Gaza/Westbank: Israel treibt Zwangsvertreibung wie auch Zerstörung voran und die Welt sieht tatenlos zu

Nahostpolitik

Kommentar von Andreas Friedrich, 29.01.2026

Das Netanjahu- Regime bereitet sich auf die Zwangsvertreibung der Palästinenser:innen vor, erste Hinweise gibt es jedoch bereits seit Sommer 2025.

Damals erklärte Israel Katz, der Verteidigungsminister des Regims, dass der jüdische Staat Lager im Gazastreifen errichten wird, um die Bevölkerung dort „anzusiedeln“, jedoch ohne Möglichkeit, diese Lager zu verlassen, außer um in ein anderes Land überzusiedeln. 

Mittlerweile wird nahe Rafah ein riesiges Areal für mehrere Hunderttausend Palästinenser:innen vorbereitet, um dort ein sog. „Aufnahmelager“, welches ausgestattet ist mit einer Gesichtserkennungssoftware und Überwachungstechnik, zu errichten.

Kontrolliert wird das Lager lt. Aussage des ehemaligen Brigadegeneral Amir Avivi von israelischen Sicherheitskräften.

Aber nicht nur nahe Rafah, auch bei Gaza- Stadt sollen derartige Auffanglager mit provisorischen Unterkünften, was auf einen kurzfristige Verbleib der Palästinenser:innen, bevor diese in anderes Land vertrieben werden, hindeutet.

Bislang lehnte der Ministerpräsident des Besatzungsstaates, Benjamin Netanjahu, ebenso wie sein Büro eine Stellungnahme ab, jedoch hatte Israel Katz bereits im Juli vergangenen Jahres erklärt, dass Israel „Lager“ zur Unterbringung vorbereitet.

Netanjahu selbst gab an, dass seine Regierung nach wie vor die Schaffung eines palästinensischen Staats verhindern wird und auch zukünftig die Kontrolle über das komplette Gebiet „vom Jordan bis zum Mittelmeer“ ausüben wird, was auch für den Gazastreifen gilt.

Als ob das noch nicht genug wäre, haben (pünktlich zum Holocaustgedenktag) in den Westbank mehrere Hundert radikale jüdische Siedler palästinensische Dörfer niedergebrannt, Ländereien wie Olivenhaine zerstört und ca. 190 Palästinenser:innen z.T. schwer verletzt, dazu Rettungswagen, die zu den Tatorten unterwegs waren, am Weiterfahren gehindert und Sanitäter wie auch Fahrer ebenfalls z.T. schwer verletzt.

Besatzungssoldaten, die zugegen waren, haben entweder zugesehen oder die radikalen jüdischen Siedler unterstützt.

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