49 % mit Ja, verglichen mit nur 33 %, die der Meinung waren, der Präsident unterstütze Israel angemessen, und lediglich 8 %, er unterstütze den wichtigen Verbündeten nicht ausreichend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ansichten der Befragten zu Israel selbst haben sich deutlich verschlechtert: 44 % gaben an, das Land heute weniger positiv zu sehen als vor drei Jahren – verglichen mit nur 17 %, die angaben, ihre Ansichten hätten sich angesichts des Vernichtungskrieges im Gazastreifen, den UN-Experten, Menschenrechtsgruppen und ein von Südafrika angeführtes Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof als Völkermord bezeichnen, sowie der umfassenderen israelischen Besatzung, Kolonisierung, ethnischen Säuberung und Apartheid in Palästina verbessert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrachtet man nur die letzten sechs Monate, gaben 41 % der Befragten an, ihre Sicht auf Israel sei negativer geworden, während 16 % angaben, sie sei positiver geworden. Unter den Demokraten liegt das Verhältnis bei 56 % zu 13 %. Bei den Unabhängigen liegt das Verhältnis bei 42 % zu 11 %.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Israel ist eine Nation, die Völkermord begeht und das amerikanische Volk in einen verheerenden Krieg hineingezogen hat, der uns noch immer finanziell belastet“, sagte Margaret DeReus, Geschäftsführerin des IMEU Policy Project, mit Blick auf den Iran-Krieg. „Die Senatoren schwören, vor allem das Beste für das amerikanische Volk zu tun; um diesem Eid gerecht zu werden, müssen sie diesen absurden Vorschlag verwerfen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist der Gipfel der Absurdität“, fügte DeReus hinzu, „dass der Kongress überhaupt einen Vorschlag erwägt, sich noch stärker mit dem israelischen Militär zu verstricken und unsere Steuergelder zur Subventionierung ihrer Waffenproduktion zu verwenden.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Palästina: Rechtsextremes Netanjahu Regime schafft zerstörerische Fakten</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/palaestina-rechtsextremes-netanjahu-regime-schafft-zerstoererische-fakten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 15:13:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 21.08.2026 Das rechtsextreme israelische Regime schafft endgültig Fakten zur Verhinderung der „Zwei- Staaten Lösung“. Wie die „Junge Welt“ in ihrer Ausgabe vom 21.08.2026 berichtet, hat am vergangenen Dienstag die erste Ausschreibung für die Errichtung von knapp 1.300 Wohnungen im sog. Siedlungsblock „E1“ stattgefunden. Dieser Block zerschneidet die Westbank in zwei Teile [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 21.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das rechtsextreme israelische Regime schafft endgültig Fakten zur Verhinderung der „Zwei- Staaten Lösung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die „Junge Welt“ in ihrer Ausgabe vom 21.08.2026 berichtet, hat am vergangenen Dienstag die erste Ausschreibung für die Errichtung von knapp 1.300 Wohnungen im sog. Siedlungsblock „E1“ stattgefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Block zerschneidet die Westbank in zwei Teile und macht so eine Zwei- Staaten Lösung unmöglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als einziges Land regierte am Mittwoch Großbritannien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Ed Miliband forderte nicht nur den sofortigen Stopp aller Siedlungsexpansionen, er kündigte sogar Sanktionen gegen alle an, die an der illegalen Siedlungsexpansion teilnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Berlin hieß es lediglich, das man sich „der Zwei- Staaten- Lösung verpflichtet sieht“ aber es ist entscheidend, das Deutschland für die Sicherheit und Existenz des Staates Israels eintritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wort von der Sicherheit und Existenz der Palästinenser, soviel zur deutschen Position.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die israelischen Menschenrechtsorganisationen „Peace Now“, „Ir Amim“ und „Bimkom“ reagierten scharf auf die Ausschreibung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell enteignet das israelische Regime kontinuierlich große Landflächen in den Westbank. So werden bestehende Siedlungen erweitert und neue errichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der entscheidende Plan von Bezalel Smotrich ist, das die Palästinenser zu verschwinden haben, da das Land einzig den Juden gehört. &nbsp;</p>
