Von Andreas Friedrich, 15.08.2026
Wie die „Junge Welt“ u.a. in ihrer Rubrik „Brief aus Jerusalem“ am 15.08.2026 u.a. auf Berufung der Organisation „Ir Amim“ berichtet, geht die Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung aus Ost-Jerusalem ungebremst weiter, es liegen Pläne für ein groß angelegtes Projekt für jüdische Siedler vor.
In Umm Tuba, einem palästinensischen Viertel, soll eine neue Siedlung mit 650 Wohnungen nur für jüdische Siedler errichtet werden.
Und in Umm Lison, auch ein palästinensisches Viertel, sollen 450 Wohnungen ebenfalls nur für jüdische Siedler gebaut werden.
Parallel dazu sollen in der illegalen jüdischen Siedlung Gilo, diese liegt im Süden von Jerusalem, 2.500 Wohnungen für jüdische Siedler errichtet werden.
Im Zentrum von Ost- Jerusalem ist eine Toraschule speziell für US-amerikanische Juden geplant.
Hauszerstörungen gehen insbesondere im südlichen Vorort Silwan, der Altstadt von Jerusalem, weiter.
Palästinenser werden unter vorgehaltener Waffe von israelischen Soldaten bedroht und aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Radilake jüdische Siedler ziehen unmittelbar danach in die „frei gewordenen Häuser“ ein.
Wie die Stadtverwaltung von Jerusalem mitgeteilt hat, werden bis mindestens Ende 2026 keine neuen Wohnräume für Palästinenser entstehen, dafür aber ein Freizeitpark samt Parklatz für die jüdische Bevölkerung.
Unterdessen sind diverse Berichte deutscher Medien, nach denen angeblich israelische Soldaten lt. Aussage der israelischen Militärs, Palästinenser vor radikalen jüdischen Siedler beschützen, mit großer Vorsicht zu genießen.
Wie die palästinensische Nachrichtenagentur „Wafa“ letzte Woche berichtete, zwingen israelische Soldaten Palästinenser unter Androhung von Gewalt, ihr Häuser unverzüglich zu verlassen, so z.B. in Kusra.
Dort ist das israelische Militär mit einem Großaufgebot angerückt und hat 16 Häuser in sog. „Militärbaracken“ umgewandelt.
Gleichzeitig habe radikale jüdische Siedler in einem anderen Dorf Trinkwasser (ursprünglich floss das Quellwasser in das nahegelegene Dorf Fasajil, wo die palästinensische Bevölkerung auf das Wasser angewiesen ist) für die Palästinenser beschlagnahmt und einen Pool für sich errichtet.
