Die gespaltene Zunge der jüdischen Taktgeber!

Nahostpolitik

Von Evelyn Hecht- Galinski, 30.09.2015

Die unglaublichen Forderungen gerade an muslimische Flüchtlinge!

Aus gegebenem Anlass möchte ich auf verschiedene Artikel von maßgeblichen jüdischen Funktionsträgern und Intellektuellen eingehen, die diesmal besonders mit gespaltener Zunge reden und schrieben. Wer mit gespaltener Zunge redet, ist unaufrichtig und doppelzüngig.

Dieses ursprünglich indianische Sprichwort, dass auf das Verhalten des weißen Mannes gegen die „Rothäute“, der Indianer hinwies, eignet sich sehr gut als Metapher für das jüdische Verhalten gegenüber dem Flüchtlingsproblem.

Begonnen hatte es mit einem gemeinsamen Kommentar des Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, zusammen mit dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder. Dieser Artikel, Titel: „Wir Juden wissen wie bitter Flucht ist“ war an triefender Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Ich greife ein paar, wie ich meine exemplarische und in allen dieser Kommentare sich wiederholende Thesen aus diesem Artikel vom 10.September dieses Jahres auf:

„Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und weltweit begrüßt diese Entwicklung hin zu einer offenen Gesellschaft. Das ist gerade in unserem Sinn. Diese Flüchtlinge (aus Syrien und Irak) haben Schlimmes durchgemacht. Wer sollte denn mehr Verständnis für sie haben, als wir Juden.“

Kein Verständnis indes zeigt der Zentralrat für die palästinensischen Flüchtlinge, die aus ihrer Heimat Palästina, durch die jüdischen Zionisten seit 1948 vertrieben wurden, oder die Tatsache dass der „Jüdische Staat“ schwarze Flüchtlinge in extra gebauten Gefängnissen interniert oder Tausende in eine ungewisse Zukunft abschiebt.

Aber es kamen noch schlimmere, an Doppelzüngigkeit zu überbietende Sätze, wie:

„Diejenigen die vorerst nicht in ihre Heimat zurückkehren können, müssen auch mit unseren westlichen Grundwerten vertraut gemacht werden. In Deutschland, das auch anzuerkennen, dass die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson gehört, ebenso wie die Erinnerung an den Holocaust“.

Was für ein Ansinnen an diese Flüchtlinge, die gerade aus Gründen, die die westliche Wertegemeinschaft, inklusive der „Jüdische Staat“ mit seiner Besatzungs- und Kriegspolitik zu verantworten hat, von diesen zu fordern eine mehr als zu kritisierende Staatsräson für die Sicherheit Israels zu verlangen, oder die Erinnerung an den Holocaust, mit dem man diese ankommenden Flüchtlinge nicht belasten sollte. Oder haben der Zentralrat, oder andere jüdische Vertreter oder Politiker schon einmal daran gedacht, die jüdischen Flüchtlinge, die in den Jüdischen Staat“ einwandern, mit der Geschichte der Nakba und der damit verbundenen Vertreibung der palästinensischen Ureinwohner zu befassen…

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