Kommentar von Andreas Friedrich, 27.08.2026
Israels rechtsextremer Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, wurde für seine Aussagen zu gezielten Tötungen von Palästinensern (Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, forderte Israel auf, jede Nacht 30 bis 40 Palästinenser im Gazastreifen zu töten, und sagte, es gäbe Menschen im Gazastreifen, „die des Lebens nicht würdig sind“.) zu Recht kritisiert.
Und wer hat sich nicht alles geäußert?
Die Presse, Politiker:innen, selbst unser BK Herr Merz und der Präsident des Zentralrat der Juden gaben ihren Kommentar ab, diese allerdings mit einem ganz faden Beigeschmack, ist Herr Ben Gvir einer der stärksten Siedlerlobbyisten des jüdischen Staates.
Und da genau das ist das Problem.
Normalerweise hätte ein Minister, selbst in Israel, nach solch menschenverachtenden Aussagen seinen Hut nehmen müssen, aber da die Israelis an sich wenig dran interessiert sind, was in den Westbank vor sich geht und noch weniger am Leid der Palästinenser, sei es im Gaza noch in der Westbank, bleiben die Aussagen des Herrn Ben Gvir ohne Folgen und die Kritiker dürfen sich die Frage nach dem Warum überhaupt Kritik und den Folgen stellen.
Denn die israelische völkerrechtswidrige Politik wird mit oder ohne Herrn Ben Gvir fortgesetzt und Herr Ben Gvir selbst wird weiterhin als Siedlerlobbyist tätig sein und weiter mit den radikalen Siedlern daran arbeiten, das die Palästinenser:innen die Westbank verlassen, da ändert die Kritik rein garnichts, außer das sich o.g. eventuell ihr Gewissen zumindest etwas erleichtert haben.
Es schaut danach aus, dass Herr Ben Gvir als Bauernopfer herhalten durfte, um mal Kritik loszuwerden. Doch was nutzt Kritik, gerade bei einer völkerrechtswidrigen Politik wie die des jüdischen Staates gepaart mit menschenverachtenden Aussagen, wenn dies alles folgenlos bleibt?
