Kommentar von Andreas Friedrich, 08.09.2026
Wie diverse online Portale am Montag berichteten, hat Trumps Friedensratschef Nikolaj Mladenow den Abzug Israels aus dem Gazastreifen gefordert und das wohlwissend, dass Trump und Netanjahu bereits eine dauerhafte Präsenz des israelischen Militärs im Gaza abgesegnet haben und bereits jetzt die Besatzungsmacht mehr als 50% des Gaza kontrolliert.
Auch zu denken gibt die Aussage von Nikolaj Mladenow, dass die zunehmende Gewalt im Westjordanland eine „Zwei- Staaten- Lösung“ verhindern kann und „angesichts all dessen, was gerade im Westjordanland geschieht, es keinen glaubwürdigen Weg zu einer politischen Lösung des Konflikts“ gibt.
Also weiterhin freie Hand für den Siedlerterror oder wie darf die Aussage des Herrn Nikolaj Mladenow verstanden werden?
Zudem ignoriert Herr Mladenow ganz bewusst, dass die sog. „Zwei- Staaten- Lösung“ schon jetzt nur noch Geschichte ist, da sowohl die radikalen jüdischen Siedler wie auch die israelische Besatzungsarmee in Kooperation mit der Regierung des jüdischen Staates dran arbeiten, einen Staat Palästina unmöglich zu machen indem nicht nur der sog. Bauplan „E1“ in den Startlöchern steht, sondern auch immer mehr illegale jüdischen Siedlungen entstehen und bereits vorhandene ausgebaut werden, dafür die palästinensische Bevölkerung sowohl von den radikalen Siedlern wie auch vom israelischen Militär vertrieben wird.
In diesem Kontext ist es auch nicht verwunderlich, dass die Bundesregierung sich immer wieder hinter ihrer Erklärung, man „stehe zur Zwei Staaten Lösung“, versteckt, wohlwissend, dass diese ohnehin obsolet ist, aber aufgrund der Erklärung müssen keine Sanktionen gegen den jüdischen Staat in die Wege geleitet werden und man kann die Hände in den Schoss legen und dem vom israelischen Militär unterstützten Siedlerterror weiter beruhigt zusehen.
Immer mehr wird der Eindruck erweckt, dass der sog. „Friedensrat“ wie auch diverse Erklärungen aus Berlin nur ganz billiges Theater sind.
