Kommentar von Andreas Friedrich, 14.10.2026
Inmitten der permanenten Angriffe der Armee des jüdischen Staates auf den Gaza, mittlerweile mit weit mehr als 76.000 getöteten Palästinensern, plant laut eines Berichtes der NZZ die „Siedlerbewegung“ die Neugründung „jüdischer Ortschaften“ im Gaza, wobei man sich die romantischen Begriffe „Siedlerbewegung“ und „jüdische Ortschaften“ vor Augen führen muss. Es handelt sich a) um radikale jüdische Siedler und b) um völkerrechtswidrige jüdische Siedlungen.
Unterstützung erhält die sog. „Siedlerbewegung“ von der rechtsextremen Regierung des jüdischen Staates, insbesondere von Israelischer Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie den beiden Ministern, bzw. Siedlerlobbyisten Bezalel Joel Smotrich und Itamar Ben-Gvir.
An vorderster Front bei den radikalen jüdischen Siedlern steht wie immer Daniela Weiss, diese hat viele der illegalen jüdischen Siedlungen in den von Israel besetzten Westbank mitgegründet und vertritt die Ansicht, dass nicht nur die Westbank, sondern auch der Gaza einzig und allein den Juden gehört und „Araber“, gemeint sind die Palästinenser, dort nicht leben dürfen.
Unterdessen plant Netanjahu einen Feldzug gegen die Macher des Dokumentarfilms „NAZA, in dem von den Tötungen von Palästinensern durch Israels Militär berichtet wird.
Netanjahu selbst hat mittlerweile Maßnahmen gefordert, um alle Beteiligten des Films zu identifizieren. Da ist die Rede von „Strafverfahren wegen schwerer Verstöße gegen die Informationssicherheit, Verleumdung und Schädigung israelischer Interessen“.
Zudem wird den Machern des Films, z.B. dem Journalisten Yuval Abraham, vorgeworfen, einen „Angriff auf den Staat Israel“ und warfen den Regisseuren vor, „Lügen und Blutbeschuldigungen“ zu verbreiten.
Der Journalist Yuval Abraham selbst erhält mittlerweile Todesdrohungen.
Tatsache ist jedoch, und das ignoriert nicht nur Herr Netanjahu sondern mittlerweile weite Teile der israelischen Gesellschaft, dass sich der jüdische Staat durch seine jahrzehntelange Ignoranz, Missachtung des Völkerrechts und der Menschenrechte, z.B. in Sachen illegaler Siedlungsbau, Gaza- Krieg und Vertreibung der Palästinenser – erst Westbank und nun Gaza – zumindest moralisch am meisten selbst schadet, auch wenn der Großteil der sog. „westlichen Welt“, allen voran die USA und Deutschland, Israel nach wie vor finanziell, politisch und insbesondere ideologisch, unterstützt.