<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'></div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deutschland: Verbote für Hilfslieferungen für die Menschen im Gaza immer absurder</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/deutschland-verbote-fuer-hilfslieferungen-fuer-die-menschen-im-gaza-immer-absurder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 11:57:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommentar von Andreas Friedrich, 20.08.2026 Wenn es noch eines Beweises bedarf, dass die Bundesregierung offenbar unter starkem Druck der rechtsextremen Regierung des jüdischen Staates steht, dann ist das eine „Brillenaktion aus Ulm“  mit dem Titel „Eine Brille für Menschen in Not“. Wie die „Neu- Ulmer- Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 16.08. berichtet, ist eine Hilfslieferung [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kommentar von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 20.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es noch eines Beweises bedarf, dass die Bundesregierung offenbar unter starkem Druck der rechtsextremen Regierung des jüdischen Staates steht, dann ist das eine „Brillenaktion aus Ulm“  mit dem Titel „Eine Brille für Menschen in Not“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die „Neu- Ulmer- Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 16.08. berichtet, ist eine Hilfslieferung von Brillen in den Gaza geplatzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund ist lt. Aussage des Initiators, Hans- Walter Roth, Spezialist für blinde und verletzte Kinder, das lt. Meinung der Bundesregierung die Hilfslieferungen nicht mehr durchgeführt werden dürfen, da der Eindruck erweckt wird, das durch die Hilfslieferungen von Brillen die Hamas unterstützt wird (Wer bitte schön denkt sich eine solche absurd Begründung aus?).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Brillenspenden sind dazu gedacht, Familien, die sich keine Brillen leisten können, zu unterstützen. Die Stadt Ulm, im dortigen Rathaus konnte man bislang die Brillen abgeben und wurden von dort verschickt, hat sich dem Druck aus Berlin gebeugt und sich aus der Aktion zurückgezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen geht das Morden der israelischen Armee im Gaza munter weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreise sind bei einem Luftangriff auf ein Café im Gaza 6 Palästinenser getötet und weitere 14 verletzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angeblich, so Israels Armee, habe man Hamas- “Terroristen“ eliminiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die radikalen jüdischen Siedler beanspruchen den Gaza für sich und planen dort mit Unterstützung der israelischen Regierung den Bau jüdischer Siedlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der vereinbarten Waffenruhe im Oktober 2025 sind 1.200 Palästinenser getötet worden.</p>
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		<title>„Das sind doch keine Menschen“: Ben Gvir fordert, dass Israel jede Nacht 30 bis 40 Palästinenser im Gazastreifen tötet</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/das-sind-doch-keine-menschen-ben-gvir-fordert-dass-israel-jede-nacht-30-bis-40-palaestinenser-im-gazastreifen-toetet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 13:45:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Der israelische Minister erklärte außerdem, er glaube, dass „ganz Gaza“ zu Israel gehöre. Dave DeCamp, 17.08.2026 Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, forderte Israel auf, jede Nacht 30 bis 40 Palästinenser im Gazastreifen zu töten, und sagte, es gäbe Menschen im Gazastreifen, „die des Lebens nicht würdig sind“. Ben Gvir äußerte sich [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der israelische Minister erklärte außerdem, er glaube, dass „ganz Gaza“ zu Israel gehöre.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dave DeCamp</strong>, 17.