Palästina Solidarität Österreich, 08.08.2026
„Hier kommt die rassistischste Mannschaft Israels“ – dieser Slogan ist ein Sprechchor aus der eigenen Fankurve von Beitar Jerusalem. Er gehört seit Jahren zum Repertoire der Fans von Beitar Jerusalem. Ebenso Parolen wie „Tod den Arabern“, „Mögen eure Dörfer brennen“ und weitere rassistische Beschimpfungen gegen Araber, Muslime und den Propheten Muhammad, auf deren Wiedergabe ich hier bewusst verzichte.
Rassismus gehört zur Identität von Beitar Jerusalem. Der Verein wurde 1936 als Fußballklub der revisionistisch-zionistischen Betar-Bewegung von Wladimir (Ze’ev) Jabotinsky gegründet. Der Name „Beitar“ verweist bis heute auf jene politische Jugendbewegung, aus der später zentrale Teile der israelischen Rechten hervorgingen. Zu den prominenten Fans gehören Benjamin Netanyahu und Itamar Ben Gvir.
Zu Gast in Favoriten
Am 13. August 2026 wird dieser Verein in Wien gegen Austria Wien antreten. Das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Conference League findet in der Generali Arena in Favoriten statt. Damit bringt die UEFA einen Verein nach Favoriten, dessen Anhänger immer wieder durch brutale Übergriffe, insbesondere gegen arabisch gelesene Menschen, auffallen.
Erst 2025 griffen Dutzende Beitar-Anhänger in Jerusalem zwei arabische Busfahrer an. Sie schlugen und traten auf ihre Opfer ein und skandierten „Tod den Arabern“. Einer der Fahrer kam ins Krankenhaus und sagte später, er habe um sein Leben gefürchtet.
Wie explosiv internationale Auftritte des Vereins werden können, zeigte sich erst Ende Juli auf Zypern…
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