Hochrangige israelische Politiker und 10.000 jüdische Demonstranten fordern Vertreibung der Palästinenser und Abriß der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem
Kommentar von Andreas Friedrich, 22.07.2026
Auf dem EU- Außenministertreffen in Brüssel vom 13.07.2026 hat unser Außenminister Wadephul vollmundig mit der Ankündigung von „Verhandlungen“, bzw. „Gesprächen mit Israel“ Sanktionen gegen den jüdischen Staat wegen dessen illegalem Siedlungsbau in den besetzten Westbank strikt abgelehnt.
Herzlichen Glückwunsch Herr Außenminister, Sie reiten auf einer „Erfolgswelle“.
Nicht nur, dass die Annexion der Westbank voranschreitet, nein, auch im Gaza (mittlerweile sind 70 % des Gebietes von Israel besetzt) schafft der jüdische Staat immer mehr Fakten. Inzwischen ist der schmale Küstenstreifen durch einen „Erdwall“ geteilt und Soldaten der israelischen Armee beklagen sich, nicht zu wissen, auf wen sie überhaupt schießen müssten.
Wie diverse online Portale berichten, hat sich sowohl der der offen rechtsextreme und fundamentalistische israelische Minister für „Nationale Sicherheit“, Itamar Ben-Gvir, ebenso wie Israels „Minister für den Siedlungsbau“, Bezalel Smotrich, mit Unterstützung der rechtsextremen Siedlerlobbyistin und Siedleranführerin Daniela Weiss, am Rand einer Großdemonstration mit 10.000 fanatischen Anhängern, rechtsextremen, bzw. Siedler und Politikern, bzw. Kabinettsmitgliedern für die Vertreibung der Palästinenser aus dem Gaza und die Wiederbesetzung desselbigen ausgesprochen.
Propagiert wurde „die totale Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung“.
Die Siedleranführerin Daniela Weiss selber erklärte, dass die „Araber komplett verschwinden müssen“ und dass es „auch im Gaza keine Araber mehr geben wird“.
Ben-Gvir betonte, dass im „gesamten Territorium jüdische Außenposten entstehen werden“ und zudem forderte er eine staatlich subventionierte „Auswanderung der Palästinenser“ in andere Länder um, wie es heißt, „Platz für Juden“ zu machen.
Mit organisiert wurde das ganze Spektakel von der radikalen, israelischen Siedlerorganisation „Nachala-Bewegung“, an deren Spitze die bereits oben erwähnte Daniela Weiss steht.
Aber nicht nur der Gaza, sondern auch die Westbank standen im Focus der rechtsextremen Demo, an der 28 Knesset Abgeordnete und auch hochrangige Mitglieder der Netanjahu Partei „Likud“, teilnahmen, und diese forderten neben der Ausweisung der Palästinenser aus dem Gaza und der Wiederbesiedlung mit jüdischen Siedlungen auch den Abriß der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem.
Am vergangenen Wochenende kündigten sowohl Israels Verteidigungsminister Israel Katz und Israels Finanzminister Bezalel Smotrich den Bau dreier neuer Siedlungen in den Westbank und im Gaza, die mit 400 Millionen US- $ seitens der Trump Administration subventioniert werden, an.
Herr Außenminister Wadephul: Statt zur Deeskalation beizutragen, fördern Sie und die gesamte Bundesregierung aufgrund Ihrer indirekten Mithilfe durch Tatenlosigkeit, bzw. durch Ihr „Nein“ zu internationalen Sanktionen und/oder strafrechtlichen Konsequenzen für den Siedlungsbau und Vertreibung die ethnischen Säuberung, jüdischen Terrorismus und das zur Schaustellen von Rassismus durch radikale Juden und auch weiten Teilen der israelischen Regierung.