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, forderte Israel auf, jede Nacht 30 bis 40 Palästinenser im Gazastreifen zu töten, und sagte, es gäbe Menschen im Gazastreifen, „die des Lebens nicht würdig sind“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben Gvir äußerte sich im Zusammenhang mit der Reduzierung der israelischen Angriffe im Gazastreifen, obwohl die israelischen Streitkräfte ihre Angriffe nicht vollständig eingestellt haben und weiterhin gegen das von den USA unterstützte Waffenstillstandsabkommen vom Oktober 2025 verstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist kein Geheimnis, dass ich mit dem Premierminister nicht übereinstimme“, sagte Ben Gvir in einem Podcast von Rom Braslavski, der zuvor im Gazastreifen gefangen gehalten wurde, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, marschierte am 19. Juli 2026 in Süd-Israel in der Nähe des Kibbuz Zikim und der israelischen Grenze zum Gazastreifen mit israelischen Siedlungsbefürwortern in Richtung Gazastreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich denke, in Gaza sollten gezielte Tötungen durchgeführt werden, 30 bis 40 pro Nacht. Nicht nur diejenigen, die eine unmittelbare Bedrohung darstellen – es gibt dort solche, die des Lebens nicht würdig sind. Sie sollten nicht leben. Sie sind nicht einmal Menschen“, fügte er hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ben-Gvir, Vorsitzender der Partei „Jüdische Macht“, ist bekannt als entschiedener Befürworter der ethnischen Säuberung des Gazastreifens und der Errichtung jüdischer Siedlungen im palästinensischen Gebiet. Diese Ansichten bekräftigte er in dem Podcast-Interview.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich betrachte ganz Gaza als unser Eigentum“, sagte er. „Siedlungen nicht nur in Gusch Katif, sondern im gesamten Gazastreifen, um so viel Auswanderung wie möglich zu fördern und die Menschen in ihre Heimatländer zu schicken. Für die Terroristen gilt: keine Auswanderung, nichts, sie werden einfach einer nach dem anderen getötet.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Ben Gvir oft als Randfigur dargestellt wird, hat er erheblichen Einfluss in der Regierung und bekleidet eine mächtige Position. Er ist für die Polizei und für die Gefängnisse zuständig, wo seit dem 7. Oktober 2023 fast 100 Palästinenser aufgrund der stetig schlechter werdenden Haftbedingungen gestorben sind, deren Umsetzung Ben Gvir sich selbst rühmt. Nun treibt er einen Plan voran, um israelische Gefängnisse mit Krokodilen zu umgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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		<title>Ost- Jerusalem: Vertreibung der Palästinenser geht ungebremst weiter</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/ost-jerusalem-vertreibung-der-palaestinenser-geht-ungebremst-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 13:33:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 15.08.2026 Wie die „Junge Welt“ u.a. in ihrer Rubrik „Brief aus Jerusalem“ am 15.08.2026 u.a. auf Berufung der Organisation „Ir Amim“ berichtet, geht die Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung aus Ost-Jerusalem ungebremst weiter, es liegen Pläne für ein groß angelegtes Projekt für jüdische Siedler vor. In Umm Tuba, einem palästinensischen Viertel, soll eine [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 15.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die „Junge Welt“ u.a. in ihrer Rubrik „Brief aus Jerusalem“ am 15.08.2026 u.a. auf Berufung der Organisation „Ir Amim“ berichtet, geht die Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung aus Ost-Jerusalem ungebremst weiter, es liegen Pläne für ein groß angelegtes Projekt für jüdische Siedler vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Umm Tuba, einem palästinensischen Viertel, soll eine neue Siedlung mit 650 Wohnungen nur für jüdische Siedler errichtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und in Umm Lison, auch ein palästinensisches Viertel, sollen 450 Wohnungen ebenfalls nur für jüdische Siedler gebaut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu sollen in der illegalen jüdischen Siedlung Gilo, diese liegt im Süden von Jerusalem, 2.500 Wohnungen für jüdische Siedler errichtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum von Ost- Jerusalem ist eine Toraschule speziell für US-amerikanische Juden geplant. &nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hauszerstörungen gehen insbesondere im südlichen Vorort Silwan, der Altstadt von Jerusalem, weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Palästinenser werden unter vorgehaltener Waffe von israelischen Soldaten bedroht und aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Radilake jüdische Siedler ziehen unmittelbar danach in die „frei gewordenen Häuser“ ein. