Kommentar von Andreas Friedrich, 13.06.2026
In der englischen Hauptstadt London findet laut eines Berichtes der „Junge Welt“ vom 13.06.2026 am morgigen Sonntag ein ganz besonders Event statt, was insbesondere die rechtsextreme- jüdische Lobby in Europa in helle Freude versetzen wird.
Und zwar findet an einem „geheimen Ort“ und nur auf besondere Einladung beim „Great Israeli Real Estate Event“ eine Veranstaltung statt, auf der die Besucher für eine Immobilie in einer der völkerrechtswidrigen Siedlungen in den Westbank einschl. Ost- Jerusalem begeistert werden sollen.
Ganz offen macht sich London somit zum Komplizen der Enteignung und Unterdrückung der Palästinenser durch den jüdischen Staat.
Ob eine solche Veranstaltung auch bald in anderen europäischen Hautstädten, z.B. Berlin stattfindet, ist nicht auszuschließen. Auf jeden Fall werden am Sonntag in London rechtswidrige Aktivitäten, nichts anderes ist der Siedlungs(aus)bau, der Standorte innerhalb Israels mit Immobilien in den illegalen jüdischen Siedlungen gleichgesetzt. Und dies stellt eine legitime Erweiterung des israelischen Staatsgebietes dar, was völkerrechtswidrig ist.
Fast zeitgleich finden nicht nur die anhaltenden Terrorangriffe radikaler jüdischen Siedler gegen die Palästinenser in den Westbank weiter statt, auch die Annexion der illegalen jüdischen Siedlungen schreitet voran.
Vergangenen Donnerstag wurde bekannt, das auf Initiative des israelischen Ministers Bezalel Smotrich in den Westbank 61 neue jüdische Siedlungen errichtet werden, was laut Aussage des israelischen Journalisten Barak Ravid die die „größte Siedlungserweiterung der vergangenen Jahrzehnte“ darstellt und von den USA mit 350 Millionen US- Dollar (mit)finanziert wird.
Des weiteren sollen alle archäologischen Stätten in den Westbank unter israelischer Kontrolle kommen, unabhängig der nach den Osloer Verträgen festgesetzten Zuständigkeiten.
Als i-Tüpfelchen berichtete der israelische Journalist Mosche Gilad, das Israel die Archäologie dazu instrumentalisiert, um die Annexion voranzutreiben.
Und in Dschenin, wo die Vertreibung der Palästinenser ganz massiv voranschreitet, baut die israelische Armee einen neuen Militärstützpunkt, dieser, und das ist das pikante, mitten in den Osloer A-Gebieten, wo ausschließlich die Palästinenser die Kontrolle ausüben sollen.
Die Rückkehr der Vertriebenen soll durch die Armee des jüdischen Staates unterbunden werden.
