Ob Gaza oder Libanon, Israel immer aggressiver

Nahostpolitik

Von Andreas Friedrich, 27.05.2026

Ob im Gaza oder im Libanon, der jüdische Staat geht trotz Waffenruhe immer aggressiver vor und deutsche Medien geben ausschließlich Aussagen und die Sicht der israelischen Armee und/oder Regierung (z.B. Netanjahu) wieder, betrieben also Lobby Arbeit auf höchster Ebene und das auch bei den öffentlich – rechtlichen, die zur Objektivität verpflichtet sind.

Im Gaza kam es bei einem gestrigen Luftangriff der israelischen Armee auf ein Haus in einem dicht besiedelten Viertel zu mehreren Dutzend Toten, abgesehen vom neuen Hamas Chef im Gaza, Mohamed Odeh, waren die Opfer allesamt Zivilisten. 

Und Aussagen Netanjahus lassen befürchten, dass Israels Blutrausch noch lange nicht beendet ist, kam es doch in den letzten Wochen immer wieder trotz Waffenruhe zu Luftangriffen des jüdischen Staates (Der Westen sieht nach wie vor weg und schweigt).

Es zeichnet sich bei näherer Betrachtung immer mehr ab, dass der jüdische Staat sich den Gaza einverleiben (die sog. „gelbe Grenze“ wird einseitig immer mehr in Richtung Mittelmeer verschoben) und die palästinensische Bevölkerung entweder eliminieren oder vertreiben will.

Und auch im Libanon geht Israels Gewalt weiter

Nachdem Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir bereits am 16.Mai gegenüber diversen Medien erklärt hat, das er jetzt auch jüdische Siedlungen im Libanon sehen möchte, eskalierte der jüdische Staat wie auf Knopfdruck die Gewalt und griff mehrfach den Süden des Libanon an.

Erst am gestrigen Dienstag kamen bei einem Luftangriff Israels 30 Menschen, allesamt Zivilisten, ums Leben und das in einem Gebiet, in dem Itamar Ben-Gvir jüdische Siedlungen sehen möchte.

Bleibt als 3. Kriegsschauplatz die „Gaza- Flotte“, die, wie die vorangegangenen Flotten, erneut von Israels Militär geentert wurde und mehrere Dutzend Aktivisten auf den Booten oder später in israelischen Gefängnissen von israelischen Soldaten entweder misshandelt oder gefoltert wurden.

Knochenbrüche, Flecken am ganzen Körper sowie schwere Traumata sind die Folgen.

„Interessant“ daran ist, man achte auf den Unterschied, das Folter- und Misshandlungsvorwürfe seitens der Opfer, also Mitglieder der Gaza- Flotte, von den deutschen Medien grundsätzlich angezweifelt und mit einem Fragezeichen versehen werden, wogegen Gewalt gegen Israelis grundsätzlich nicht hinterfragt und als Tatsache hingestellt wird, und das ohne jede Recherche.

Hauptsache, die Opferrolle der Besatzer wird befriedigt.      

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