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Stadtverwaltung von Jerusalem mitgeteilt hat, werden bis mindestens Ende 2026 keine neuen Wohnräume für Palästinenser entstehen, dafür aber ein Freizeitpark samt Parklatz für die jüdische Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen sind diverse Berichte deutscher Medien, nach denen angeblich israelische Soldaten lt. Aussage der israelischen Militärs, Palästinenser vor radikalen jüdischen Siedler beschützen, mit großer Vorsicht zu genießen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die palästinensische Nachrichtenagentur „Wafa“ letzte Woche berichtete, zwingen israelische Soldaten Palästinenser unter Androhung von Gewalt, ihr Häuser unverzüglich zu verlassen, so z.B. in Kusra.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort ist das israelische Militär mit einem Großaufgebot angerückt und hat 16 Häuser in sog. „Militärbaracken“ umgewandelt. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig habe radikale jüdische Siedler in einem anderen Dorf Trinkwasser (ursprünglich floss das Quellwasser in das nahegelegene Dorf Fasajil, wo die palästinensische Bevölkerung auf das Wasser angewiesen ist) für die Palästinenser beschlagnahmt und einen Pool für sich errichtet.</p>
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		<item>
		<title>Die USA kritisieren den israelischen Verteidigungsminister wegen seiner Pläne für eine langfristige Besatzung des Libanon</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/die-usa-kritisieren-den-israelischen-verteidigungsminister-wegen-seiner-plaene-fuer-eine-langfristige-besatzung-des-libanon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 12:32:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Gruppe aus Michigan verklagt Beamte wegen Beihilfe zu israelischen Kriegsverbrechen unter Verstoß gegen das Leahy-Gesetz. Jason Ditz, 14.08.2026 Am Mittwoch legte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz Pläne für eine unbefristete israelische Besetzung von Teilen des Libanon, Syriens und des Gazastreifens vor. Diese Aussagen waren keineswegs ungewöhnlich und entsprachen voll und ganz der erklärten israelischen [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Gruppe aus Michigan verklagt Beamte wegen Beihilfe zu israelischen Kriegsverbrechen unter Verstoß gegen das Leahy-Gesetz.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jason Ditz</strong>, 14.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Mittwoch legte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz Pläne für eine unbefristete israelische Besetzung von Teilen des Libanon, Syriens und des Gazastreifens vor. Diese Aussagen waren keineswegs ungewöhnlich und entsprachen voll und ganz der erklärten israelischen Politik, die darin besteht, die Kriege fortzusetzen und Gebiete weiterhin zu besetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies stieß offenbar bei US-Beamten auf Unmut, und das US-Außenministerium rügte die israelische Politik in ungewöhnlicher Weise. Es bekräftigte die Unterstützung der USA für die Souveränität des Libanon und erklärte, Katz’ Besetzung verstoße gegen die in verschiedenen, von den USA vermittelten israelisch-libanesischen Abkommen getroffenen Vereinbarungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um es klarzustellen: Keines dieser Abkommen legte jemals einen konkreten Zeitplan für den israelischen Abzug fest, sondern vermittelte lediglich die vage Vorstellung, dass die Besetzung irgendwann in der Zukunft möglicherweise enden könnte. In diesem Sinne wird Katz zweifellos argumentieren, dass Israel gegen keine internationalen Abkommen verstößt und er lediglich die Vorbereitungen für eine „langfristige“ Präsenz angeordnet habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Libanesische Regierungsvertreter werfen der israelischen Regierung ihrerseits vor, mit ihren anhaltenden Angriffen auf den Südlibanon und durch die systematische Zerstörung ziviler Infrastruktur im gesamten besetzten Gebiet gegen Internationales Recht zu verstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Beteiligung an der Invasion und Besetzung des Libanon hat unterdessen nicht gerade zu einer friedlichen Lösung beigetragen. Dies ist Gegenstand einer neuen Klage, die vor einem Gericht in Michigan gegen Außenminister Marco Rubio und mehrere US-amerikanische Militärunternehmen eingereicht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klage wurde von der Arabisch-Amerikanischen Bürgerrechtsliga eingereicht und strebt den Status einer Sammelklage für Zehntausende libanesisch-amerikanische Staatsbürger an, die im Libanon lebten oder dort Eigentum besaßen, das durch die von den USA unterstützte israelische Invasion zerstört wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klage beruft sich auf das Leahy-Gesetz, das dem Außen- und Verteidigungsministerium die Unterstützung ausländischer Streitkräfte bei