Dave DeCamp, 21.10.2026
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte am Dienstag, Israel sei entschlossen, die iranische Regierung zu „eliminieren“ – ein Thema, das er auch in seinem jüngsten Gespräch mit Präsident Trump angesprochen habe.
Wie die „Times of Israel“ berichtet, äußerte sich Netanjahu an der Tel-Hai-Universität in Kirjat Schmona, nahe der israelisch-libanesischen Grenze. „Ich bin entschlossen, die Arbeit zu Ende zu bringen“, sagte er – in Bezug auf Israels Krieg im Libanon.
„Die Arbeit zu Ende zu bringen bedeutet, das terroristische Regime im Iran zu stürzen. Es ist der Kopf dieses giftigen Oktopus. Schlägt man ihn ab, bricht das Gebilde zusammen. Dann werden wir auch Frieden mit dem Libanon haben“, sagte er. „Wir müssen die Eliminierung des iranischen Regimes vollenden – das ist das Hauptziel. Ich habe mit Präsident Trump mehrfach darüber gesprochen, unter anderem vorgestern.“
Bereits einen Tag zuvor veröffentlichte Netanjahu einen Ausschnitt eines Telefonats, das er am Sonntag mit Präsident Trump geführt hatte. Darin dankte er dem US-Präsidenten für dessen Unterstützung im Hinblick auf die bevorstehenden israelischen Wahlen. In seiner Unterstützungsbotschaft deutete Trump an, dass die USA den „Job“ gegen den Iran womöglich ohne Israels Hilfe zu Ende bringen müssten, sollte Netanjahu nicht Premierminister bleiben.
In seinem Gespräch mit Trump betonte Netanjahu, dass die USA und Israel einen „Job zu Ende bringen“ müssten; seine Äußerungen vom Dienstag legen nahe, dass damit ein Regimewechsel gemeint ist.
Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth stattete Israel am Montag einen unangekündigten Besuch ab und traf dort mit Netanjahu zusammen. Die USA und Israel stimmen sich im Vorfeld der israelischen Wahlen sowie der US-Zwischenwahlen (Midterms) eng miteinander ab. Laut einem aktuellen Bericht von „Axios“ erörtern beide Seiten zudem die Möglichkeit, die großflächigen Bombenangriffe auf den Iran wieder aufzunehmen.
Quelle: https://www.antikrieg.com
