Israelische Faschisten feiern in Jerusalem

Nahostpolitik

Kommentar von Andreas Friedrich, 16.05.2026

Wie die „Junge Welt“ in ihrer heutigen Printausgabe sinngemäß berichtet, fand am vergangenen Donnerstag in der Altstadt von Jerusalem eine „Feier“ mehrerer zehntausend jüdischer Nationalisten statt, mit dabei waren die beiden rechtsextremen israelischen Minister Bezalel Smotrich (Finanzminister) und Itamar Ben- Gvir (Sicherheitsminister).

Während des Marsches skandierten die rechten „Tod den Arabern“, „sollen eure Dörfer brennen“ und „Gaza ist ein Friedhof“. Des Weiteren machten viele rechtsextreme Juden Jagd auf Palästinenser.

Ben- Gvir betrat wenig später den Vorplatz der Al- Aksa- Moschee, tanzte, schwenkte die israelische Flagge und sang: „Der Tempelberg ist in unseren Händen“.

Am Freitag kam dann eine Erklärung von Ben- Gvir gegenüber israelischer Medien in denen er davon sprach, dass er nun auch im Libanon „israelische Siedlungen sehen möchte“.

Ebenfalls am Freitag drang Israels Militär morgens in Nablus ein, erstürmte Häuser und verhaftete mehrere Bewohner.

Nahe Ramallah setzten jüdische Siedler Fahrzeuge und eine Moschee in Brand und in Al- Lubban Al- Scharkija bei Ramallah stürmten jüdische Siedler mehrere Häuser und beschädigten diese. Die anwesende israelische Armee erschoss in diesem Kontext einen 16- jährigen Palästinenser, der sich Steine werfend gegen die radikalen Siedler zur Wehr setzen wollte.

In Deutschland blieb eine Reaktion seitens der Medien auf diese Vorkommnisse aus, nur Volker Beck („Die grünen“) von der „Deutsch- israelische Gesellschaft“ äußerte in der „Rheinische Post“ seinen Unmut, allerdings nicht wegen der Vorkommnisse in Jerusalem, sondern gegenüber den Demonstranten, die am Rande des ESC aufgrund des Völkermordes im Gaza und dem Siedlerterror gegen die Teilnahme Israels am ESC demonstrieren. Beck nannte diese „antiisraelisch und „antisemitisch“.

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