schweren Menschenrechtsverletzungen untersagt. Sie argumentiert, dass die wiederholt dokumentierten israelischen Kriegsverbrechen im Libanon keine spürbare Veränderung der US-Unterstützung für die israelischen Streitkräfte bewirkt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Klägern gehört der Geschäftsmann Nasser Beydoun aus Michigan, dessen Elternhaus in Bint Jbeil während der israelischen Invasion „ohne militärische Notwendigkeit oder Rechtfertigung“ zerstört wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist kein Einzelfall. Katz prahlte Anfang der Woche damit, Israel habe 24 Dörfer im Südlibanon vollständig ausgelöscht, und Zehntausende Häuser wurden bei der israelischen Invasion zerstört – eine Zerstörung, die noch immer andauert. Wie viele dieser Häuser mit US-Bürgern in Verbindung stehen, ist unklar, aber angesichts der Größe der libanesischen Diaspora in den USA ist es so gut wie sicher, dass Beydoun nur einer von vielen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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		<item>
		<title>Die Bedeutung von Tell: Warum das Westjordanland am Rande des Zusammenbruchs stehen könnte</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/die-bedeutung-von-tell-warum-das-westjordanland-am-rande-des-zusammenbruchs-stehen-koennte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 09:37:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Ramzy Baroud, 10.08.2026 Die Ereignisse in Tell, südwestlich von Nablus, waren kein Einzelfall von Gewalt. Sie waren eine Warnung. Jahrelang behandelte Israel palästinensische Dörfer im besetzten Westjordanland als Freiwild für Militäreinsätze, Siedlerinvasionen, Landraub und Kollektivstrafen. Man erwartete, dass die Palästinenser die Gewalt ertragen, ihre Toten begraben und zum gleichen unerträglichen Alltag zurückkehren würden. In Tell [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ramzy Baroud</strong>, 10.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse in Tell, südwestlich von Nablus, waren kein Einzelfall von Gewalt. Sie waren eine Warnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jahrelang behandelte Israel palästinensische Dörfer im besetzten Westjordanland als Freiwild für Militäreinsätze, Siedlerinvasionen, Landraub und Kollektivstrafen. Man erwartete, dass die Palästinenser die Gewalt ertragen, ihre Toten begraben und zum gleichen unerträglichen Alltag zurückkehren würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Tell wurde diese sorgsam aufrechterhaltene Gleichung jedoch kurzzeitig gestört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konfrontation begann, als bewaffnete israelische Siedler in das Gebiet nahe des Dorfes eindrangen und versuchten, palästinensische Häuser anzugreifen. Die Dorfbewohner stellten sich ihnen entgegen. Israelische Soldaten und bewaffnetes Siedlungspersonal griffen daraufhin ein und weiteten den Angriff der Siedler auf einen größeren Militärschlag aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Konfrontation ergriff ein Palästinenser eine israelische Waffe und eröffnete das Feuer. Zwei Israelis und vier Palästinenser der Familie Ramadan wurden getötet. Was folgte, war eine umfassende Vergeltungskampagne gegen das gesamte Dorf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israelische Streitkräfte riegelten Tell ab, stürmten zahlreiche Häuser und verhörten Dutzende Bewohner. Mehr als 70 Palästinenser wurden bei dem ersten Vorgehen festgenommen. Die israelische Gewalt griff bald auf umliegende Ortschaften über, wo bewaffnete Siedler Häuser und Fahrzeuge angriffen und Moscheen in Brand setzten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bedeutung von Tell liegt daher nicht allein in der Zahl der Toten. Sie liegt darin, dass die Palästinenser angesichts bewaffneter Siedler und Soldaten den Rückzug verweigerten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tell mag der unmittelbare Funke eines umfassenderen Aufstands sein, muss es aber nicht. Doch es zeigte, dass das Westjordanland hinter der scheinbaren israelischen Kontrolle am Rande des Zusammenbruchs steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn des Völkermords im Gazastreifen im Oktober 2023 hat Israel das Westjordanland in ein weiteres großes Schlachtfeld verwandelt. Mehr als 1.180 Palästinenser wurden getötet, etwa 13.000 verletzt und über 24.600 festgenommen, darunter Hunderte von Frauen und fast 2.000 Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angriffe beschränken sich nicht auf Militärrazzien. Es