Erzbischof Atallah Hanna: „Unterstützung palästinensischer Familien in Sheikh Jarrah ist eine nationale und humanitäre Verpflichtung“

Nahostpolitik

Auch in den vergangenen Monaten hat die israelische Regierung ihre exzessive Gewalt gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung und ihre Siedlungsexpansion auf palästinensischen Ländereien in der besetzten Westbank und in Ost-Jerusalem fortgesetzt.

Die drohende Vertreibung der palästinensischen Familien in Sheikh Jarrah und Silwan ist nicht beendet. Daran erinnerte der Erzbischof Atallah Hanna von Sebastia vom griechisch-orthodoxen Patriarchat von Jerusalem in eindringlichen Worten:

Die Palästinenser in Sheikh Jarrah sowie in Silwan und anderen Teilen Jerusalems sind weiter von israelischen Versuchen bedroht, sie aus ihren Häusern und von ihrem Land zu entwurzeln,“ erinnerte der Erzbischof bei einem Treffen mit den palästinensischen Familien in Sheikh Jarrah. Er sprach ihnen seine Hochachtung aus, „weil sie angesichts der Unterdrückung und der eskalierenden israelischen Verstöße weiter standhaft geblieben sind.
Er betonte, dass es für jeden, der an Gerechtigkeit und Gleichheit glaube, eine nationale, humanitäre und moralische Verpflichtung sei, das palästinensische Volk in seinem Kampf in Sheikh Jarrah solidarisch zu unterstützen. Er forderte dazu auf, diese Unterstützung und Solidarität weiterzuführen.

In der besetzten Westbank, vor allem in Ost-Jerusalem versuchen seit vielen Jahren die israelischen Behörden seit vielen Jahren gezielt palästinensische Familien zu vertreiben. Allein in dem Viertel Sheikh Jarrah droht acht Familien aus 19 Haushalten mit 87 Palästinensern die unmittelbare Gefahr der Zwangsräumung. Die israelische Siedlerorganisation Nahalat Shimon International beansprucht die Grundstücke, hatte vor israelischen Gerichten geklagt und bereits in den Jahren 2008 und 2009 drei palästinensische Familien mit 67 Palästinensern aus dem Viertel Sheikh Jarrah dauerhaft vertrieben.

Quelle: Palästinensische Mission