Kommentar von Andreas Friedrich, 08.01.2026
Ungeachtet des jüngst vom zionistischen Regime angekündigten Baus 19 neuer jüdischer Siedlungen in den Westbank, haben Netanjahu und Trump der sog. „2-Staaten Lösung“ nun den endgültigen Todesstoß versetzt, sicher nicht ganz ohne zumindest stillschweigende Zustimmung vieler westlicher Länder, darunter Deutschland.
Hintergrund ist die Ankündigung des Besatzungsregimes von Anfang Januar diesen Jahres, in den Westbank den sog. „Bauplan E1“ nun zu realisieren, es sollen u.a. rund 3.500 neue Häuser für jüdische Siedler entstehen.
Seit 2025 gab es Ausschreibungen für 10.100 neue Siedlereinheiten, davon alleine 7.000 in Ma’ale Adumim.
Neben Ma’ale Adumim sollen auch die beiden illegalen jüdischen Siedlungen Efrat in Bethlehem sowie Ariel in Salfit um mehrere Hundert Einheiten für jüdische Siedler erweitert werden.
Bei dem Bauplan E1 handelt es sich um ein Siedlungsprojekt, welches die Westbank in für die Palästinenser nicht mehr zugängliche zwei voneinander getrennte Gebiete unterteilt und von Ost- Jerusalem bis zum illegalen Siedlungsblock Ma’ale Adumim reicht.
Jerusalem selbst wird vom palästinensischen Umland abgeschnitten.
Forciert wird dieses Projekt in erster Linie vom rechtsextremen israelischen Minister und Siedlerlobbyisten Bezalel Smotrich.
Zwar hat die internationale Gemeinschaft sowie die EU das Projekt mit dem Hinweis, das dies gegen das Völkerrecht verstößt, bislang abgelehnt, da aber keinerlei ernsthafte Reaktionen insbesondere seitens der EU und Deutschland erfolgten, muss diese Kritik als bloßes Lippenbekenntnis bezeichnet werden.
Der US- Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hat diesbezüglich jüngst erklärt, dass die Israelis das Recht hätten, auf diesem Gebiet zu leben und auch hier zu siedeln, was als Zustimmung des Projektes „E1“ zu deuten ist.