handelt sich um ein integriertes System, das die Besatzungsarmee, bewaffnete Siedler, Militärgerichte, Siedlungsräte, Abrissbehörden und Minister umfasst, die sich offen für eine Annexion aussprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein im Jahr 2026 wurden Tausende Palästinenser durch Angriffe von Siedlern, Abrisse und israelische Baubeschränkungen vertrieben. Bis Juli erreichte die Vertreibungsrate durchschnittlich 17 Palästinenser pro Tag – doppelt so viel wie im Durchschnitt der drei Jahre zuvor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbstverständlich handelt es sich hierbei nicht um willkürliche Gewalt, sondern um eine gezielte Politik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Benjamin Netanjahu hat das Westjordanland faktisch den extremistischsten Elementen seiner Koalition übergeben. Finanzminister Bezalel Smotrich nutzte seine Regierungsmacht, um den illegalen Siedlungsbau zu beschleunigen, illegale Außenposten zu legalisieren und die Zuständigkeiten über das besetzte Gebiet von der Militärverwaltung auf israelische Zivilinstitutionen zu übertragen – ein grundlegender Schritt hin zur formellen Annexion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nationaler Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir gewährte derweil Siedlerbewegungen politischen Schutz und provozierte wiederholt Palästinenser an der Al-Aqsa-Moschee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenzug erhält Netanjahu, was er am dringendsten braucht: den Fortbestand seiner Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der für den 27. Oktober angesetzten israelischen Parlamentswahlen dürfte das Westjordanland im Wahlkampf Netanjahus eine noch zentralere Rolle spielen. Seine politische Botschaft an die israelische Rechte lautet nicht nur, dass er „Sicherheit“ gewährleisten könne, sondern dass er die Geografie Palästinas dauerhaft verändern könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Palästinenser befinden sich somit in einem Teufelskreis. Leisten sie keinen Widerstand, rücken Armee und Siedler vor. Wehren sie sich, beruft sich Israel auf „palästinensischen Terrorismus“, um genau jene Politik zu verschärfen, die den Widerstand überhaupt erst hervorgerufen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tell legte diese Gleichung offen, zeigte aber auch ihre Grenzen auf. Israel kann Häuser zerstören, Straßen sperren und ganze Familien verhaften. Es kann Flüchtlingslager räumen, wie es in Jenin, Tulkarem und Nur Shams versucht hat. Es kann die Illusion aufrechterhalten, dass die massive Gewalt das palästinensische Volk befriedet habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch militärische Dominanz ist keine wirkliche Kontrolle. Netanjahu und seine extremistischen Minister haben bisher von dem profitiert, was Naomi Klein als „Schockdoktrin“ bezeichnete: die Ausnutzung kollektiver Traumata und Desorientierung, um politische Realitäten durchzusetzen, die andernfalls auf größeren Widerstand stoßen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gazastreifen wurde einem beispiellosen „Schock und Ehrfurcht“ ausgesetzt, während das Westjordanland unter dem Deckmantel dieser Katastrophe rasch umgestaltet wurde. Schock hat jedoch eine begrenzte Wirkungsdauer. Schließlich weicht die Angst der Wut, und die Wut sucht nach einem kollektiven politischen Ausdruck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die palästinensische Geschichte hat dieses Muster immer wieder gezeigt. Keine der Intifadas begann nach den Berechnungen politischer Parteien oder Geheimdienste. Beide Aufstände brachen aus, als die angehäufte Demütigung, die wirtschaftliche Strangulierung und die militärische Gewalt einen Punkt erreichten, an dem die palästinensische Bevölkerung die bestehende Ordnung nicht länger hinnehmen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Aufstand, sollte er stattfinden, könnte ebenfalls mit einem Ereignis beginnen, das isoliert betrachtet unbedeutend erscheint: ein Dorf, das sich verteidigt, ein Flüchtlingslager, das eine weitere Invasion ablehnt, oder eine Gemeinde, die Siedlern entgegentritt, die versuchen, ihr Land zu besetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Al-Aqsa-Moschee und das besetzte Ostjerusalem sind von besonderer Bedeutung. Sie gehören zu den wenigen Orten, die Palästinenser im Gazastreifen, im Westjordanland, in Jerusalem und im historischen Palästina unmittelbar vereinen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. Juli stürmten Tausende israelische Siedler unter