Israels rechtsextremer Minister Smotrich festigt jüdische Herrschaft über Hebron

Nahostpolitik

Von Andreas Friedrich, 17.06.2026

Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich, dieser negiert die Existenz des palästinensischen Volkes und verfolgt aktiv das Ziel der Errichtung eines „Groß- Israel“, entzieht der palästinensischen Stadtverwaltung von Hebron nun mehrere Befugnisse, das sog. „Hebron- Abkommen“, welches seit knapp drei Jahrzehnten existiert.

Begründung: In Hebron wohnen mehrere Hundert radikale jüdische Siedler.

Im Klartext bedeutet dies, dass die Befugnisse, die bislang in den Händen der palästinensischen Standverwaltung von Hebron lagen, unverzüglich an den jüdischen Staat fallen, so z.B. die Patriarchengräber, eine Moschee und andere heilige Stätten.

Smotrich selbst begründete den Schritt zudem damit, die „Revolution zur Legalisierung der jüdischen Siedlungen und der Vertiefung der jüdischen Souveränität“ über die Westbank zu manifestieren.

Kritisiert wurde die Entscheidung von Palästinenser Präsident Mahmud Abbas, aber insbesondere von der israelischen Friedensorganisation „Peace Now“.

„Peace Now“ sprach von einem „gefährlichen und verantwortungslosem Schritt Smotrichs, der nur dazu dient, das besetzte Westjordanland in Flammen zu setzen“

Im sog. „Sechstagekrieg“ von 1967 hatte Israel unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert, später besetzt und zudem Jerusalem annektiert.

Aktuell arbeitet der jüdische Staat mit Hilfe der radikalen jüdischen Siedler durch deren alltägliche Terror gegenüber der palästinensischen Bevölkerung an der Annexion der gesamten Westbank und durch die Realisierung des sog. „Bauplan E-1“ soll die „Zwei- Staaten – Lösung“ endgültig verhindert werden, so die Regierung des jüdischen Staates.

In den besetzten Westbank leben heute rund drei Millionen Palästinenser und 700.000 jüdische Siedler, der Großteil davon rechtsextrem, bzw. radikal.

Aus Deutschland und den anderen europäischen Ländern kamen bisher keinerlei Erklärungen zur neusten Entwicklung in Hebron, was als stillschweigende Duldung der Pläne Smotrichs zu deuten ist. 

Was Deutschland angeht, so hat unser Außenminister Wadephul persönlich bereits vor wenigen Tagen den Beweis angetreten, indem er zum völkerrechtswidrigen Siedlungsbau in den Westbank sinngemäß erklärte hat, das Deutschland den Freunden in Israel die deutsche Meinung dazu mitgeteilt hat, mehr aber nicht zu unternehmen sei.  

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