starkem Polizeischutz das Gelände der Al-Aqsa-Moschee. Ben-Gvir schloss sich ihnen an, während die Teilnehmer israelische Flaggen schwenkten, die israelische Nationalhymne sangen und erneut offen gegen den seit langem geltenden Status quo der heiligen Stätte verstießen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israel sollte die historische Bedeutung solcher Provokationen verstehen. Ariel Sharons Einmarsch in die Al-Aqsa-Moschee im September 2000 trug maßgeblich zum Ausbruch der Zweiten Intifada bei. Die Angriffe auf die Al-Aqsa-Moschee und die drohende Vertreibung palästinensischer Familien aus Sheikh Jarrah trugen zum palästinensischen Aufstand im Mai 2021 bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleibt noch Zeit für wirksame internationale Maßnahmen. Die Palästinenser hätten keinen Grund zum Aufstand, wenn ihr Land geschützt, ihre Gefangenen freigelassen, ihre Gemeinden in Würde leben dürften und ihre Grundrechte geachtet würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten internationale Regierungen Israel jedoch weiterhin vor der Verantwortung schützen, wird sich nicht mehr die Frage stellen, ob sich das Westjordanland erheben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wird vielmehr daran liegen, wann, wo und welches einzelne Ereignis den Funken zünden wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.antikrieg.com">https://www.antikrieg.com</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bei Israel endlich die Samthandschuhe aus</title>
		<link>https://nahostpolitik.com/ohne-kategorie/bei-israel-endlich-die-sandhandschuhe-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 09:35:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nahostpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nahostpolitik.com/?p=11307</guid>

					<description><![CDATA[Von Andreas Friedrich, 10.08.2026 Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seine engste „Regierungsclique“, bestehend aus den faschistischen Ministern Bezalel Smotrich sowie &#160;Itamar Ben-Gvir sind Aggressoren, die es zu stoppen gilt und das sofort und nicht erst nach den kommenden Wahlen im jüdischen Staat. &#160; Mehr als bedenklich ist es daher, das in Deutschland &#8211; weder in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Von <strong>Andreas Friedrich</strong>, 10.08.2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seine engste „Regierungsclique“, bestehend aus den faschistischen Ministern Bezalel Smotrich sowie &nbsp;Itamar Ben-Gvir sind Aggressoren, die es zu stoppen gilt und das sofort und nicht erst nach den kommenden Wahlen im jüdischen Staat. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als bedenklich ist es daher, das in Deutschland &#8211; weder in der Politik noch über die Medien &#8211; nicht mal die kleinste Debatte über die rassistische Politik des jüdischen Staates gegenüber den Palästinensern und der Zerstörungswut mit fast 75.000 getöteten Palästinensern im Gaza geführt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auch in den Westbank wird die palästinensische Bevölkerung täglich terrorisiert, terrorisiert von radikalen jüdische Siedlern, die unter dem Schutz der Regierung des Staates Israel stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondern bedenkenswert ist es, das Deutschlands Außenminister Wadephul auf dem EU- Außenministertreffen in Brüssel am 13.07.2026 vollmundig mit der Ankündigung von „Verhandlungen“, bzw. „Gesprächen mit Israel“ Sanktionen gegen den jüdischen Staat wegen dessen illegalem Siedlungsbau in den besetzten Westbank strikt abgelehnt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das unterdessen der Siedlerterror gegen die Palästinenser, deren Autos, Häuser, z.T. Dörfer von den radikalen Juden abgebrannt werden, ungebremst weitergeht und immer wieder werden auch die Palästinenser selbst Opfer, bzw. vom radikalen Siedlermob verbrannt, gehört für Herrn Wadephul sicher auch zum israelischen Wahlkampf, denn genau diesen nannte Außenminister Wadephul als Grund für das Verhindern von Sanktionen und Handelsbeschränkungen. &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herr Wadephul, es ist an der Zeit, das Sie und Ihresgleichen die Samthandschuhe gegenüber den jüdischen Staat ausziehen und den von den Herren Natanjahu, Smotrich und Ben-Gvir forcierten Siedlerterror unverzüglich ein Ende setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst Sie können derartiges nicht mit &#8222;Wahlkampf in Israel&#8220; begründen. </p>
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